Sonntag, 23. Mai 2010

Das finde ich äußerst blauäugig

Naja ein Herrn Franz, seines Zeichens Betriebsratsvorsitzender von Opel, ist in meinen Augen entweder gekauft oder hoffnungslos dumm. Er hat wahrscheinlich das kapitalistische System immer noch nicht begriffen. Nach 20 Jahren Wiedervereinigung und dadurch Öffnung der Tür zur Rückkehr eine Manchesterkapitalismus hat er noch nicht geschnallt, was läuft. Oder doch? Ist er nur hinterhältig?

Die armen Schw... der Belegschaft. Sie haben sicherlich nicht freiwillig auf Geld verzichtet. Sie sind erpressbar, ohne funktionierende deutsche Gewerkschaften, ohne einen kämpferischen Betriebsrat.

Die Vereinbarung sieht vor, dass die Beschäftigten bis 2014 jährlich auf 265 Mio. Euro an Löhnen verzichten. Davon entfallen 176,8 Mio. Euro auf die deutschen Opelaner. Die Gelder sollen bei einem Treuhänder geparkt und in neue Modelle investiert. (überall nachzulesen, deshalb ohne Link)

Lustig fand ich, als Franz meinte, dass das Geld wieder an die Werktätigen zurückflösse, wenn die Zusagen von Opel wegen neuer Modelle nicht eingehalten werden würde.

*Kicher*, also neeee ... wie kann man denn so etwas glauben ... Das ist doch Dummheit hoch 3. Es soll außerdem keine betriebsbedingten Kündigungen geben *lach*. Na irgendeinen Weg wird Opel schon finden, in ihren Augen überflüssige Leute wegzugraulen. Outsourcing etc. pp. z.B. Hat Herr Franz schon mal dran gedacht? Und was nützt den Werktätigen dort das sogenannte zwischengeparkten Geld ( :D - ein Schelm wer Arges denkt), wenn doch ein Werk geschlossen wird, nach einer Anstandsfrist? Und womit soll jemand investieren, ohne das Geld? Dann ist es eh weg. Und wenn Opel dann in neue Modelle investiert, muss wohl mal die Frage gestellt werden: Mit welchem Geld, soll wer das Auto dann kaufen können? Vergessen wir nicht: Es gibt immer noch eine Überproduktion von Fahrzeugen und die trifft auf eine immer geringere Kaufkraft.

Herr Franz, kann man soooo blauäugig sein? Welcher Job wurde Ihnen angeboten? Irgendeiner im Management?


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