Donnerstag, 25. Februar 2010

Sie lügen ...

..., dass sich die Balken biegen. Die FDP! Sie sangen heute morgen wieder das Klagelied der Leistungsträger - und unterschlugen wieder ein paar "Kleinigkeiten". 

Sie beklagten, dass jemand, der bis zur Bemessungsgrenze verdient, wenig von einer Gehaltserhöhung habe. "Der Staat würde fast alles einkassieren!" 

Achja, der Staat? Die Lohnsteuer ist der geringste Teil. Mehr fällt an für Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung, Krankenversicherung. Nun muss ich mir aber im Klaren sein, was ich will. Will ich versichert sein oder nicht? Will ich eine Rente haben oder nicht? Will ich krankenversichert sein oder nicht? Will ich Arbeitslosengeld haben oder nicht? 

Wenn ich das alles nicht haben will, dann bleibt mir die Gehaltserhöhung zu einem großen Teil. Nur sollte ich dann bedenken, dass ich eine private Rentenversicherung und eine private Krankenversicherung haben sollte. Und was mache ich, wenn ich arbeitslos werde? Ich muss dabei auch bedenken, dass mir letztendlich von meiner Gehaltserhöhung auch dann nichts übrig bleibt. Alles, was sofort an Beiträgen abgezogen wird, muss ich letztendlich selbst überweisen. Ob ich dann immer günstiger komme, dass möchte ich mal bezweifeln.

Letztendlich versteckt das Gejammere der FDP doch nur, dass es gesetzliche Versicherungen gibt. Sie bejammern, dass nicht ALLE in eine private Versicherung gezwungen werden. Noch nicht. Ein Wegfall der Beitragsbemessungsgrenzen ist von ihr jedenfalls nicht im Gespräch. Das wäre um vieles gerechter. Da will die FDP immer so gerecht sein und so "Leistungsträger" freundlich. Um die gesetzlichen Versicherungen zu schleifen, werden dann noch diejenigen missbraucht, die kurz vor der Bemessungsgrenze verdienen. Ihre Klientel fängt doch erst nach der Bemessungsgrenze an. Und diejenigen werden doch immer mehr entlastet.

Alles schönes Wortgeklingel. Wortgeklingel, was den Keim der Lüge in sich trägt.

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