Montag, 28. Dezember 2009

Ich - die Mörderin - die Attentäterin - die ...

... ach was weiß ich - alles.

Wieder schwappen die Wogen nach oben, weil jemand ein Flugzeug wahrscheinlich in die Luft sprengen wollte. Wieder sollen die Abfertigungsprozeduren verschärft werden.

Ich frage mich, wie sie noch verschärft werden könnten. Vor 2 Jahren bin ich  nach Island mit meinem Mann von Frankfurt aus geflogen. Wir - grauhaarig, nicht mehr jung an Jahren. Zuerst habe ich jeden Lippenstift einzeln aufs Band für's Handgepäck legen müssen, das Parfum, der Mascara - kurz gesagt, jedes Stück aus meiner Kosmetiktasche landete einzeln (!) auf dem Band. Und nicht genug. Ich wurde von einer Tussi abgetascht, dass es mir schon peinlich war. Widerlich war es auf alle Fälle und ich habe mich in meiner Menschenwürde verletzt gefühlt. Die Sicherheitstussi war mitnichten eine Beamtin. Sie war aus einer Leiharbeitsfirma, die dort den ganzen Sicherheitsbetrieb übernommen hatte. War sie dazu befugt, mich so abzugrabbschen? Ich weiß es nicht. Aber damit nicht genug. Mein Mann musste samt seines Fotoapparates in eine Kabine. Ich protestierte lautstark wegen der Schikanen. Da wurde jemand anders noch dazugeholt. Jemand stand dann vor mir, jemand hinter mir (noch ohne Waffe) und mein Mann wurde in der Kabine gefilzt. In Reykjavik stellte ich dann fest, dass man in meinen Koffer eingebrochen hatte, da ein Stück eines vertrockneten Blattes drinnen lag. Mein Koffer war nicht gekennzeichnet, dass er kontrolliert wurde.

Wie schikanöser kann man nun noch kontrollieren? Wollen die Tussis und Machos aus den Leiharbeitsfirmen, die man irgendwo auf der Straße weggefangen hat, nun noch meinen Körper im Nacktscanner sehen? Und sich amüsieren, über meine nicht mehr Modelmaße? Wird jetzt der Lippenstift zerbröselt, um nachzuschauen, ob es wirklich ein Lippenstift ist? Und der Mascara? Was wird der jetzt über sich ergehen lassen müssen? Wird er mir ganz weggenommen werden, weil man ihn als eventuell als Stichwerkzeug verwenden könnte?

Und, das will ich auch noch einmal betonen: Ein Fastrentnerehepaar ist nicht in die USA geflogen, sondern nur ans Ende der Welt, auf eine abgelegene europäische Insel.

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