Mittwoch, 4. November 2009

Die NATO und die Werte

Frau Merkel steht für die Wertegemeinschaft NATO ein. Ahja. Das mag für sie zutreffen. Sie will das Anlagevermögen ihrer Spezis mit Waffengewalt schützen. Sonst wäre sie nie und nimmer Kanzlerin geworden. Sie stünde sonst zur Disposition und wäre weg von den Fleischtöpfen der Herrschenden.

Ich stelle mir eine Wertegemeinschaft anders vor. Eine jenseits von Waffen und Einschüchterung. Auch eine jenseits der Interessen der USA und Europas.

Eine Wertegemeinschaft, die die Interessen der USA und Europas schützt mittels NATO ist eine verdammt schlechte Wertegemeinschaft.  Sie ist eine waffenstarrende Wertegemeinschaft, die ihre Rohstoffquellen in weniger aufgerüsteten Ländern schützen will. Die mit Gewalt gegen Länder vorgeht, die anders leben wollen als wir und dummerweise Rohstoffe haben, die wir begehren oder in Transitländern für "unsere" Rohstoffe wohnen.Sie ist eine Wertegemeinschaft, die sich einen Dreck um die Menschen kümmert, die verankert ist einer handvoll Leute, die die Welt unter sich aufgeteilt haben und die ihre Marionetten tanzen lassen.

Ich stelle mir eine Wertegemeinschaft vor, in der Solidarität zwischen den Menschen herrscht.

Ich stelle mir eine Wertegemeinschaft vor, in der jeder nach seinen Möglichkeiten zum Funktionieren der Gesellschaft beiträgt ohne nachzufragen, was ihn das bringt und ohne dem Nachbarn krumm zu nehmen, wenn er früh bis 10:00 schläft.

Ich stelle mir eine Wertegemeinschaft vor, in dem der Mensch als Mensch leben kann und nicht danach beurteilt wird, was er dem Unternehmen einbringt und was er ihm kostet.

Ich stelle mir eine Wertegemeinschaft vor, in dem Beschäftigte nicht nur diejenigen sind, die Profit erwirtschaften, von denen nur eine handvoll Leute etwas haben.

Ich stelle mir eine Wertegemeinschaft vor, in dem der Satz "ich bin beschäftigt" seine ureigenste Bedeutung wieder erlangt. Auch nachdenken ist Beschäftigung, nur bringt sie in der Regel keinen Profit.

Ich stelle mir eine Wertegemeinschaft vor, wo Arbeit und Werteschaffen wieder Freude macht. Wo nicht danach gefragt wird, was hast du oder zeig mir deine Statussymbole.

Ich stelle mir eine Wertegemeinschaft vor, die keine Dinge als Statussymbole begreift. Dinge sind Dinge und nichts anderes. Sie sind Helfer oder nutzlos, sie bewerten keinen Menschen. Der Mensch ist mit und ohne Statussymbol nur ein Mensch. Er ist dumm oder schlau, gewitzt oder schäfchenhaft, gut oder böse. Ein Statussymbol ändert daran nichts.

Ich stelle mir eine Wertegemeinschaft vor, wo der Mensch so leben kann, wie er es möchte. Kein Mensch ist wie der andere. Ich muss auch das Leben anderer Menschen nicht verstehen und nicht leben. Ich muss mein eigenes Leben leben und habe dabei viel zu tun.

Ich stelle mir eine Wertegemeinschaft vor, wo diese anderen Lebensweisen anerkannt werden. Wo nicht Menschen in Schubladen gesteckt werden und nur als Schubladen akzeptiert werden.

Diese Wertegemeinschaft deckt sich nicht mit der unserer Kanzlerin. Ihre Wertegemeinschaft kann wegen mir zum Teufel gehen. Die taugt nichts. Die taugt nur zum Herrschen und Beherrschen.

Ach, ist sie nicht eigentlich ein gläubiger Mensch? Wohl eher nicht!

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