Mittwoch, 9. Dezember 2009

Panta rhei

Wir sind stolz auf unsere Vergangenheit. Die Griechen schufen unsere Philosophie. Verstanden haben wir nichts - überhaupt nichts. Wir haben Heraklit z.B. nicht verstanden: Panta rhei - Alles fließt und nichts bleibt; es gibt nur ein ewiges Werden und Wandeln. Das betrifft nicht nur unseren Kleiderschrank oder unsere Figur. Heraklit meinte damit unsere Erde im Allgemeinen.

Es gibt nur ein ewiges Werden und Wandeln.

Das sollten wir denen in Kopenhagen Versammelten einmal ans Herz legen: Alles ist im Fließen! Die haben es nicht verstanden und die sogenannten Umweltaktivisten noch weniger. Was die Regierungen wollen, ist klar. Sie wollen auf Kosten der Weltuntergangshysterie Profit machen. Die Umweltaktivisten sind nützliche Idioten in diesem Spiel. Die haben nämlich noch weniger Heraklit verinnerlicht.  Von den Medien kann man das nicht erwarten, weil die fast durchweg dumme, ungebildete Moderatoren haben.

Jetzt muss eine monogolische Nomadin herhalten, die den Klimawandel erklärt. Die Mongolen heizten zu viel und zwar mit Kohle und es gäbe schon für das Vieh zu wenig zu fressen, weil es nicht so oft regnet. Das muss man sich mal vorstellen. Die handvoll Mongolen, die nur ein Bruchteil ihres Landes bewohnen können, heizen zuviel mit Kohle. Absurder geht's kaum noch. Und mit dem Vieh? Gibt es vielleicht zuviel Vieh? Regnet es wirklich weniger? Und warum? Gibt es dafür vielleicht ganz andere Gründe? Ganze Landstriche in der Welt wurden von zuviel Vieh schon verwüstet. Ist es in der Mongolei vielleicht ähnlich? Wir wissen es nicht, es passt auch nicht in das Weltuntergangsszenario, nachzufragen.

Es geht auch noch absurder. Ein "Wissenschaftler", er soll Klimaforscher sein, sagt er zumindest, meint, dass er nicht sehen könne, dass es mal wieder kälter auf der Welt würde. Das passiere nicht. Wissenschaftler nennt sich der Mann. Wieso soll das nicht passieren? Einmal ein Vulkanausbruch wie bei der isländischen Lakisspalte und schon kämpfen wir alle mit einer kleinen Eiszeit. Das geht im Prinzip von heute auf morgen und hält Jahre an. Woher will er wissen, dass das nicht passieren könnte? Verhält sich so ein Wissenschaftler? Wer bezahlt ihn für diese unwissenschaftliche Meinung? Die Solarindustrie? Die Windindustrie?

Wir haben CO2 als unseren Gegengott auserkoren. Das bekommen die entwickelten Industrien am ehesten in den Griff. Kein Mensch redet von Wasserdampf! Warum auch, den bekommt man beim besten Willen nicht weg, es sei denn die Menschheit stellt jegliches Handeln ein. Wasserdampf ist äußerst energieträchtig. Wasserdampf vielfach in den Himmel gepustet bildet Wolken, Regengüsse, Stürme. Mehr Wasserdampf in der Atmosphäre, mehr Wolken, weniger Sonneneinstrahlung, geringere Temperatur könnte sein, muss nicht. Aber es wird turbulenter. Panta rhei.

Umweltaktivisten. Da kämpfen sie für weniger CO2 in der Atmosphäre mit spektakulären Aktionen. Panta rhei! Sie wollen nicht verstehen, dass die Erde zu einem Sonnensystem gehört. Sie wollen nicht verstehen, dass es ein Festschreiben eines bestimmten Zustandes in der Natur NICHT gibt. Es sei denn, sie haben in der Schule nicht aufgepasst.

Panta rhei. Warum kämpfen die Umweltaktivisten nicht gegen das Einrichten von Wirtschaftssonderzonen z.B. in Indien. In der Nähe von Bombay soll so eine z.B. eingerichtet werden. Die Bauern werden von ihrem Land verjagt. Es werden dort keine Lebensmittel mehr produziert. Die Bauern werden elende Flüchtlinge im eigenem Lande - ohne Perspektiven. In der Wirtschaftssonderzone schalten und walten internationale Konzerne und auch indische Geldgroßkotze. Dort wird ein Landstrich verwüstet im Namen des Fortschritts. Dort sollte etwas gegen die Landnahme unternommen werden. Auch wenn dort vielleicht weniger CO2 in die Welt gepustet wird, Wasserdampf ist's auf alle Fälle. Ist das vielleicht den Umweltorganisationen nicht spektakulär genug? Eisbären sind spektakulärer als Bauern. Eisbären haben seit Knut einen Kuschelfaktor. Wir weinen Krokodilstränen über jeden Eisbär, der hungert. Wir kaufen Bonbons, wo der WWF Eisschollen schützt. Absurdität im Quadrat! Wie will der WWF (war's der oder eine andere Umweltorganisation?) Eisschollen schützen. Und wenn nun die Eisbärpopulation zu groß ist und wir pflegen und hätscheln jeden, ist das eben so. Auch so ein Eingriff - wenn er auch noch so gut gemeint ist - ist ökologisch ein Desaster. Wir weinen Krokodilstränen um jeden Elefanten, der einem Wilderer zum Opfer fällt. Habe wir Tränen für den Wilderer übrig, der nicht weiß, wie er sonst seine Familie über Wasser halten kann? Haben wir Tränen für Milliarden hungernder Menschen?

Umweltaktivisten sehen unsere Welt durch einen Tunnelblick. Ihnen ist der Mensch ein Dorn im Auge. Nun frage ich mal so einfach nebenher. Was wäre, wenn ganze Industrien schließen müssten? Wer ernährt die Menschen, die nun keiner Arbeit mehr nachgehen könnten? Wir haben heute noch kein gesellschaftlich tragfähiges Gegenmodell zur Erwerbsarbeit. Und Umweltaktivisten arbeiten schon garnicht daran.

Was soll aus den Menschen werden? Mit Windmühlen kann man keine Industrie auf Dauer führen, es sei denn wir pflastern jedes Fleckchen Land mit den Windspargeln zu. Ob das reicht, weis ich nicht. Das ist dann umweltgerecht? Und wo bliebe dann die Natur? Zur Zeit gibt es noch keinen Ansatz für eine Energiequelle, die ergiebig genug wäre und sauber. Aus dem Hyperraum gewinnt man nur im SciFi Energie.

Was machen wir mit den Menschen? Einfach sich selbst überlassen? Heute sagen schon Politker, dass man nicht mehr als 10 % Nichterwerbsfähiger durchfüttern könne. Wir leben nicht mehr in einer Gesellschaft, die auf Großfamilien basiert. Wir haben in der Regel alte Kulturtechniken zum Überleben nicht mehr drauf. Was also soll mit den Menschen geschehen. Ich glaube der ausgestorbene Eisbär, wenn er denn ausgestorben wäre, wäre unsere kleinste Sorge.

Panta rhei.

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