Montag, 23. November 2009

Die Deutschen und die Ausländer

Ich habe so den Eindruck, dass es zwischen Deutschen und Ausländern wohl nie ein entkrampftes Verhältnis geben wird. Die Bundesregierung hat gerade wieder einen Pups abgelassen.

Migranten sollen jetzt einen Vertrag mit Deutschland abschließen, wo drinnen steht, was sie zu erwarten haben und was sie tun müssen.

Ich kann dazu nur den Kopf schütteln. Was sie zu erwarten haben, steht doch wohl in unseren Gesetzen? Will man jetzt Nebengesetze extra für Ausländer formulieren, die nach Deutschland kommen?

Im Gegenzug erwartet man, dass z.B. die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau anerkannt wird. Das finde ich schon sehr belustigend. Erstmal ist das nur ein Lippenbekenntnis. Was wird, wenn der vertragsschließende Teil das proforma anerkennt, aber nicht einhält? Wird er dann geteert und gefedert? Wird er wieder rausgeschmissen?

Und es ist doch interessant, warum dieses Anerkenntnis der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau nur den Migranten abgefordert wird.

Ist bei uns die Gleichberechtigung Gang und Gäbe? Was wird denn mit den Unternehmen, die Mann und Frau ungleich bezahlen? Werden die nun exkommuniziert? Aus Deutschland rausgeworfen? Was wird mit dem Hauspascha, der seine Frau vor allem in der Küche sehen will? Wird dem nun seine deutschstämmige Herkunft aberkannt? Darf er nicht mehr in Deutschland leben?

Haben wir Deutschstämmigen alle Forderungen, die wir an Migranten stellen, im Blut, in unserem reinen deutschen Blut?

Halt! Wir haben ja nachweislich afrikanisches Blut in unseren Adern. Ohweih. Jetzt sind wir plötzlich alle Migranten! Was wird dann aus dem Bauern im tiefsten Schwarzwald oder Bayrischen Wald? Werden sie dann vertraglich dazu verpflichtet Deutsch zu lernen?

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