Sonntag, 13. Dezember 2009

So lässt sich's leben

Darfs einmal HartzIV obendrauf sein? Aber immer doch. So geschehen im sächsischen Landtag. Um rund einen HartzIV-Satz wurde die Schippe an Einkünften für die Landtagspolitiker obendrauf gelegt. In einer Zeit, wo den normalen Bürgern Bescheidenheit, den Gürtel-enger-schnallen, wir können nicht mehr ausgeben, weil wir keine neuen Schulden mehr aufnehmen dürfen, bla, bla, bla täglich gepredigt wird. Aber was schert mich mein Geschwätz, wenn ich meine Tasche mir bis obenhin selbst füllen kann. Sind doch selbst dran schuld, die Hungerleider. Hätten doch auch Politiker werden können. Das Pikante an der Sache ist die FDP, die erstmals in die Regierungsverantwortung in Sachsen gekommen ist. Die Erhöhung der Diäten wurde schon vor 2 Jahren beschlossen. Damals war die FDP vehement dagegen. Jetzt, als im Landtag, alle anderen Parteien, außer die regierenden Schwarz-Gelben, die Zurückstellung der Diätenerhöhung forderten, was macht die FDP? Richtig geraten, sie trinken mit aus der Geldpulle. Nichts mehr, von wegen wir sind bescheiden und so.

Auf der anderen Seite. Warum rege ich mich eigentlich auf. Sachsen ist selbst dran schuld. Sie wollten doch unbedingt Schwarz-Gelb. Richtig! Sie lieben doch ihren sächsischen König Tillich so sehr. Er ist doch einer von uns.

Oder nicht? Wieso sollte er einer von uns sein? Er, der Wasser predigt und heimlich Wein trinkt? Nur weil jemand im Osten geboren worden ist, ist er noch lange keiner von uns.

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