Freitag, 11. Dezember 2009

Wes Kinder?

 Keine Frage, natürlich die Kinder der Reichen! Wo? Zum Beispiel in Freiberg. Dort gibt es Kinderärzte, die nur noch privat versicherte Kinder behandeln. Das es dort nun einen Kinderärzte-Notstand gibt, ist nicht verwunderliche.
Das sollen nun Ärzte sein? Die aus Geldgier nur an ihre Geldbörsen denken und das Wohl ihrer Patienten vergessen? Ärzte, die wie an einer Rampe selektieren. Dieses Mal in 1. Klasse und 2. Klasse. Wie werden sie als Nächstes selektieren? Sie bürden mit ihrer Entscheidung allen anderen Kinderärzten, die es ernst nehmen mit ihrer Arbeit zum Wohle der kleinen Patienten, Arbeit noch und nöcher auf, lachen sich ins Fäustchen und zählen ihren Gewinn. Ich denke, dass solche Ärzte gegen ihren Hippokratischen Eid verstoßen. Wenn einem Kind dadurch ein Leid geschieht, geht es deren Kappe.

Der Hippokratische Eid
 
Ich schwöre bei Apollon dem Arzt, Asklepios und Hygeia und Panakeia und rufe alle Götter und Göttinnen zu Zeugen an, dass ich nach bestem Vermögen und Urteil diesen Eid und diese Verpflichtung erfüllen werde:

Den, der mich diese Kunst lehrte, meinen Eltern gleich zu achten, mit ihm den Lebensunterhalt zu teilen und ihn, wenn er Not leidet, mitzuversorgen; seine Nachkommen meinen Brüdern gleichzustellen und, wenn sie es wünschen, sie diese Kunst zu lehren ohne Entgelt und ohne Vertrag; Ratschlag und Vorlesung und alle übrige Belehrung meinen und meines Lehrers Söhnen mitzuteilen, wie auch den Schülern, die nach ärztlichem Brauch durch den Vertrag gebunden und durch den Eid verpflichtet sind, sonst aber niemandem.

Meine Verordnungen werde ich treffen zu Nutz und Frommen der Kranken, nach bestem Vermögen und Urteil; ich werde sie bewahren vor Schaden und Willkürlichem. Ich werde niemandem, auch nicht auf seine Bitte hin, ein tödliches Gift verabreichen oder auch nur dazu raten.

Auch werde ich nie einer Frau ein Abtreibungsmittel geben.

Heilig und rein werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren.

Auch werde ich den Blasenstein nicht operieren, sondern es denen überlassen, deren Gewerbe dies ist.

Welche Häuser ich betreten werde, ich will zu Nutz und Frommen der Kranken eintreten, mich enthalten jedes willkürlichen Unrechtes und jeder anderen Schädigung, auch aller Werke der Wollust an den Leibern von Frauen und Männern, Freien und Sklaven.

Über alles, was ich während oder außerhalb der Behandlung im Leben der Menschen sehe oder höre und das man nicht nach draußen tragen darf, werde ich schweigen und es geheimhalten.

Wenn ich diesen meinen Eid erfülle und ihn nicht antaste, so möge ich mein Leben und meine Kunst genießen, gerühmt bei allen Menschen für alle Zeiten; wenn ich ihn aber übertrete und meineidig werde, dann soll das Gegenteil davon geschehen“

(Übersetzung aus dem Altgriechischen.)

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