Mittwoch, 15. Mai 2013

Eine Frage hinter der Tür

Wie erhält man Wachstum, 
wenn man den Menschen das Geld wegnimmt?


Ich glaube, dass ich zu dumm bin, das zu verstehen. Dazu muss man schon Politiker sein.

Das als Gedankenspiel, bis ich wieder im Lande bin.




Montag, 13. Mai 2013

Wo ist nur meine Seele geblieben

Zur meiner größten Verwunderung - ich bin nun mal blauäugig und hoffnungslose Humanistin - las ich doch in einem Kommentar zu einem Akt der Barbarei seltsame Dinge. 

Aber wer in Opfer/Täter Kategorien denkt, dem wird wohl die deutsche Volksseele verschlossen bleiben und hört die verzweifelten Rufe seiner Vorfahren nicht.


Ich grüble. Also sollte ich nicht in Opfer-Täter-Kategorie denken. In meinem Post ging es um die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933. Nahtlos führte diese Bücherverbrennung zu anderem, noch schlimmeren. Im November 1938 kam es zur Reichspogromnacht. Lehrer, Musiker, Schauspieler, Wissenschaftler, Ärzte, Lokführer, Händler und ... und ... und ... wurden aus ihrer Arbeitsstelle gedrängt, nur weil sie Juden waren, dann abtransportiert und in den Vernichtungslagern wie Auschwitz umgebracht. Und nicht nur sie wurden - ja sie wurden es - Opfer, auch Sinti und Roma, Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter, geistig Behinderte, körperlich Behinderte, Pfarrer und viele andere. Man warf sie in KZ's, vergaste sie, verbrannte sie.

So, und nun soll ich nicht in Opfer-Täter-Kategorie denken. Wie mache ich das? Soll ich die Opfer verleugnen? Soll ich vielleicht sagen, dass die Opfer selbst dran schuld waren, dass sie als Juden auf die Welt gekommen waren, dass sie Kommunisten, Sozialdemokraten und Gewerkschafter waren oder einfach nur krank? 

Und soll ich die Täter vielleicht zu Opfern machen? Wenn man vielleicht noch in die NSDAP eintreten musste, KZ-Aufseher, das musste man nicht werden. Es gab damals viele Menschen, die sich durch die Zeit laviert haben, durch eine schreckliche Zeit, wo immer und ewig Zuchthaus und KZ drohten, wenn man anderer Meinung war und somit Folter und Tod. Nicht alle Menschen sind mutig. Nur musste man nicht dem Regime zujubeln. Sich nicht von dem Gedöns hinreißen lassen und all das hochleben lassen. Man musste seinem jüdischen Nachbar im Haus jetzt nicht mit Verachtung strafen, wenn man ihn vorher immer nett fand. 

Nein, ich werde die Opfer als Opfer benennen und die Täter als Täter. Wenn ich das nicht mache, lerne ich nicht aus der Geschichte. 

Wenn ich das nicht mache, hetze ich heute wieder gegen diejenigen, die etwas anders sind als ich. Dann quatsche ich von faulen Langzeitarbeitslosen, Kopftuchmädchen, quassle davon, dass die Romas nur Wäsche von der Leine stehlen und von Menschen, die sich unsere Steuern an Land ziehen und faul im Süden von Europa in der Sonne rumhängen, anstatt zu arbeiten. Ich würde das machen, weil ich Opfer und Täter in einen Sack stecke. Und wenn ich Opfer und Täter in einen Sack steckte, dann wird Barbarei weichgespült und glattgebügelt. 

Opfer nicht als Opfer zu benennen und Täter nicht als Täter birgt den Keim einer neuen Barbarei. Er/Sie konnte doch nicht anders. Man kann immer anders!

Und nicht genug. Da wird eine ominöse deutsche Volksseele angesprochen. Volksseele. Okay ich kenne solche 0-8-15-Aussprüche von Fußballspielen oder aus der BILD-Schlagzeile, wenn sie einen unvermittelt im Supermarkt anspringt, wo manches Mal die Volksseele hochkocht.  Aber für mich ist das Spinne.

Nun wird mir vorgeworfen, dass mir die deutsche Volksseele verschlossen bliebe, weil ich die Opfer auch als Opfer benenne.

Gut, ich wusste nicht, dass ich überhaupt eine Seele als solche habe. Ich bin Atheistin und den exakten Wissenschaften zugetan. Im umgangssprachlichen Bereich sage ich auch manches Mal, dass mir irgendetwas in der Seele weh täte, wenn mir etwas leid tut. Für mich sind "Seele" chemische Prozesse im Gehirn. Ich brauche keinen romantisierenden Begriff dafür. 

Aber nun werde ich noch mit einer ganz speziellen Art von Seele konfrontiert: der Volksseele und nicht nur der Volksseele an sich, sondern speziell der deutschen.

Mir bleibt also die deutsche Volksseele verschlossen, obwohl meine Nationalität durchaus als "Deutsch" zu bezeichnen ist, obwohl ich nicht weiß, woher meine Vorfahren stammen und wer sie waren. Ich persönlich bin von deutschen Eltern im deutschen Staatsgebiet geboren worden, habe also deutsches Blut, was immer das sein soll, und bin Deutsche. 

Ist man nur Deutscher, wenn man eine deutsche Volksseele hat? Ist man vielleicht nur Deutscher, wenn man BILD liest? Kehrdienst macht? Bier trinkt? Eisbein isst? Die Halmgröße seines Rasens mit dem Lineal misst?

Ich bin MENSCH! Ich habe keine Seele, eine deutsche Volksseele nun ganz und gar nicht. Ich denke humanistisch, versuche meinen Nachbarn zu verstehen und leide mit den Verfolgten hier und überall auf der Welt. Nun sage ich mal überheblich - schließlich bin ich nicht ohne Fehler -, dass das mancher Christenmensch, dem die Bibel gerade das vorschreibt, nicht macht.

Was ist nun eine deutsche Volksseele. Ich habe da mal gegoogelt. Nein, einen Wikipediaeintrag speziell zur deutschen Volksseele gibt es nicht. Aber eines habe ich gesehen. Die deutsche Volksseele ist traut vereint vor allem in bräunlich angehauchten Foren und Websites. Sie findet sich auf nationalistischen und revisionistischen Websites und in der Esoterik.

Da lese ich Verschwörungstheorien über den 2. Weltkrieg. Unsere Volksseele glänzt da im hellen Schein und da gibt es eine böse Übergruppe, die uns die glänzende, helle Volksseele nicht gönnt und deshalb den Krieg angezettelt hat. Da blinkert doch das Weltjudentum aus jedem Satz, Ahasver, der ewige Jude lächelt uns entgegen. Hitler hat den Krieg damit begonnen, weil er das Weltjudentum stürzen wollte, was unsere deutsche Volksseele unterjochte. Zumindest hat er es offiziell so gesagt. Im Grunde genommen ging es um wirtschaftlichen Einfluss, Wachstum und Diebstahl von Ressourcen und Eigentum anderer. 

Höre ich das nicht ähnlich heute wieder? Gönnen uns unsere europäischen Nachbarn nicht, dass wir so toll wirtschaftlich da stehen mit unseren breitesten Niedriglohnsektor wo gibt, den wir aber bei solchen Gelegenheiten tunlichst verschweigen? Sind doch selbst dran schuld die Niedriglöhner. Und schon wieder werden Opfer und Täter vermischt und umgedeutet. 

Ein gewisser Herr Diehl, während des Faschismus war er in gehobener parteilicher Position und Abgeordneter, desgleichen nach dem Krieg in der Bundesrepublik Deutschland. Er wandte sich z.B. in den 1950er Jahren gegen des Bundesentschädigungsgesetz und begründete das mit der Unvereinbarkeit mit der deutschen Volksseele. Dieser Herr Diehl meinte auch, dass viele Deutschen der Meinung wären, dass noch nicht genug Juden ermordet worden seien. Darf ich ihn nun nicht ins Tätertum einordnen? Soll ich ihn vielleicht noch eine Opferrolle zubilligen?

Man sagt der DDR nach, dass sie einen verordneten Antifaschismus gehabt hätte. Man vergisst dabei, dass viele Menschen, die im Faschismus durch die Hölle gingen und KZ's überlebten Verantwortung trugen und das die aus ihrer Erfahrung heraus keine Wischiwaschiverkleisterung des Opfer-Täter-Prinzips machten. Sie hatten am eigenem Leib erlebt, was es heißt, Opfer zu sein.

Viele Menschen in der alten BRD hatten Ähnliches erlebt. Und nur weil sie Kommunisten waren, standen sie in diesem Staat nach dem Krieg wieder unter Kontrolle, mussten sich vor Gerichten verantworten und Richter sprachen Urteile, die schon zwischen 1933 bis 1945 Urteile über sie gesprochen hatten. Da lob ich mir doch einen "verordneten" Antifaschismus. 

Zurück zur Volksseele.

Das Lustigste habe ich aber auf einer anderen Website gelesen. Da wird die Volksseele einem bestimmten Erzengel zugewiesen. Und so lernte ich, dass die Italiener eigentlich Germanen sind und dass die Franzosen dank ihres Erzengels vor allem Wein saufen, die Briten Beefsteak essen und die Amerikaner untererdig vibrieren. Was immer Letzteres ist. Wichtig ist auch, was man mit welcher Luft einatmet. Man sollte sich diese Website mal spaßeshalber anschauen: 

Wenn man denkt, es kann nicht schlimmer kommen, kommt es. Also, weil ich keine deutsche Volksseele habe, höre ich den verzweifelten Ruf meiner Vorfahren nicht.

Nun, woher rufen meine Vorfahren? Rufen sie mir aus dem Paradies irgendetwas zu? Nein, dann wären sie höchstwahrscheinlich nicht verzweifelt. Also müssen sie aus der Hölle zu mir rufen. Wenn wir aber Germanen sind, lächeln uns unsere Ahnen aus Walhalla zu, aus einer Methalle. So etwas habe ich z.B. in meinem Rollenspiel besucht. Da hieß es Sovngarde. In der Methalle wurde gefeiert und das gleiche erzählen uns die Sagen rund um Walhalla auch. Nur kühne Kämpfer mit einem ehrenvollen Tod haben dorthin Eintritt. Wieso rufen sie dann so verzweifelt? Stehen sie vor dem Eingang der Methalle und dürfen nicht rein? Okay, es werden keine Germanen sein, die dort drinnen sind, weil der Erzengel ja den Franzosen das Wein trinken übertragen hat. Met ist nicht gleich Wein, aber wir wollen mal nicht so pingelig sein. Andere Völker z.B. holen ihre Ahnen immer wieder aus ihren Begräbnisstätten und essen und trinken mit ihnen. In Mexiko wird auf den Gräbern der Ahnen zum Allerheiligen kräftig gespeist und getrunken, die ganze Nacht über. Man ist lustig und will seine Ahnen gnädig stimmen.  

Aber, wie schon vorher gesagt, bin ich den Wissenschaften verpflichtet. Und wir, wenn wir in Särge gelegt werden, vermodern und es bleiben nur noch Knochen von uns übrig. Ansonsten bleibt beim Verbrennen nur noch Asche zurück. Beides kann durchaus die Grundlage für neues Leben sein.

Unsere Vorfahren haben uns Schriften hinterlassen. Ihre Erfahrungen mitgeteilt. Sie sind uns als Opfer von Umständen entgegengetreten und als Täter. Im großen politischen Leben der Welt ist eine Grauzone nur sehr schwer zwischen beiden vorstellbar. Wir sind Täter, wenn wir auf der Seite stehen, die Menschen, nur weil sie anders sind, umbringen. Sicher kann ein einzelnes Opfer durchaus Täter und umgekehrt werden, das ist aber eine persönliche Sache. Beides sollte man nicht miteinander vermischen.

Es ist möglich,  dass die verzweifelten Ahnenrufe bei mir nicht ankommen, weil ich keine deutsche Volksseele habe, bzw. sie mir gründlich verschlossen bleibt. Und warum? Weil ich Opfer Opfer nenne und Täter Täter.

So einfach kann die Welt sein oder auch so kompliziert.

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PS: Sicher ließe sich dazu noch sehr viel mehr sagen. 


Freitag, 10. Mai 2013

Vor 80 Jahren brannten Bücher

»Rufer: Gegen Dekadenz und moralischen Zerfall! Für Zucht und Sitte in Familie und Staat! Ich übergebe der Flamme die Schriften von Heinrich Mann, Ernst Glaeser und Erich Kästner.«

Am 10. Mai 1933 brannten in Deutschland Scheiterhaufen. Es wurde Bücher hineingeworfen. All jene Bücher wurden entsorgt, die "zersetzende Inhalte" hätten. Eine studentische Jugend entblödete sich nicht, ihre Literatur zu entsorgen. 

Menschen kann man töten oder totschweigen. Ideen NICHT. 

Die Bücher von u.a. Karl Marx, Karl Kautsky oder Sigmund Freud konnten verbrannt werden. Deren geistige Leistungen nicht.

Man wollte zeigen, dass diese Schriftsteller und Denker nichts in Deutschland zu suchen hatten. Man wollte ihre Ideen und geistigen Leistungen diffamieren und sie unsichtbar für Deutsche machen. Die faschistischen Horden wollten die Menschen treffen und lebten das an deren Büchern aus.  Es traf Juden, Linke, liberale Schriftsteller, Wissenschaftler und viele andere, die nicht dem volksdeutschen Gedankentum anhingen.

Deutschland amputierte sich geistig. 

Nicht, dass etwa nach dem Krieg in Westdeutschland die große Aufholjagd nach diesen Bücher begann. Ich habe in den 1990er Jahren einen Literaturhefter einer Abiturientin in den Händen gehalten. Heinrich Heine kam dort nur im "Buch der Lieder" vor. Seine kritischen Schriften? Fehlanzeige.

Ich erinnere mich an meine Kindheit und an den Schriftsteller Ludwig Renn. 1933 wurden seine Bücher verbrannt. Welches DDR-Kind kannte nicht seinen "Der Neger Nobi" oder wer wuchs nicht auf mit "Herniu und der blinde Asni" und der Fortsetzung "Herniu und Armin"? Die beiden letzteren sind Bücher,  die in der Schlacht vom Teuteburger Wald kulminierten. In der Schule wurden wir auf die Bücher aufmerksam gemacht, sie wurden vorgelesen.

Diktaturen haben immer zu ihrer Machterhaltung Ideen unterdrückt, Bücher verbrannt oder verboten, Bücher und Ideen, die nicht in ihr Weltbild passten.

Heutezutage verbrennt man keine Bücher mehr auf Scheiterhaufen. Heutzutage wird das anders geregelt.

Als der Staat DDR entsorgt wurde, wurden seine Bücher entsorgt, millionenfach in den Müll gekippt oder - ohne Scheiterhaufen - in den Müllverbrennungsanlagen verbrannt. Die Bibliotheken wurden wiederum geplündert und von allem "DDR-Ballast" "befreit". Die DDR-Schriftsteller sollten vergessen werden und damit auch die DDR. WIR sollten vergessen. WIR sollten bereit gemacht werden für die Marktwirtschaft.

Auch Bücher von Ludwig Renn wurden ein zweites Mal entsorgt, dieses Mal von einer Gesellschaftsform, die sich Demokratie nennt. Sie wurden nicht spektakulär auf einem Scheiterhaufen wie damals verbrannt. Da ist man heutzutage heimlicher. Der Markt muss jetzt herhalten. Der Markt will diese Bücher nicht mehr. Wie kann er sie auch wollen, wenn er sie nicht kennt und wenn sie weggeschmissen worden sind!

Einige werden zwar wieder von ehemaligen DDR-Verlagen verlegt. "Herniu und der blinde Asni" oder "Herniu und Armin" sind aber nicht dabei. Man kann sie nur noch antiquarisch erwerben.

Und wenn meine Generation verstorben ist, wird niemand mehr Ludwig Renn als Kinderbuchautor kennen. Die Faschisten, die das Werk begonnen haben, werden dann durch Mithilfe dieses "demokratischen" Staates BRD ihr Werk vollendet haben. Niemand wird mehr diese Bücher kennen. Sie werden aus dem Bewusstsein der kommenden Generation verschwunden und endgültig durch Disney/Martell ersetzt worden sein. 

Für mich ein erschreckender Gedanke.

Ebenso erschreckend ist für mich, dass gerade an diesem heutigen Tag nicht mal in einem Nachsatz dieses Unrecht benannt wird, nirgendwo - auch nicht in linken Medien. Sicherlich folgten der Büchervernichtung nach dem Ende der DDR nicht die gleichen Konsequenzen wie im "3. Reich". Nur, Unrecht bleibt Unrecht! Letztendlich ging es um die gleiche Idee.


Donnerstag, 9. Mai 2013

Der Zusammenhang ist doch wohl überirdisch

Oder gar unterirdisch?

Die Europäische Kommission hat heute ihren Vorschlag zum “Bankkonto für alle” vorgelegt. Eine Richtlinie soll allen Bürgerinnen und Bürgern das Recht auf ein einfaches Bankkonto einräumen, damit alle vom Binnenmarkt profitieren können.

Also für diese Aussage bin ich zu blöd. Ich frage mich, welchen Zusammenhang gibt es zwischen Bankkonto und Teilnahme am Binnemarkt bzw. wie profitiere ich überhaupt vom Binnenmarkt?

Am Binnenmarkt kann ich doch wohl nur teilnehmen, wenn ich Geld habe. Je weniger Geld, desto weniger Teilnahme am Binnenmarkt. Das ändert auch kein Konto. 

Oder habe ich da etwas verpasst? Soll jedem nun ein immerfortwährendes Konto gegeben werden mit einer - sagen wir mal - sechstelligen Zahl, was immer wieder aufgefrischt wird von ... ? Dem lieben Gott? Oder einer anderen imaginären Person?

Und, wie profitiere ich eigentlich vom Binnenmarkt? 

In meinem Rollenspiel kann ich z.B. in einen Zauberladen oder in eine Schmiede investieren. Da bekomme ich zwar keine Rendite, kann aber alles immer dort verkaufen, auch Diebesgut, wenn ich meine Redetalente gut ausgebaut habe. Ist es so gemeint? Kann ich im Mediamarkt investieren UND dann vielleicht dort noch geklaute Smartphones verkaufen? Aber ein Konto benötige ich dazu auch nicht unbedingt, nur flinke Finger. Okay zum Medienmarkt-Aktienkauf benötige ich dann schon ein Konto. Nur kann ich Aktien kaufen, wenn ich fast nix habe? Und das nur, weil ich eben ein Konto besitze?

Wo verdammt noch mal profitiere ich vom Binnenmarkt? Der zieht mir doch nur Geld für mein tägliches Leben aus der Tasche und immer mehr davon. Und je weniger Geld ich besitze, umso weniger Geld kann er mir aus der Tasche ziehen. 

Okay, dann könnte ich Kredite aufnehmen. Ohne Konto keine Kredite. Nur, wenn ich kaum Geld habe, Senior bin oder keine Sicherheiten bieten kann, nützt mir das Konto auch nichts, weil ich dann keine Kredite erhalte. 

Was hat ein Bankkonto mit der Teilnahme am Binnenmarkt zu tun? Fragen über Fragen ...

 

Die Kristallkugel als liebstes Spielzeug

Das Wetter ist nicht toll, meine Herbesbläschen im Mund tun weh, aber ich bin auf dem besten Wege zu einer sonnigen Gesundheit, besser könnte es mir gar nicht gehen und in 50 Jahren ist alles noch viel besser, dann brechen für mich rosige Zeiten an. Wo, bleibt noch dahingestellt. In der Hölle? Im Himmel? Im Paradies? Oder nur als vermodertes Etwas? Oder als Asche, die neues Leben gebiert? Eher Letzteres. 

Das kam mir in den Sinn, als ich eine der täglichen Jubelmeldungen über unsere supertolle, deutsche Wirtschaft hörte. Ach, was sage ich, nicht nur deutsche Wirtschaft. Wir leben alle in wundervollen Zeiten. 

Da heißluftblubbert ein gewisser Herr Schäuble, dass Deutschland auf dem richtigen Weg wäre. Es gehe aufwärts. Schäuble bezog sich dabei auf die Steuerschätzung.

Ich weiß ja jetzt nicht, was er unter "Aufwärts" versteht. Ich glaube, da versteht er etwas völlig anderes als ich.

Aufwärts bedeutet doch eigentlich in der deutschen Sprache, dass etwas nach oben geht, empor steigt, sich erhebt. Wenn man mit dem Fahrstuhl von der 1. Etage aufwärts fährt, landet man eigentlich nur im Keller, wenn der Fahrstuhl kaputt ist und ein Eigenleben entwickelt.

Und nun noch einmal: Wir wären auf dem richtigen Weg. Und ich setze dazu: Vorwärts zu neuen Taten, überholen ohne einzuholen (ein alter DDR-Slogan - zumindest im 2. Teil). 

Es geht vorwärts! Bei Schäuble heißt vorwärts "Abwärts". Die Steuerschätzer senkten ihre Prognose für das Jahr 2013.

Es ist schon schlimm, wenn der Fahrstuhl ein Eigenleben entwickelt und einen nicht von der 1. Etage in eine obere befördert. Was kann man da machen? Richtigerweise sollte man den Schaden benennen und jemanden holen, der den Fahrstuhl repariert. Und wenn der Reparateur zu dämlich ist, den Fahrstuhl reparieren zu können und er dann nicht nur in den Keller fährt, sondern noch weiter in die geheimen darunter befindlichen Geschosse, dann sollte man die Crew wechseln und jemanden holen, der von Fahrstühlen wirklich Ahnung hat. 

Man kann es aber auch anders machen. Man erzähle aller Orten, überall und nirgends, dass man sich täusche, wenn man aus den Zahlen herauslesen würde, dass der Fahrstuhl in den Keller führe. Das wäre mitnichten so. Man müsse nur die richtigen Bezugspunkte herstellen, dann würde der Fahrstuhl immer nach oben fahren.

Also ich kenne das von früher, als ich noch DDR war. Da durfte auch nicht sein, was war. Ich hätte nicht gedacht, dass die DDR und die BRD so viele Gemeinsamkeiten - zumindest in dieser Hinsicht - entwickeln würden. Die BRD ist in agitatorischer Hinsicht (rein handwerklich, nicht inhaltlich) ein Widergänger des aufgelösten Staates DDR.

Der positive bzw. "richtige" Bezugspunkt soll nun das Jahr 2017 liefern. Und man höre und staune. Schon jetzt wissen die Steuerschätzer, dass Deutschland im Jahr 2017 in Steuern schwimmen werde.

Sie saßen alle in einem Raum vor ihren Kristallkugeln.

Okay, die Kristallkugel wurde durch einen Computer ersetzt. Der rechnet nach einem Programm, der denkt nicht. Und die Software wurde von Menschen programmiert, die nichts wissen, die nur Software nach Vorgaben programmieren können. Software wird nach logischen Gesichtspunkten erstellt. Ein Computer erkennt nur Einsen und Nullen. Leider besteht das Leben nicht nur aus Einsen und Nullen, richtig oder falsch. Das Leben spielt sich in Grauzonen ab, in chaotischen Zuständen, der die Spieltheorie nur in Ansätzen nahe kommt. Wenn es anders wäre, müssten die Steuerschätzer nicht die erwartete Steuersumme von 2013 nach unten senken. Denn dann hätten sie es von Anfang an gewusst.

Steuerschätzung! Das grenzt irgendwie an Wahrsagerei. Nun soll es ja Menschen geben, die meinen, dass es das 2. Gesicht gäbe und dass Menschen auch die Zukunft schauen könnten. Ich möchte mich jetzt auf keine dieser Diskussionen einlassen. Die Steuerschätzer haben nicht das 2. Gesicht! Das Leben ist keine Mysterieserie von RTL ausgestrahlt. 

Wenn man einigermaßen normal denkt, sollte man den Absturz der Eurostaaten rund um Deutschland in die Berechnung einbeziehen. Verarmte Menschen kaufen nicht allzuviel. Woher kommt also der Schub, der Deutschland sprudelnde Steuereinnahmen versprechen könnte? Die paar Reichen, können den Kaufkraftverlust rund um Deutschland nicht auffangen. Und die Einschläge kommen immer näher. Zuerst waren sie 3 bis 4 Flugstunden von Deutschland entfernt und jetzt sind sie schon - von meinem Standort gerechnet etwas über eine Flugstunde vor Deutschland. Aus dem Inland erwartet er den Schub doch wohl nicht. Immer mehr Menschen müssen zusätzliche, staatliche Leistungen beantragen, obwohl sie Vollzeit arbeiten. Der Einzelhandelsumsatz ist wieder einmal zurückgegangen und daran ist NICHT der Winter schuld, wie man uns suggerieren will, weil das nicht in die andauernde Jubelei hineinpasst.

Sollen es die Chinesen richten? Die Chinesen beginnen gerade einen gegenteiligen Kurs für die Stärkung des Binnenmarktes zu fahren. Und wir haben ihnen das leicht gemacht, indem wir ihnen die schlüsselfertigen Industrien hingestellt haben einschließlich der Blaupausen für die dazugehörigen Produkte. In nicht allzulanger Zeit wird es heißen: Chinesen kauft chinesische Produkte. Japan hat es vorgemacht, wie man Europa wegschieben kann. Südkorea auch.

Andere außereuropäische Staaten habe ihre eigenen Probleme. Die einen wollen nicht, die anderen dürfen nicht und wieder andere können nicht.

Woher kommen nun die sprudelnden Steuereinnahmen, wenn sie kaum aus Deutschland selbst kommen können, noch seltener aus den europäischen Staaten und nur bedingt von anderswo her?

Was sagt die Kristallkugel dazu? Oder lässt sich unsere Regierung nun die Karten legen? Aus den Handflächen von Frau Merkel, besser Herrn Schäuble, lesen? Oder geht unsere Regierung lieber zu den Astrologen und freut sich dann, wenn ihr Stern im richtigen Haus steht. 

Sicherlich für die Eigener unserer ökonomischen Grundlagen steht der Stern im richtigen Haus. Für uns wohl weniger. 

Die Eigner - siehe die unvollständige Liste der Familien - brauchen kein Schwimmbad, keine bezahlbaren Mietwohnungen, kein bezahlbares Wasser oder bezahlbare Energie, auch keinen Jugendklub, keine sanierten öffentlichen Schulen oder Kitas, schon gar keine Bibliotheken. Die haben sich aus Deutschland ausgeklinkt dank ihres geraubten Geldes. Und sie sind unter sich. Steuerkriminelle geben Steuerkriminellen den Ablass ihrer Sünden und hegen und pflegen sie weiter als große Vorbilder, wie gerade der Fall Höneß zeigt. Wir kommen in deren Überlegungen nicht vor. Aber das nur am Rande.

2017! Wir wissen nicht, was uns morgen blüht, haben nur eine wage Ahnung davon, wie weit es noch in den Keller gehen wird, aber wir wissen ganz genau, was 2017 sein wird! Alle Achtung!

Wie kann man sich als Presse so entblöden mit Lächeln im Gesicht diesen Humbug zu verbreiten? Und alles ohne kritischen Kommentar? Ohne zu hinterfragen! Wie weit kann man denn absinken und sich dennoch als Journalist bezeichnen? Von Schäuble erwarte ich im Wahljahr nichts anderes - von der Presse eigentlich schon, zumal sie immer wieder tönt, dass sie Qualitätsschreiber wären. Qualität sieht m.E. ganz anders aus.

Das größte Phänomen für mich ist aber immer noch, warum Merkel nach all ihren Wahreitsverdreherein immer noch so beliebt ist. Schäuble macht sich die Welt auch passend und trotzdem wollen viele Leute die CDU wählen? Lieben wir vielleicht Lügner? Liegen wir ihnen zu Füßen? Wollen wir belogen werden? Belohnen wir vielleicht sogar gern diejenigen, die ganz durchsichtig die Wahrheit verdrehen? Bemerken wir durch BILD verblödet vielleicht gar nicht mehr, dass die Wahrheit verdreht wurde? Oder interessiert uns das alles überhaupt nicht mehr. Machen wir ganz automatisch irgendwelche Kreuzchen auf irgendein Papier, nur weil wir Kreuzchen machen dürfen und weil wir nur das unter Demokratie verstehen? Machen wir die Kreuzchen, weil der so männlich aussieht und die so mütterlich? Haben wir uns vielleicht nie gefragt, ob die Hintermänner sich schier kaputt lachen über unsere Dämlichkeit? Was wäre denn, wenn Wahl wäre und niemand gänge hin? Aber nein. Wir haben ja mit unseren Kreuzchen in der Hand, wohin sich das Land entwickelt. Und wer nicht zur Wahl geht, ist dann dran schuld, dass die Verhältnisse so bleiben wie sie sind. Hat Wahl je das Oben und das Unten verändert?

Übrigens, Merkel hat sinngemäß gesagt, dass die Krise die Chance böte, alles neuzuordnen.Und genau das macht sie. Was soll unsere Stellung in dieser Neuordnung dann sein?

...

PS: Wir, sind wir alle. Ich denke nicht, dass jeder von uns fertige Denkvorlagen hat. Das wäre ebenso schlimm, wie Wahrheitsverdreherei. Wir müssen alle jeden Tag alles versuchen zu hinterfragen. Meinungen bilden sich aus Versuch und Irrtum und aus Überzeugungen hoffentlich humanistischer Natur. Nur das angemerkt, weil sich immer viel darüber aufregen, wenn "Wir" geschrieben wird und sie sich sogar nicht angesprochen fühlen. Niemand hat schließlich das Patentrezept und wer das behauptet und so tut als ob, lügt.






Montag, 6. Mai 2013

Das Schlaraffenland ist gefunden!

Lt. ZEIT leben wir Deutschen im Schlaraffenland. Zu diesem Schluss muss man kommen, wenn man dort liest "Malochen war früher".  (Link kann jeder selbst suchen, wegen LSR gibt es den hier zur Sicherheit nicht.)

Bei der ZEIT haben schon junge Leute ein Auto der Oberklasse, jetten mit der Lehrlingsknete in den Urlaub und von viel arbeiten hält auch niemand etwas mehr. Mehr Reichtum mit weniger Arbeit. Ach, was geht es uns doch gut. 

Deutschland - einig Schlaraffenland.

Ach nee, eigentlich sagen wir das doch den Südländern nach. 

Aber Halt! Wir Deutschen haben uns das immerhin durch harte Arbeit verdient und durch Zähnezusammenbeißen, wenn uns unsere Nachbarn wieder mal mit dem 3. Reich vergleichen. Nur, nachlassen dürfen wir nicht. Wir müssen uns gegen die angeblichen Burn-out-Opfer wenden. Die sollen sich doch nicht so haben. In Deutschland wird wenig gearbeitet. Also können das doch nur sehr Zartbesaitete sein oder schlicht und ergreifend Drückeberger. Das muss man doch mal sagen dürfen.

Der Weingutbesitzer Brüderle schwadroniert z.B. darüber, dass nun nicht mal mehr Frankreich mit uns auf Augenhöhe sei. 

Gut, wie könnten es auch Ausländer wagen, mit uns auf Augenhöhe sein zu wollen. Mit uns, dem Klassenprimus. Mit dem, der alles besser weiß und am allerbesten kann. Nur, denke jeder mal an seine eigene Schulzeit zurück. Was haben wir mit Klassenbesten gemacht, die immer und überall uns belehren wollten und immer und überall ihre Schlauheit herausstellen mussten? Im günstigsten Fall haben wir sie nicht mehr zu Geburtstagsfeiern eingeladen und links liegen gelassen. Im ungünstigsten Fall ...? Aber ich will jetzt nicht aggressiv daher kommen. Wir waren doch alle brave Schüler. Oder?

Zu Fragen wäre, wo die ZEIT-Redakteure leben. In Deutschland können sie wohl nicht leben. Mal davon abgesehen, dass der Autor solcher Artikel, wer immer das geschrieben haben mag, irgendwo im Niemandsland leben muss, aber er ist NUR Autor des Artikels. Veröffentlicht wurde er von der ZEIT, also meint die ZEIT das gleiche.

Wenn die Redakteure der ZEIT in Deutschland lebten, müssten sie eigentlich wissen, dass nur ein kleiner Teil der Menschen in diesem Land sich überhaupt einen Audi A6 leisten könnten. Eine übergroße Mehrheit kann das nicht. Die Absatzzahlen der Fahrzeugverkäufer ist über 10 Prozent von einem Monat auf den anderen eigebrochen und zwar in Deutschland. Huch? Wo sind denn jetzt die vielen Wohlstandsbürger abgeblieben, die mit weniger Arbeit sich mehr Luxus leisten können? Haben die keinen Bock mehr auf Autos?

Der Einzelhandelsumsatz ist von einem Monat zum anderen auch wieder zurückgegangen. Verweigern sich gar die Wohlstandsbürger dem Konsum? Wie wäre es denn sonst zu erklären, dass der Binnenmarkt so vor sich hindümpelt? Er kann nicht leben, aber auch nicht sterben in trauter Zweisamkeit mit ein paar millionen Deutschen.

Ach übrigens, liebe ZEIT-Redakteure. Wir fahren einen VW Golf von 1996, ohne Klimaanlage, ohne Navi, ohne Googlezugriff, ohne elektronische Fensterheber und man muss die Tür auch noch aufschließen. Und ich habe Glück, da ich nicht am Monatsende mir Chemie einwerfen muss, weil Tütensuppen eben billig sind und ich sonst nicht wüsste, was ich mir zu essen kaufen könnte. Aber ich muss mein Geld auch zusammenhalten und könnte, auch wenn ich wollte, mir keinen Audi A6 anschaffen.

Und wer kennt schon einen Azubi, der so üppig versorgt wird? Ist es vielleicht einer, dessen Familie zur Oberschicht gehört? Oder zumindest zur oberen Mittelschicht, die immer kleiner wird? 

Leben die ZEIT-Redakteure vielleicht alle in einem Reservat für Reiche mit Sicherheitsposten vor dem eingezäunten Areal? Kommen die aus ihrem Ghetto nicht mehr raus? Fahren sie über nur für sie extra asphaltierte Straßen mit ihrem Mercede, BMW oder eben Audi A6? Sind die Scheiben ihrer Limousinen vielleicht abgedunkelt?

Ansonsten müssten sie wissen, dass sehr viele Menschen in Deutschland gezwungen sind 3 Jobs anzunehmen, damit sie überhaupt über die Runden kommen. Weniger Arbeitszeit und viel Freizeit wird bei 3 Jobs wohl nicht herausspringen. Und ein Auto der Oberklasse werden sie sich davon auch nicht leisten können. Im günstigsten Fall brauchen sie kein Aufstockergeld. 

Sie müssten wissen, dass wiederum sehr viele Menschen immer mehr arbeiten und die Arbeit von ihren entlassenen Kollegen oder in Rente gegangenen zwangsläufig mit erledigen müssen, da kein Ersatz eingestellt wird. Da wird bei gleicher Arbeitszeit mehr geschafft und das nicht wegen höherer Arbeitsproduktivität, sondern durch mehr Ausquetschen der Arbeitskraft. Das sieht mir dann auch nicht nach einer Freizeit auf hohem Niveau aus.

Oder wollen die uns nur schamlos belügen. Ein Schlaraffenland im Wahljahr konstruieren, dass es so hier nicht gibt?

Oder - eine andere Variante: Wollen sie nur diejenigen beschämen, die sich keinen Audi A6 leisten können? Schließlich müssen die ja irgend etwas falsch gemacht haben, wenn sie innerhalb der Wohlstandsgesellschaft im Monat mit den paar Kröten, die sie als Lohn erhalten, nicht über die Runden kommen? Irgendetwas muss doch dann mit mir nicht stimmen, wenn ich gar noch Aufstocker bin. Und was alles muss mit mir nicht stimmen, wenn ich in dieser Arbeitsplatzüberflussgesellschaft keinen Arbeitsplatz erhalte? Dann sollte ich doch ganz, ganz still sein, beschämt zur Seite treten, mich nicht rucken noch rühren und schon gar nicht die gesellschaftlichen Verhältnisse anprangern. Schließlich wäre es ja meine Schuld, wenn ich im Überfluss arm bin.

Was will die ZEIT uns sagen? 

Oder sollten wir der ZEIT vielleicht mal stecken, warum die Auflagen der Zeitungsverlage immer mehr zurückgehen?

Sollten wir ihr mal gründlich die Leviten lesen und uns gegen Schönfärberei wehren?

Oder - das würde mir persönlich sehr gut gefallen -  sollten wir der ZEIT einen Orden mit dem Emblem der DDR - Zirkel und Ährenkranz - verleihen, wegen Nacheifern der sozialistischen Presse?

Fazit: Lassen wir uns diese Gedöns nicht länger gefallen und lesen keine neoliberale Presse mehr! 

PS: Höchsten kostenlos ;) Nur am Geld sind sie zu packen! Und wirklich nur dort.




Donnerstag, 2. Mai 2013

Wenn wir die Gewerkschaften nicht hätten ...

... müssten die Unternehmer sie erfinden. 

Fette Ärm, kraftstrotzender Schritt ... wir wollen ein deutliches Lohnplus ... die Gewerkschaft marschiert ... man streikt ... die Lufthansa lacht sich kaputt und bietet etwas über Null Prozent als Lohn"erhöhung" an ... wieder fette Ärm ... kraftstrotzender Schritt ... Nichts!

Wozu haben die Angestellten und Arbeiter der Lufthansa nun gestreikt? Eigentlich für ein Lohnminus, wenn man die lange Laufzeit und die Inflation berücksichtigt! Die Arbeitsplatzgarantie für die 26 (!) Monate kann man getrost beiseite schieben. Wenn jemand entlassen will, kann er das immer - auch mit Arbeitsplatzgarantie. Die ist nicht das Papier wert, worauf es gedruckt wurde.

Und wie wird das verkauft? Als dickes Lohnplus mit Arbeitsplatzgarantie. Alle stimmen im fröhlichen Chor der Gewinner ein.

Die Sozialpartnerschaft hat wiederum gesiegt.

Die Sozialpartnerschaft? Nun gut, die Gewerkschaften träumen heutzutage immer noch davon, dass es Sozialpartnerschaft gäbe. Die gab es aber nie. Die wurde nur mal kurz vorgespielt von den Unternehmen, als es die DDR noch gab. Wozu sollte man heutzutage dieses Spiel von Unternehmerseite noch weiterspielen? Es gibt keinen Grund dafür.

Oder die Arbeiter und Angestellten von Neupack. Wozu haben die sich angestrengt, waren miteinander solidarisch, haben gestreikt, haben die Familie Krüger kurz vor die Schlappe gebracht. Was kam dazwischen? Die Sozialpartnerschaft! Jetzt sitzen die Arbeiter und Angestellten auf einen Haufen Scherben ohne irgend etwas Einklagbares. Die Familie Krüger hat gewonnen - mit Hilfe der Gewerkschaften.

Die Gewerkschaften sind wie kleine Vögelchen. Erst tun sie so, als wären sie Adler, erheben sich mit kräftigen Schwingen. Irgendwann in der Luft fällt ihnen ein, dass sie keine Adler sind, sondern nur kleine, zitternde Vögelchen, die in einem Käfig eingesperrt sind. Sie haben Angst, die Käfiggitter aufzubrechen und sich in der Freiheit zu bewähren. Wozu auch. Sie werden vom Käfigbesitzer immer gefüttert - und gut gefüttert. Man nimmt ihren Käfig mit zu den Zusammenkünften der Mächtigen Käfigbesitzer, stellt sie dort auf einen Tisch in die Ecke, auf den Katzentisch und - es ist nicht nur der KatzenTISCH. Eine wirkliche Katze sitzt davor und fordert Gehorsam ein. So piepsen die kleinen Vögelchen, damit sie ja nicht von ihrer Futterquelle entfernt werden. Und wenn sie ganz brav sind, dürfen sie sogar mit dem Käfigbesitzer und deren Katzen im Chor gemeinsam singen.


Dienstag, 30. April 2013

1. Mai - Tag der Arbeit

Ne, so war der 1. Mai NICHT gedacht. Tag der Arbeit? Die Faschisten benannten den "Kampftag der Arbeiterklasse" in "Tag der nationalen Arbeit" um. Die Bundesrepublik Deutschland behielt den verniedlichenden Ausdruck und strichen nur das Wort "national". Irgendwie typisch für dieses Land, das sich in seiner Geschichte nicht wirklich vom Faschismus verabschiedet hat.

Gewerkschaften halten irgendwelche Reden, die sie nach dem 1. Mai ganz schnell wieder vergessen in der Kungelei mit dem Kapital. 

Heinerle sitzt auf den Schulter von Vati, Mutti steht daneben. Dann geht's ins Grüne und ein Bier wird gezischt.

Was soll denn beim "Tag der Arbeit" gefeiert werden?

Das bewusste, schöpferische Handeln von Menschen?
Arbeit als Kompenente der Produkterzeugung?
Arbeit als bezahlte Erwerbstätigkeit 
Arbeit als einer der Produktionsfaktoren?
Oder Arbeit, mit dem Menschen ihren Lebensunterhalt bestreiten können? 


Herr Mehdorn arbeitet, eine Frau Springer arbeitet, die Burdas arbeiten, die Krupps arbeiten, ein Herr Piech arbeitet ... 

Feiern wir nun die? 

Oder feiern wir, dass Feiertag ist? Dass wir mal wieder irgendwie eventen können? So mit Singeklub und Rock?

Eine Hausfrau arbeitet bügelnderweise zu Hause, ein Rentner hilft im Kindergarten aus oder in der Schule. Das ist auch Arbeit. Sie verbraucht Energie. Arbeit ist Kraft mal Weg

Ist das der 1. Mai?

Der 1. Mai  wurde das erste Mal 1890 gefeiert. Ein Jahr vorher auf dem Gründungskongress der 2. Internationale wurde beschlossen, ihn zum »Kampftag der Arbeiterklasse« auszurufen.
    
Welche Geschichte steht hinter der Proklamierung dieses Tages? 

Gehen wir nach Nordamerika. Dort riefen im Jahr 1886 die Arbeiter zum 1. Mai einen Generalstreik zur Durchsetzung des Achtstundentages aus. In Chikago kam es zu großen Demonstrationen an diesem Tag und den Folgetagen. Der Streik eskalierte zwischen den Demonstranten und der Polizei. Bei den folgenden gewalttätigen Auseinandersetzungen starben Demonstranten und Polizisten.

Der 1. Mai ist nicht irgendein Allerweltstag der Allerweltsarbeit. Der 1. Mai ist der Kampftag derer, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen!

Er ist nicht vergleichbar mit dem Tag des Buches, dem Tag der Toilette, dem Tag xyz ...

Der 1. Mai ist nicht zum tratschen über die Arbeit an sich da. Der 1. Mai ist dafür da, um bessere Arbeitsbedingungen zu ERKÄMPFEN! 

Der 1. Mai ist dazu da, dass man sich besinnt auf das, was Generationen von Arbeitern und Angestellten vor uns für uns erkämpft haben.

Der 1. Mai ist dafür da, dass wir uns die erkämpften Errungenschaften nicht wieder wegnehmen lassen sollen. Von allein fällt uns nichts in den Schoß. Und das, was wir haben, wenn wir es nicht verteidigen, wird weg sein - auf immer.

Der 1. Mai ist dafür da, dass wir uns gegen die ausufernde Leiharbeit, gegen Niedriglohn, gegen Jugendarbeitslosigkeit, gegen Rente mit 67, gegen Zwangsarbeit, gegen Verarmung, gegen die Zumutungen der reichen Familien zur Wehr setzen. Nicht nur reden ist angesagt, sondern das Schließen der Reihen all derer, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen, um überleben zu können. 

Es ist ein Tag des Kampfes und nicht ein Tag, der die Arbeit hochleben lässt. 

Im Laufe der Geschichte der Arbeiterklasse ist zum 1. Mai oft Blut vergossen worden. Arbeiter wurden von Polizisten zusammengeschossen, weil sie sich nicht mehr alles gefallen lassen wollten, was die Herren, denen alles gehört, mit ihnen anstellen wollten. 

Verraten wir unsere Vorfahren nicht, in dem wir meinen, dass wir nur einen "Tag der Arbeit" begehen, so einen weichgespülten, der nicht mal den Millionären und Milliardären weh tut. Einen Tag der Arbeit, wo diejenigen, denen alles gehört denken: Ach lass das Kindlein lallen, es ist ja auf den Kopf gefallen. 

Wir sollten ihnen zeigen, dass wir keine Kinder sind, und dass wir nicht auf den Kopf gefallen sind.

Deshalb müssen wir endlich wieder lernen, dass wir kleinen Leute zusammengehören. Dass wir kleinen Leute alle unsere Arbeitskraft verkaufen müssen, egal ob Deutscher, Russe, Türke, Asiat, Afrikaner oder jemand der irgendwo sonst herkommt. Er ist in der gleichen Lage wie wir alle. Er wird ausgetrickst, zu niedrig bezahlt, gegen andere ausgespielt. 

Das können die reichen Familien mit uns machen, weil wir uns unserer Kraft nicht mehr bewusst sind. 

Wir zeigen mit den Fingern lieber auf den Roma oder auf den Muslim. Als ob wir je einen müden Euro mehr sehen würden, wenn die nicht mehr in Deutschland wären. 

Die Situation der kleinen Leute ändert sich erst dann, wenn wir lernen, wieder zusammenzustehen. 

»Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen«, sagte Warren Buffet.

Und wir machen es dieser Klasse leicht, viel zu leicht. Wir jammern "Hauptsache Arbeit". Wir machen alles, um dieser Klasse in den Allerwertesten zu kriechen, damit vielleicht ein Brosamen von deren Tisch zu uns herunterfällt.

Unser Kinder, unsere Enkel wachsen  in einer Welt auf, die nicht mehr die ihre sein wird. Alle Güter, die ihre Eltern, Großeltern und vorige Generationen durch ihre Steuern aufgebaut haben und ihrer Hände Arbeit, werden Stück für Stück verhökert an die reichen Familien, die uns beherrschen wollen.

Wir lassen uns abdrängen in Randbezirke, weil die reichen Familien eigene Stadtbezirke haben wollen und sie entsprechend aufmotzen lassen. Mit welchem Recht? Sie sind wenige, wir sind viele. Wir müssen das nur begreifen.

Warum lassen wir uns von denen beherrschen? Wieso haben wir kein Rückgrat?

Schröder, Steinmeier, Steinbrück, Trittin, Roth u.a. waren diejenigen, die Deutschland als Niedriglohnland etabliert haben, die gegen die Interessen aller ihre Arbeitskraft verkaufenden Menschen gearbeitet haben.

Die heißgeliebte Merkel, Schäuble, von der Leyern, Schröder u.a. verschärften dieses Niedriglohnland gegen ihr eigenes Volk.

Wieso lieben wir Frau Merkel? Sie gibt uns nichts. Im Gegenteil. Sie nimmt uns alles weg. Sie führt Deutschland nicht gut. Sie wird durch die reichen Familien im Sinne der reichen Familien geführt - gegen uns!

Und was macht ein Großteil der Menschen in diesem Land? Es sehnt sich nach einem Königshaus. Also, da muss man nicht mehr alle Tassen in seinem Oberstübchen haben. Es eventet bei einem dubiosen Tag der Arbeit.  Es lässt alles mit sich machen. Es lässt sich aufeinander hetzen. Es hat verlernt zu kämpfen!

Proletarier aller Länder vereinigt euch! Dieser Satz, so abgedroschen er auch klingen mag, ist heutzutage aktueller denn je. Nur begreifen wollen, müssen wir ihn endlich!

Freitag, 26. April 2013

Dümmer geht's immer

Es geht sogar noch dümmer, als bei der Kommentatorin für die AfD. Unser Buprä meinte bei der Eröffnung der Internationalen Gartenschau, dass diese zum sozialen Zusammenwachsen einer Stadt beitrüge.

Kreisch ... kreisch ... Schenkel klopf ... Tränen lach ... kicher ... kicher ... wegwerfen vor Lachen.

Also ein Urban Priol, ein Georg Schramm oder ein Herr "Pelzig" kommen da nicht mehr mit. Die Wirklichkeit übertrifft ALLE Kabarettisten.

Uns geht es viel zu gut - auch wenn das falsch ist

Der (T)euro ist die erste Währung in Deutschland, die sowohl die Zukunft unserer Kinder (lebenslange Haftung für die Party-Schulden der PIIGS-Staaten) als auch die der Rentner/Sparer (durch unvermeidliche Inflation) ... zerstört. Vor diesem Hintergrund ist die Stimme für die AfD die einzig logische Vernunftentscheidung

Oh, wie blöd kann man denn nun noch sein. Wenn man denkt: Dümmer geht's nimmer, liest man solche Kommentare (gelesen in der TAZ zur AfD)

Ich weiß nicht, wo diese Kommentatorin lebt. Sie wird sicherlich im Westen unserer Republik leben und hat wahrscheinlich noch nicht mitbekommen, dass sich Deutschland seit 1990 grundlegend geändert hat, dass es seit dieser Zeit KEIN gemütliches Deutschland mehr gibt. 

Sie hat nicht mitbekommen (oder wollte es nicht), dass bei jeder sozialen Wohltat, die der Kapitalismus den Bundesbürger zugestand, die DDR mit am Verhandlungstisch saß. Kein soziales Gesetz, keine Tarifverhandlungen wurden von seiten der Macht ohne Blick auf die DDR geführt. Schließlich sollte Westdeutschland als Paradies der Arbeiter dargestellt werden. Kam auch in der DDR bei vielen so an. 

Nach 1990 wurden wir alle eines Besseren belehrt. Kein Konkurrenzsystem mehr da und man hatte gesiegt, gesiegt, gesiegt ... und hörte nicht auf zu siegen, wie Gysi es mal so schön formulierte. 

Nun kam die Zeit, wo man keine Rücksichten mehr auf Arbeitnehmer nehmen brauchte. Es war die Zeit, wo sich die Klasse derer, denen alles gehört, formierte. Der Klassenkampf von oben begann. Den kleinen Leuten konnte unter freudiger Mithilfe der Gewerkschaften alles wieder genommen werden, was sie erkämpft hatten. Und die kleinen Leute zogen mit. Man muss schließlich für die Familien Krupp, Thyssen, Siemens Verständnis aufbringen. Wenn die darbten, darbten auch die kleinen Leute. Diesen Mist glauben immer noch viele.

Die Legende der tollen D-Mark wurde weiter geschrieben. Mit der ging es ja den Deutschen besonders gut. Nicht wegen der D-Mark, das ist alles Quatsch. Nein es ging den Deutschen in West so gut, weil es die Deutschen Ost gab! In den 1990er Jahren ging es noch recht vielen gut, weil der Markt im Osten noch nicht gesättigt war. Den ehemaligen Zonenbrüdern und -schwestern musste man ja jetzt zeigen, wie toll der Kapitalismus ist.

Ziel allen Wirkens war der gemeinsame europäische Binnenmarkt, der eben nun mal am besten mit einer gemeinsamen Währung funktioniert. Da wurden auf Teufel-komm-raus Länder eingegliedert, deren Wirtschaft es einfach nicht zuließen, dass eine gemeinsame Währung funktionieren könnte. Zahlen hin, Bilanzen her. Zahlen sind immer geduldig und bilden nur einen Augenblickswert ab. 

Die deutsche Wirtschaft? Der konnte nichts besseres als der Euro passieren. Nun brauchte kein deutscher Unternehmer mehr zu fürchten, dass die D-Mark aufgewertet werden könnte. Das war toll und sehr lukrativ für die DAX-Konzerne. 

Die Euro-Verträge? Was scherte sich Deutschland an die Vereinbarungen? Es war ihnen schnuppeegal, dass ein bestimmtes Inflationsziel vorgeschrieben war. Deutschland hielt sich nicht daran und diejenigen, die sich an die Verträge hielten, waren die Dummen. 

Damit die kleinen Leute nicht aus versehen doch begriffen, dass sie total bestohlen wurden, mussten neue Feindbilder angeschafft werden. Man fand sie, in den Südländern.

Die immer und ewig partymachenden Südeuropäer, wie die Kommentatorin meint. Mir kommt das Kotzen. Es wäre wohl besser gewesen, wenn diese Tussi mal nicht in Bayern Urlaub gemacht hätte oder in Griechenland, Spanien, Portugal nicht nur am Strand gefaulenzt hätte. Sie hätte sich mal das partysüchtige Volk dort anschauen sollen. Da wurde gearbeitet! Warme Länder, längere Mittagspause, aber dann oft Arbeit bis 22:00 Uhr bei den kleinen Unternehmern. Ist das immer noch nicht genug?

Blöde, deutsche Tussi, BILD-Leserin, wie ich denke, die meint, dass sie die Arbeit ganz allein erfunden hätte und nur sie sich abrackern würde, sie als Deutsche und alle anderen nicht! Sie wird auch nicht des Lesens mächtig sein, weil es so viele Artikel über den deutschen Irrweg gibt. Oder in ihren Kopf befindet sich kein Gehirn mehr - auch möglich.

Wer verspielt denn die Zukunft unserer Kinder? Wer lässt die Menschen hungern? Wer verarmt die Rentner? 

Die Südeuropäer sind nicht dran schuld.

Nehmen wir doch mal die SPD, die sich immer noch darin sonnt, dass sie die Menschen in Zwangsarbeit steckt entgegen des GG der Bundesrepublik Deutschland, die Grünen ebenso.

Das waren nicht die Südeuropäer, die das veranlassten!

Ein gewisser Herr Schröder hat die Lebensgrundlage für Kinder beschnitten, deren Eltern arbeitslos sind. Kein Kind kann von dem veranschlagten Betrag in H4 im Monat überleben. Keins! Es sei denn, das Kind ist essgestört. 

Das waren nicht die Südeuropäer, die das veranlassten!

Ein gewisser Herr Schröder hat unter Beifall und Mithilfe der CDU/FDP die Rentenformel so umgestellt, dass IMMER ein armer Rentner herausgekommt. Knapp über 40 % erhält man, wenn man es denn wirklich bis 67 schaffen sollte. Im Gegenzug werden unsere Steuergelder an die Versicherungswirtschaft verschleudert, denen es nicht um unsere Rente geht, sondern nur um ihre Rendite. 

Das waren nicht die Südeuropäer, die das veranlassten!

Ein gewisser Herr Schröder brüstet sich heute noch damit, dass er den besten Niedriglohnsektor Europas geschaffen habe. Und auch hier wird mit unseren Steuergeldern die Wirtschaft subventioniert. Menschen müssen für einen Hungerlohn arbeiten und noch Geld mitbringen. Na toll.

Das waren nicht die Südeuropäer, die das veranlassten!

Leiharbeitsverhältnisse, befristete Arbeitsverhältnisse, Minijobs - das ist das Werk der rot-grünen damaligen Regierung.

Das waren nicht die Südeuropäer, die das veranlassten!

Unsichere Lebensverhältnise, ausufernde Armut in Deutschland - das ist das Werk von Rot-Grün und nicht der Südeuropäer.

Heuschrecken waren das Nonplusultra, was Rot-Grün Deutschland verordneten. Der Finanzplatz Deutschland sollte aufgebaut oder verstärkt werden. Finanzprodukte überschwemmten den Markt. Als ob es FinanzPRODUKTE überhaupt gäbe. Virtuelles Geld wird unter einer x-beliebigen Überschrift virtuell als "Produkt" ausgegeben. Die Märkte bekamen das Sagen. Sie spekulierten mit Nahrungsmittel, Energie und den Lebensgrundlage der Menschen. Das genau wollte Rot-Grün.

Das waren nicht die Südeuropäer, die das veranlassten!

Die Bankenrettungen, retteten den Superreichen ihr Geld. Die hatten sich bei den tollen FinanzPRODUKTEN verzockt. Das ist aber alles nicht so schlimm. Unsere Steuergelder verschwendete ein hochbeliebte Frau Merkel und warf sie in den Rachen von ein paar wenigen Leuten, die auch in Deutschland leben. 

Und nicht etwa dass diese Reichen auch noch wegen ihrer Begünstigung glücklich sind. Ihre maßlose Selbstüberschätzung, dass nur sie die Creme der Gesellschaft wären und die anderen Dreck lässt sie zu Dieben werden. Höneß ist nur ein Beispiel, sicherlich die Spitze des Eisberges. Da werden Straftaten verniedlicht, weil diese asozialen Herrschaften nicht bereit sind, das Grundgesetz von Deutschland zu akzeptieren. Sie wollen alles haben und kaum etwas dafür geben. Deren Steuern wurde gesenkt. Und sie sind immer noch nicht zufrieden damit. Es gibt Firmen, die mit ihren in China hergestellten Produkten, nur weil ein Markenname draufsteht, 60 % Gewinn machen. Erkauft wird dieser Gewinn mit Toten. Aber auch das ist immer noch nicht genug für diese Herrschaften. 

Und viele der kleinen Leute meinen, dass doch z.B. ein Höneß schon (!) 5 Mio Euro an Steuern gezahlt hätte. Na und? Was ist mit dem hinterzogenen Rest? Im Verhältnis zum Einkommen zahlen wir kleinen Leute sehr viel mehr Steuern.

Diese asozialen Herrschaften nehmen alles mit, die deutsche Infrastruktur, die deutsche Ausbildung - alles und geben fast nichts zurück. Und da das noch nicht genug ist, meinen sie noch, dass sie ausländische Arbeitskräfte haben müssen, weil die in Deutschland lebenden zu doof wären. 

Das waren nicht die Südeuropäer, die das veranlassten!

Und unsere heißgeliebte Mutti? Springt die unseren Menschen bei? Nimmt sie sie in Schutz vor denen, die Menschen verunglimpfen?

Da passt eher ein Kamel durch's Nadelöhr, als dass sich die bei vielen so hochgeschätzte Merkel für uns kleine Leute einsetzen würde. 

Im Gegenteil: Die baut überall Schuldenbremsen ein. Schuldenbremsen ohne gute Steuereinnahmen bedeuten Schlaglöcher, marode Schulen, schlechte Universitäten, Dienstleistungen, die kaum jemand in Anspruch nehmen kann, mangels Einkommen, steigende Insolvenzen bei kleinen Handwerksbetrieben, da nun auch der Staat nicht mehr investieren kann. Das wenige Geld, was er noch hat, schleudert er dann noch Prestigbauten in den Rachen, an denen sich wieder einmal die bekannten Konzerne fett fressen. 

Die Zukunft der ganz normalen Einwohner von Deutschland wird nicht durch Griechen, Spanier, Portugiesen, Italiener, Franzosen, Iren, Zyprioten, Slovenen usw. usf. verspielt. Sie wird im eigenem Lande von sich selbstüberschätzenden Gierschlünden verspielt unter Mithilfe des Marionettenkabinetts, was sich Regierung nennt.

Wer macht die immer währende Party? Sicherlich nicht der griechische Handwerker, die spanische Putzfrau, der portugisische Arbeiter, der italienische IT-Spezialist oder der französische Ingenieur. Wer geht zu den diversen stockkonservativen Opernbällen z.B. Und in Dresden sind die Einwohner gar noch so doof, dass sie vor der Oper im Kalten stehen und beobachten, wie das ganze Geschmeiß es sich drinnen gut gehen lässt. 

Das nenne ich Propaganda vom Feinsten, so dass der Verhohnebibelte nicht mal merkt, dass er verhohnebibelt wird und brav der Show beiwohnt.

Und das soll die AfD richten? Also wie lächerlich ist das denn. 

Soll diese Kommentatorin doch die AfD wählen, so wie zur letzten Wahl die Armen die FDP wählten, weil sie verknallt in "Mehr Netto vom Brutto" waren, ohne zu bemerken, dass nicht sie damit gemeint waren. 

Soll die Kommentatorin doch die AfD wählen. Ich kenne nicht ihre soziale Lage. Aber arbeitslos kann jeder von heute auf morgen werden. Und wenn die AfD wirklich das Sagen bekäme, würde sie wohl nicht mehr zur Wahl gehen dürfen. Sie wäre sicherlich auch nur noch auf Wohltätigkeit zurückgeworfen, da das Sozialsystem mit denen noch mehr abgebaut werden würde. Zumindest sagen es einige führende Mitglieder dieser absonderlichen Partei so. 

Soll doch die Kommentatorin die AfD wählen. Wenn die D-Mark wieder käme, würde sie merken, wie kostspielig diese Rückführung für sie persönlich wäre. 

Viel Spaß dabei. 

Das passt auch ins Bild einer Umfrage, wo sehr viele Menschen und auch viele jungen Leute ihre Sehnsucht nach einem deutschen Königshaus ausgedrückt haben. 

Nee, ich bin froh, dass ich die meiste Zeit des Lebens schon hinter mir habe. Die Dämlichkeit der Menschen nimmt immer mehr zu. Wenn die Propaganda in der DDR nur halb so gut gewesen wäre, wie sie hier jeden Tag auf uns einprasselt, dann ... na ich weiß jetzt nicht ... aber Manches wäre sicherlich anders verlaufen.