Mittwoch, 9. Juni 2010

Einer nach dem anderen

Erst Griechenland, dann Spanien, Portugal, Italien ... Jetzt haben die Finanzhaie Frankreich und die Niederlanden im Blickfeld. Staatsanleihen der beiden liegen schwer wie Blei.

So macht die Erpressung der Staaten die Runde. Die Finanzspieler wissen, dass die Staaten mit Milliarden für alles, was sie anstellen gerade stehen. Sie werden gewinnen! Wir werden verlieren! Wir, die Normalos, die immer mehr durch unsere Regierungen enteignet werden. 

Wir haben noch unser T-Shirt. Man will es uns rauben. Ein T-Shirt ist noch ein Bekleidungsstück zuviel. Sie wollen uns nackt auf den Knien vor sich haben. Nackt und nach dem Lebensnotwendigen bettelnd. 

Irland, Griechenland, Spanien, Portugal, Italien, Frankreich, Niederlande, Dänemark, Deutschland, Osteuropa - habe ich noch jemanden vergessen? 

Die alle sind gerade dabei, ihren Bürgern das T-Shirt vom Leibe zu reißen. Sie verschanzen sich hinter einen EU-Vertrag mit einem festgelegten Verschuldungsprozentsatz. Sie sind gerade dabei, ihre Länder in den Abgrund zu fahren, unaufhaltsam, im Namen einer Ideologie, die nur einer Sorte Mensch erlaubt, zu leben: den Geldmessie. Alles ist ihm unterzuordnen. Wir, die Natur, die Tiere, die Bodenschätze - alles. 

Er steigt unaufhaltsam empor - der Geldmessie - auf einer Leiter, gebildet von Leichen geopferter, ihm geopferter. Er stürmt den Gipfel, um den Mantel des heiligen Martin um unsere nackten Körper zu legen, aber nur um diejenigen, die ehrerbietig zu seinen Füßen liegen, irgendwo im Staub, als Wurm sich windend.

Er vergisst, dass auch der höchste Gipfel einmal endet und dass er unweigerlich fallen wird. Ins Nichts! Kopflos.

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