Montag, 15. Februar 2010

Er hat keine Geschichtskenntnisse - Teil 2

Was maßt sich ein Herr Westerwelle an. Er findet, dass er im Recht sei. Seine Partei meint, dass er es auf den Punkt gebracht hätte. Wieso? Sind seine Parteifreunde auch so ungebildet? Haben sie auch im Geschichtsunterricht gefehlt? Führen sie immer noch den Kalten Krieg gegen ein System, was es nicht mehr gibt und so nicht gegeben hat, wie sie es behaupten?

Ich habe im Sozialismus gearbeitet. Uns wurde das Geld nicht einfach so gegeben. Wir haben hart gearbeitet, zwischen 8 Stunden und 8,75 Stunden täglich. Wir haben während dieser Zeit nicht in der Nase gepopelt, sondern unsere Arbeit verrichtet. Ich weiß, dass uns das von denen aus dem Westen abgesprochen wird. Wir sollten vor dieser Meinung aber nicht kuschen. Unsere Arbeit war für Viele nicht nur Job, sondern sie war erfüllend. Wir haben in einem Klima gearbeitet, wo der Mensch und das was er tat, anerkannt wurde. Wir haben nicht gegeneinander gearbeitet, sondern miteinander. Wir konnten von unserem Geld leben. Für gute Arbeit, gab es gutes Geld, auch wenn es heute Stimmen gibt, die es plötzlich anders sehen. Es gab keine Obdachlosen bei uns. Jeder hatte sein Auskommen. Die Frauen arbeiteten selbstverständlich und erarbeiteten sich dadurch ein Stück persönliche Freiheit. Sie waren von keinem Mann finanziell abhängig. Wir konnten uns kostenlos weiterbilden und wurden durch unsere Betriebe unterstützt. Ich bin noch heute dafür dankbar, dass ich dadurch studieren konnte. Meine Bildung und alles das, was ich aus mir machen konnte, verdanke ich der DDR und niemanden anders. Im Gegensatz zu vielen anderen, vergesse ich das nicht.

Irgendein Stück hier und jetzt als sozialistische einzustufen, ist Hetze gegen den arbeitenden Menschen und völlig aus der Luft gegriffen. Diese Hetze soll verschleiern, wer in unserem Land die Zügel in der Hand hält. Sie soll verschleiern, dass wir Menschen solchen ausgeliefert sind, die sich durch Hotelbosse, Versicherungsbosse und Bankenbosse korrumpieren lassen, egal, welches Parteibuch sie in den Händen halten.

Herr Westerwelle meint, dass die arbeitenden Menschen zu Deppen der Nation gemacht werden würden.

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass unser Außenminister je für die arbeitenden Menschen eingetreten ist.

Seine Partei ist gegen den Mindestlohn. Auch hat seine Partei nichts gegen prekär beschäftigte Menschen, die mit ihrer Hände Arbeit sich nicht mehr über Wasser halten können. Das ist für ihn alles normal. Er will nur die Menschen verdummen, die "Hauptsache-Arbeit-Menschen", die sich ausbeuten lassen und meinen, dass das was unsere Westerwelle gesagt hat, endlich mal auf den Tisch musste. Sie vergessen dabei, dass nicht sie mit den Leistungsträgern gemeint sind. Dass unser Schreihals im Verein mit anderen gewissenlosen Schreihälsen die Großverdiener vertritt. Auch wenn viele (oft gezwungenermaßen und vor sich selbst schöngeredet) "Hauptsache Arbeit" praktizieren, Westerwelle und seine Mövenpick-Partei werden das nicht ändern wollen. Er kennt sie nicht einmal.

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