Donnerstag, 18. März 2010

Binnenmarkt - was ist das?

Das wäre so eine Frage, die sicherlich Herrn Brüderle einfallen würde. Deutschland wird nunmehr von der EU, allen voran Frankreich gedrängt, seinen Binnemarkt zu entwickeln. Das wäre schon wünschenswert. Aber jetzt stellt sich die Frage:

Wie will man einen Binnenmarkt ohne wirkliche Lohnzuwächse stabilisieren?

Wie will man einen Binnenmarkt stabilisieren, ohne über einen Mindestlohn nachzudenken?

Wie will man einen Binnenmarkt stabilisieren, ohne über eine Erhöhung von HartzIV nachzudenken?

Wie will man einen Binnenmarkt stabilisieren, wenn man an eine Kopfpauschale in der Krankenversicherung denkt?

Wie will man einen Binnenmarkt stabilisieren, wenn junge Leute keine Lehrstelle/keine Arbeit erhalten?

Wie will man einen Binnenmarkt stabilisieren, wenn man Menschen nur für einen symbolischen Wert arbeiten lassen will?

Wie will man einen Binnenmarkt stabilisieren, wenn die Menschen keine Planungssicherheit haben und von einem befristeten Arbeitsplatz zum nächsten gehen, wenn überhaupt?

Wie will man mit Menschen, die sich von einem Stundenjob zum nächsten hangeln, den Binnenmarkt stabilisieren?

Hat sich Herr Brüderle schon einmal diese Frage gestellt? Ich glaube nicht. Ihm fällt nichts anderes ein, als die xte Unternehmenssteuersenkung und die xte Flexibilisierungskampagne für den Arbeitsmarkt. Als ob Deutschland nicht schon heute ein Niedrigsteuerland für Unternehmer wäre und  als ob Arbeitnehmer nicht schon jetzt bis zum Erbrechen flexibel wären. Ist Herr Brüderle Opfer des schlechten bundesdeutschen Schulsystems?

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