Donnerstag, 12. November 2009

Ändert sich doch Einiges

Und was? Die letzte Legislaturperiode der Bundesregierung was bezüglich Afghanistan dadurch gekennzeichnet, dass dort kein Krieg stattfindet. Im Gegenteil. Vor allem die deutschen Soldaten würden freundlich empfangen werden, man schätze sie und die unbelehrbaren Taliban wollen einen Keil zwischen den Deutschen und der einheimischen Bevölkerung treiben, was die sehr negativ aufnehmen würde. Das wurde uns in Zusammenhang mit dem Afghanistankrieg von der Regierung vorgebetet und die Medien unterstützten diese Sichtweise mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mittel. Kaum eine Abweichung in der Berichterstattung. (Da sage mir doch einer, dass es unabhängige Medien gäbe)

Eine neue Regierung, ein neuer Verteidigungsminister. Jetzt haben wir in Afghanistan eine kriegsähnliche Situation. Wir tasten uns Stück für Stück vor - zum Krieg. Und ein Abzug, wann auch immer, wird von unseren Herr von und zu Kriegsminister nicht mehr ausgeschlossen.

Die Medien reagieren. Plötzlich sehen wir Bilder, wo die Flüchtlinge in Lagern nichts lieber hätten, als das endlich die fremden Besatzer, die ihr Land mit Krieg überziehen, rausgeschmissen werden. Sie bekennen sich zu den Taliban. Junge Menschen sagen offen, dass sie zu den Taliban gehen werden, um ihre Heimat zu verteidigen. Die Menschen sagen, dass es unter den Taliban Frieden und Ordnung gegeben hätte. Was heißt Menschen - Männer sagen das. Frauen haben keine Stimme. Wir werden das nicht ändern.

Wo kommt denn der Meinungsumschwung plötzlich her?

Ist es nicht eher so, dass die Menschen in Afghanistan schon immer so gedacht haben?

Ist es nicht eher so, dass wir von Anfang an für sie die Eindringlinge waren, die wir waren?

Gab es diese Stimmen nicht schon immer?

Wurden sie uns nicht nur vorenthalten, um die Hurrastimmung der Regierung pro Afghanistan-Krieg zu unterstützen?

Ich hoffe, dass die Medien vielleicht doch endlich ein anderes Kriegsbild zeigen. Eins, was hilft, unsere Soldaten zurückzuholen.

Allein, mir fehlt der Glauben.

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