Sonntag, 28. März 2010

Urteil des Verfassungsgerichtes negieren

Das zeichnet unsere Regierung aus: grundgesetzwidrige Gesetze verfassen und dann die Urteile des Verfassungsgerichtes umgehen. 

Neuestes Beispiel, unsere liebe Frau von der Leyen. Sie will, statt das Geld für H4 für Kinder auf eine reale Grundlage zu stellen, Hilfen vor Ort in Städten und Gemeinden leisten. Das ist ja richtig. Nur, sollte das nebenher geschehen und zwar nicht nur für Kinder, die H4 beziehen, sondern für alle bedürftigen Kinder.  Ist schon schlimm genug, wenn es diese im reichen Deutschland gibt, wo eine Frau Merkel über unser erfolgreichen Wirtschaften tönt. Zurück zur Frau von der Leyen. Sie will, den Zugang für Musikunterricht, Sportvereine, warme Mittagsmahlzeiten in der Schule erleichern. Da gehe ich mit Frau von der Leyen völlig konform. Das hätte sie schon längst leisten können, wenn sie nur gewollt hätte. 

Liebe Frau von der Leyen, ist es zu Ihnen noch nicht durchgedrungen, dass man im Sportverein Sportkleidung tragen muss? Sportkleidung erhält man nicht für umsonst. Die Kinder wachsen und benötigen aller halben Jahre neue Sportbekleidung. Die Kinder bräuchten auch noch Sportschuhe und das auch in kurzen Intervallen. Wovon sollen die Eltern das zahlen? Sollen ihre Kinder nackig Sport treiben? Und wenn man nicht weiß, wovon man eine Winterjacke für die verdammt schnell wachsenden Kinder zahlen soll, dann bleibt doch wohl das Sporttrikot ein Traum. Kinder benötigen jetzt, wenn die warme Jahreszeit anfängt, in der Regel eine neue Einkleidung. Wovon??? Von den paar Euronen im Monat, die sie den Kindern zubilligen? Haben Sie schon mal Schuhe gekauft und zwar mit offenen Augen? Sogar bei Deichmann kosten Kinderschuhe 20 EUR das Paar und zwar für Dreijährige! Ist Ihnen das bewusst? Gehen sie selbst einkaufen oder lassen sie einkaufen. Schauen Sie sich nicht einmal die Preise in den Geschäften an? 

Musikunterricht wollen Sie verordnen. Das ist so wunderschön bürgerlich. Da kommen Gedanken auf an die Tochter des Hauses, die sich ans Klavier setzte, um die Kaffeekränzchen ihrer Frau Mutter musikalisch zu umrahmen. Und welches Instrument sollte ein armes Kind spielen? Den Kamm? Instrumente kosten auch Geld. Wussten Sie das schon? Um ein Instrument spielen zu können, benötigt man es zu Hause, weil man täglich üben muss. Ich weiß, wovon ich spreche. Und wenn die Alternative Flöte oder Äpfel heißt, wie wird solch ein ungleicher Kampf ausgehen?

Sie wollen die Kinder davon befreien, dass sie sich bei der Tafel ernähren müssen, indem sie Schulessen finanzieren wollen. Naja, so haben sie es nicht gesagt. Ich habe nicht gelesen, dass sie es kostenlos abgeben wollten. 

Nur, wer hat denn die Kinder zu den Tafeln gejagt? Seit Schröder ist die Zahl der Tafeln explodiert. 1990 kannten wir Deutschen das überhaupt noch nicht. Schämen Sie sich nicht dafür? Ist das für Sie normal, dass Menschen von Essensspenden leben müssen? Sie könnten das doch ändern, in dem Sie sich dafür einsetzen und nicht nur per Blubberblase, dass Menschen in diesem Land endlich menschenwürdig leben können. 

Wer gibt Ihnen eigentlich das Recht, von der Warte der satten, zufriedenen Wohlstandsfrau auf die Menschen herabzuschauen, die keine Arbeit mehr finden. Haben Sie schon einmal bemerkt, dass nicht nur Drogenabhängige und labile Menschen keinen Job mehr finden? 

Haben Sie noch nicht gemerkt, dass auch Ingenieure, Soziologen und andere hochgebildete Menschen, einschließlich gut ausgebildeter und kompetenter Facharbeiter arbeitslos sind und keinen Job mehr bekommen? Warum diffamieren Sie diese Menschen, wo sicherlich manche gebildeter sind als Sie selbst? Wieso diffamieren Sie deren Kinder? Viele davon haben sicherlich ein liebevolleres Zuhause, als Ihre Kinder je gehabt haben? Wieso? Weil es so viel einfacher ist, uns gegeneinander zu hetzen? Weil es so viel einfacher ist, abgewertete Menschen in den Schmutz zu treten? Weil es so viel einfacher ist diese Menschen für alles verantwortlich zu machen, was Sie selbst zu verantworten haben?

Kaiser Wilhelm II. hat einmal gesagt:



„Die Unternehmer und Aktionäre müssten nachgeben, die Arbeiter seien seine Untertanen (Anm. des Kaisers), für die er zu sorgen habe; wollten die industriellen Millionäre ihm nicht zu Willen sein, so würde er seine Truppen zurückziehen; wenn dann die Villen der reichen Besitzer und Direktoren in Brand gesteckt, ihre Gärten zertreten würden, so würden sie schon klein werden“ 


Kaiser Wilhelm II. war sicherlich kein Linker!

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