Sonntag, 11. April 2010

Das klingt glaubhaft

Die Kartoffel ist dort, wo sie hin gehört.

Der polnische Präsident kann landen wo immer er will!“ Soll er gesagt haben. Das hört sich für mich völlig glaubhaft an. Er war immer ein Querulant.

Ich kann die Polen nicht verstehen. Er soll für sie da gewesen sein. Na, du meine Güte. Seit wann ist ein Präsident eines Landes für die kleinen Leute da? Er war ein rigider Katholik, der sein Land wieder in mittelalterliche Zustände geführt hat. Ich glaube nicht, dass er je gesehen hat, wie seine Landsleute auf den flachen Land, irgendwo am Ende der Welt bzw. Polens gelebt haben. Er hat nicht gesehen, wie sich sich durchwursteln müssen, ohne Einkommen, ohne alles, der EU ausgeliefert. 

Er hat sicherlich ihr hochentwickeltes Ego gestreichelt, das mag sein, aber nicht ihren Brotkorb gefüllt. Letzteres wäre wichtiger gewesen.

Die polnischen Elite wäre umgekommen, meint Walesa. Polens Elite umfasst knapp 100 Leute? Traurig, traurig. Naja, wenn Politiker und ein Militärs die ganze Elite darstellen sollen - armes Polen. 

Das sind für mich nur Pseudoeliten. Zur Elite zählt in meinen Augen nur, wer Außergewöhnliches leistet als Schriftsteller, Arzt, Physiker, Chemiker oder Philosoph, Erfinder oder Ähnliches.

Deutschland trauert um den polnischen Präsidenten. Ich nicht. Mir ist dieser komische Gnom völlig egal. Bin ich deshalb nicht Deutschland?


Kommentare:

  1. Und der freundliche Handwerker, der Deine Waschmaschine repariert, zählt nicht zur Elite? Oder die Krankenschwester, die sich im Krankenhaus um Dich kümmert?
    Oder die Erzieherin, die trotz Niedriglohn, immer freundlich und gelassen mit den ihr anvertrauten Kindern umgeht?
    Oder die Altenpflegerin, die trotz befristetem Arbeitsvertrag, alte Menschen beim Sterben begleitet?
    Lasst uns einfach mal über den Begriff der gesellschaftlichen Elite reflektieren.

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  2. Nein, die gehören nicht zur Elite. Mir gefällt der Begriff Elite im Grunde genommen nicht so richtig, habe aber keinen besseren. Er klingt abgehoben und überheblich. Das liegt aber an der missbräuchlichen Verwendung des Begriffes heutzutage. Womit ich mich anfreunden kann, ist ihn in der Richtung zu benutzen, der eine geistige Elite meint, die außergewöhnliche Leistungen erbringt. Dazu würde ich mich nicht zählen und auch den freundlichen Handwerker, der meine Waschmaschine repariert und die Erzieherin und die Altenpflegerin nicht. Geistige Eliten sind in meinen Augen diejenigen, die die Menschheit voranbringen, sei es auf kulturellem Gebiet, wie eben ein Schriftsteller oder der Chemienobelpreisträger als Beispiel. Ich würde auch einen Unterschied zwischen Schriftsteller und Autor machen. Jemand der Axolotl Roadkill oder Feuchtgebiete schreibt, den würde ich nicht zur Elite zählen. Das wäre für mich schon so einer wie Walser oder Heym. Eine gesellschaftliche Elite in dem Sinne, wie der Begriff heutzutage inflationär gebraucht wird, sehe ich nicht. Ich sehe nicht, dass Wirtschaftsbosse, Politiker oder gar Militärs die Menschheit voranbringen, eher im Gegenteil. Sie überheben sich nur über uns, ohne eine überragende Leistung zu erbringen, die der Menschheit hilft. Ich will auch den Begriff Elite nicht so verstanden wissen, dass diese Menschen meinen, sie seien etwas Besseres. Wer wirklich eine geistige Größe ist, der ist nicht überheblich, der hat das nicht nötig. Der weiß, was er an seinen Assistenten hat, der weiß, dass er ohne Putzfrau im Schmutz ertrinken würde, also er weiß, dass die meisten Arbeiten gesellschaftlich wertvoll sind. Elitär also im Sinne von: ausersehen, auserwählt, ausgesucht, ausgewählt, berufen, erstklassig

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  3. und Deine "geistige Elite" sieht sich auch so? Überleg mal, wer alles den Friedensnobelpreis bekommen hat.

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  4. Das sind doch schon wieder Politiker und politische Entscheidungen. Und eine wirkliche geistige Elite würde solch ein Ausdruck weit von sich weisen, wie ich schon oben geschrieben habe. Und ich will auch nicht, dass das in Anführungszeichen gesetzt wird. Anführungszeichen drücken Missachtung aus. Zur Verständigung: Ich glaube, dass jedwede Arbeit (bitte keine Haarspaltereien, ich sage das jetzt mal so ganz allgemein)nützlich und erbracht werden muss, damit unsere Gesellschaft funktionieren kann. Die Menschheit hat sich nun mal durch Arbeitsteilung weiterentwickelt. Es sei dahingestellt, ob zum Guten oder Schlechten. Das ist nicht die Frage. Jede Arbeit ist für mich gleichwertig, egal ob Putzfrau oder Chef. Einer kommt ohne dem anderen nicht aus. Das heißt aber nicht, dass alle Menschen gleich sind. Menschen mit großer Intelligenz haben uns als Menschheit weitergebracht. Was wäre die Welt ohne Goethe, Mozart, Rubens, ohne Einstein, Newton oder Kopernikus und Galilei? Ja, wir würden weiterleben, die Welt würde nicht untergehen, aber wir wären auch um vieles ärmer. Ich glaube, dass ich genau das in meinem vorigen Kommentar gesagt habe. Und wir können froh sein, dass es Menschen gibt, die sehr viel mehr können als man selbst. Das ist nicht von irgendeinem Preis (den ich oben nur als Beispiel zur Verdeutlichung angegeben habe)abhängig. Und das zu verleugnen oder in Anführungszeichen zu setzen, das finde ich nun mal wiederum überheblich.

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  5. Diesen Beitrag fand ich auch sehr interessant: http://oeffingerfreidenker.blogspot.com/2010/04/zwischen-parallelwelten-und-der.html

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  6. Danke Jürgen, den kenne ich schon, da ich den Blog abonniert habe. Der Post ist gut und beleuchtet halt die lancierte Vorstellung wer sich als Elite versteht, als ob man das möglich wäre.

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