Dienstag, 18. Mai 2010

Die schwäbische Hausfrau

Staaten können keine schwäbische Hausfrau spielen. Die schwäbische Hausfrau verhält sich betriebswirtschaftlich. Staaten müssen sich volkswirtschaftlich verhalten. Zur Volkswirtschaft gehören aber nicht nur DAX-Unternehmen und der Export. Zur Volkswirtschaft gehört die selbständige Friseuse, der Klempnermeister, der Taxiunternehmer und der Bäcker, der Gastwirt und der Fleischer. Zur Volkswirtschaft gehören aber ebenso der Mittelständler, der in Deutschland produziert und in Deutschland - und ausschließlich in Deutschland - seinen Absatzmarkt hat. Schulen und Straßen gehören ebenfalls zur Volkswirtschaft, Krankenhäuser u.a. und ein öffentlicher Dienst, der endlich wirklich ein öffentlicher Dienst sein sollte, der das Wort DIENEN in den Mittelpunkt seines Wirkens stellt. All das muss am Laufen gehalten werden.

Nach gängiger Vorstellung unserer Regierenden leben all die Menschen, die das städtische und ländliche Leben am Leben halten über ihre Verhältnisse und es muss bei ihnen kräftig gespart werden. Das ist eine schlaue Einstellung aus Sicht der Herrschenden. Sie geben virtuelles Geld aus als Schutzschirme für Banken, Staaten usw. und kassieren reales Geld - unseres. Die Auswirkungen unserer Ausplünderung interessiert nicht, da unsere Regierenden unter dem Diktat z.B. eines Herrn Ackermann stehen. 

Wir sollen den Gürtel enger schnallen. Warum wir? Hat nicht ein Herr Ackermann kürzlich durch die Hintertür kräftig virtuelles Geld abgesahnt, was er in richtigen Geld ausgezahlt bekommen hat? Geld, was den Schulen fehlt, den Kindergärte, den Straßen. Wir sollen den Gürtel noch enger schnallen! Wer soll dann in eine Gaststätte oder zum Friseur gehen, den Klempner, Elektriker holen? Wo wollen Mittelständler ihre Waren absetzen? Und was passiert mit unserer "wundervollen" Exportwirtschaft, wenn diese irrationale deutsche Haltung anderen Ländern aufgezwungen wird? Wer kauft dann noch unsere Produkte bzw. kann sie kaufen? Meines Wissens haben wir keine Aliens entdeckt irgendwo in den Tiefen des Weltalls, dort wo nie zuvor ein Mensch je gewesen war, die einspringen könnten. 

Den Fettaugen auf der Sauce interessiert das nicht, solange sie ihrem eigenen Messieverhalten zu Geld frönen können. Und wir? Was wird aus unseren Städten und Dörfern? Was soll aus unseren Kindern werden? Und warum dulden wir das immer noch? 

Wichtiger ist dazu die Frage: Wann wird diese Politik den nächsten Diktator hervorbringen, der die Gunst der Stunde zu nutzen weiß?

Kommentare:

  1. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis wieder ein öffentlichkeitswirksamer Populist, der auch von den bürgerlichen Medien unterstützt wird (wichtig!), an die Macht kommt. Bei soviel Frustration, Wut und Resignation in der deutschen Bevölkerung ist es dann ein leichtes, nach und nach alle Bürgerrechte abzubauen und für die "harte Hand" zu sorgen.

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  2. Sehe ich auch so und ich glaube bei meinen "paar" Jahren noch auf dieser Welt, werde ich das noch erleben müssen.

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