Sonntag, 13. Juni 2010

Ich liebe Kapitalismus

Heute in den Nachrichten von n-tv habe ich eine aufregende und hoffnungsvolle Nachricht gehört. Unternehmen übernehmen dort die Verantwortung, wo der Staat sie nicht übernimmt. Ist das nicht fantastisch? In Deutschland? Nein, in Südafrika! So wurde berichtet, dass - wie wir ja auch wissen - Südafrika mit AIDS zu kämpfen hat. Da der südafrikanische Staat nichts gegen die Eindämmung der Krankheit übernimmt, sind nun die Goldminenbesitzer eingesprungen. Sie legen Programme für Jugendliche auf. - Und hier wieder mal lässt die Fußball-WM grüßen. - Es werden Fußballklubs von den Unternehmen finanziert, wo die Jugendlichen auch über AIDS aufgeklärt werden.
Dumm nur, war, dass bei dieser soooo positiven Meldung noch ein Kommentator eingeschaltet wurde. Der verriet mal wieder alles, was eigentlich unter den Tisch gekehrt werden sollte.

Er sagte sinngemäß, dass das Geld gut angelegt wäre. In den Fußballklubs würden die Arbeiter für die Minen herangezogen. Das koste Geld und man könne es sich einfach nicht leisten, diese Arbeiter dann durch AIDS zu verlieren. Dann wäre das Geld für umsonst ausgegeben. 

Na, da haben wir doch wieder den Kapitalismus, wie er leibt und lebt. Man füttere die Sklaven und stecke sie dann in die Mine, damit sie das Futter wieder abarbeiten.

Ich revidire mich: Ich liebe den Kapitalismus doch NICHT!

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