Donnerstag, 18. März 2010

Rom ante Portas

Gut, Rom ist bereits innerhalb unseres Landes, innerhalb der europäischen Union. Der Niedergang ist unübersehbar. 

Eine Regierung, die Beute der Reichen geworden ist. Ein Grundgesetz, welches nicht mehr das Papier wert ist, auf dem es gedruckt wurde. Aasgeier von Lobbyisten, Beratungsfirmen, Eventfirmen, die Deutschland abgrasen bis zum bitteren Ende, die Minister gekauft haben. 

Charitys - und immer trifft sich die gleiche Blase, die auf dem roten Teppich schreitet, sich vor den Fotografen der Yellow-Press dreht, der es wichtig ist, schön auszusehen, eine Ansammlung von Silikon und Botox. Wichtig ist das 5-Sterne-Menü und der Champus, den man möglichst in vollen Strömen in sich reinschüttet. Sie wollen sehen und gesehen werden. Frauen, die in ihrem Leben nur die Beine breit gemacht haben, sonst nichts, klimpern mit ihren Diamanten. Ihr erbärmliches, inhaltloses Leben schmücken sie mit einigen Promis auf oder Möchtegernpromis. Sie wollen sich wohlfühlen auf den Rücken derjenigen, die nicht wissen, wie sie den Tag, den Monat überstehen sollen, egal wo auf der Welt. Sie fressen und saufen gegen den Hunger in der Welt. Hauptsache ihr investiertes Geld kann von der Steuer abgesetzt werden.

Auf der anderen Seite. Eine immer mehr verfallende Infrastruktur. Straßen, die keine mehr sind, nur noch Schweitzer Käse. Eine Bahn, die keine mehr im gewohnten Sinne ist, die immer unpünktlicher fährt, sogar Großstädte vom allgemeinen Verkehr abhängt, vor allem im Osten von Deutschland. Eine Bahn, die Sicherheitsprobleme hat, weil Sicherheit Geld kostet, was Bosse sich lieber selbst in die Tasche stecken. Schulen, die verfallen, in denen nicht mehr für das Leben gelernt wird, sondern für eine Eins. Kinder, die unter enormen Leistungsdruck stehen und wenn's sie es nicht auf Anhieb kapiert haben, fallengelassen werden. Eine Wissenschaft, die Lobbyhörig ist. Die nur für die Taschen der Bosse großer Konzerne forscht, denen es egal ist, wenn der Forschungsgegenstand nur eine Lapalie ist. Ärzte, die gezwungen werden Unternehmer zu spielen, die sich nicht mehr um ihre Patienten kümmern können und andere Ärzte wiederum, die vor Müdigkeit kaum noch einen Blinddarm rausoperieren können. Facharbeiter, Studierte, deren Ausbildung in den Dreck getreten wird, deren Lebenserfahrungen keinem interessiert. Schlecht bezahlte Arbeitskräfte, die schlechte Arbeit leisten.

Eine verarmte Bevölkerung. Millionen von Menschen in einem superreichen Land, die von den Abfällen des Wohlstands leben müssen. Kinder, die keine Sportvereine besuchen können, geschweige denn Kunst erleben dürfen, weil kein Geld mehr da ist. Ein Explodieren der Anzahl der TAFELN:


1994: 4 / 1995: 35 / 1996: 70 / 1997: 90 / 1998: 100 / 1999: 210 / 2000: 270 / 2001: 300 / 2002: 310 / 2003: 320 / 2004: 400 / 2005: 540 / 2006: 657 / 2007: 749 / 2008: 808 /2009: 861
(Wikipedia)

80 Sozialkaufhäuser habe ich in einer Liste gezählt, die nicht mehr auf dem neues Stand ist, wo die Armen das abtragen, was Vermögende nicht mehr haben möchten.

Menschen, die der Unmoral der sogenannten Reichen und Schönen hinterherlaufen. Mädchen, die als einzigste Perspektive eine Modelkarriere sehen, um ebenfalls prassen zu können. 

Deutsche die Mehrheitlich Zwangsarbeit für gut befinden. 

Franzosen, die in einer Show, die als wissenschaftliches Experiment lief, einen Menschen mit Strom folterten. Sie wussten nicht, dass es nur ein Experiment war, dass vorn ein Schauspieler nur spielte und kein Strom durch seinen Körper lief, dass nur ihre Verhaltensweisen beobachtet werden sollten. Sie folterten ihn bis zu einer tödlichen Stromdosis.

Nein, Rom steht nicht vor der Tür. Wir leben in diesem verfallenden Römischen Reich, was sich in seinen letzten Zuckungen windet.

1 Kommentar:

  1. Hallo PeWi,
    das Milgram-Experiment wurde 1970 vom Max-Planck-Institut wiederholt. Es wurden aus 35000 Personen 100 Probanden ausgewählt, davon waren dann 85% im Experiment bereit, Stromstösse bis zu 450 Volt zu "verabreichen". Für mich einfach nur pervers.

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