Freitag, 11. Dezember 2009

Nochmals die Leipziger Steuerverschwendung

Ich konnte jetzt nicht an mich halten und habe an unseren OB Herrn Jung eine Mail geschickt. Die wird er sicherlich nie erhalten, aber das war ich mir jetzt schuldig. Ein Wessi! Und ein Kirchenmann ist er! Was weiß der über 1968 in der DDR? Was weiß der überhaupt über uns?

Sehr geehrter Herr Jung,

mit Empörung nehme ich zur Kenntnis, dass die Stadt Leipzig 400.000 EUR aus dem Konjunkturpaket II an eine christliche Minderheit verschwendet. Vor 41 Jahren wurde die Paulinerkirche gesprengt. Auch ich war damals am Vorabend der Sprengung in der Innenstadt, habe Polizei und Hunde erlebt. Ich habe mich in meiner damaligen Berufsschule in die Nesseln bei meine Stabü-Lehrer (falls Sie wissen, was das ist) bei der Verteidigung der Kirche gesetzt, aber das war mir völlig egal. Nicht egal ist es mir, dass über irgendwelchen Trümmermüll für 400.000 Euro irgendein bescheuertes Monument der Christianisierung des Ostens gebaut werden soll.

Woher wollen Sie denn wissen, dass sich gerade dieses Ereignis wie kein anderes in die Hirne der Leipziger eingebrannt hat? Die meisten Leipziger waren ja nicht mal in der Innenstadt damals, geschweige denn, dass sie sich überhaupt darüber aufgeregt hätten. Sie lebten doch damals garnicht hier. Und was Ihnen erzählt wird, können Sie doch nicht wirklich für bare Münze nehmen. Die meisten wollen sich doch nur bei der neuen Macht anschmieren und hochdienen. Und dafür werfen Sie Geld hinaus, das dringender für Sanierungsarbeiten für Schulen und Kindertagesstätten benötigt werden würde? Die Kindertagesstätte in meinem Stadtteil (Hasengrube oder Häschengrube) hatte sich für Gelder aus dem Konjunkturpaket II beworben, wie ich in unserer Zeitung GrünAs gelesen hatte. Sie ist bis heute in einem erbärmlichen Zustand. Aber für Trümmerstätten sind 400.000 EUR da. Eine Mehrzahl Leipziger sind doch überhaupt keine Christen. Wenn Christen diesen Gedenkplatz haben wollen, sollen sie ihn doch komplett aus Spendengeldern finanzieren.

Ich und viele andere Leipziger auch, brauchen so einen Platz nicht. Wir brauchen sanierte Schulen und Kindertagesstätten. Wir brauchen Geld für Soziales und nicht für tote Steine, die niemanden etwas nützen. Sonst wird uns auch immer tagaus tagein vorgerechnet, was dies und jenes kostet und immer dann, wenn es um das Wohl von Bürgern geht, vor allem um das Wohl armer Mitbürger. Sie scheinen ja genügend Geld im Stadtsäckel zu haben, wenn Sie es für so einen Mist zum Fenster hinauswerfen können.

Meine Stimme haben Sie und Ihre Partei auf ewig verloren. Sie handeln NICHT im Interesse der Leipziger Bürger!
Naja SPD-Wähler war ich nicht und werde es nie in meinem Leben sein!

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