Sonntag, 6. Juni 2010

Sind wir nicht bald genau wieder an dieser Stelle

Gestern habe ich im Fernsehen eine Doku gesehen. Da kamen mir so einige Gedanken. In Frankreich hat man beim Bau einer Autobahn archäologische Funde gemacht, die das Leben der einfachen Menschen dokumentierten. Die Archäologen konnten sich eins nicht erklären. Sie fanden ganz primitive Bauernhütten aus der merowingischen Zeit und wunderten sich, da in römisch-gallischer Zeit, solch eine Primitivität nicht vorgefunden wurde. 

Ich spekuliere einmal: In römisch-gallischer Zeit und dann fortgesetzt wurde die Bevölkerung bis auf das letzte Hemd ausgeplündert. Die Zivilisation brach zusammen. Eine Zivilisation kann nur auf realen Gütern aufgebaut werden. Geld ist ein Nichts.
Mir kam eben dieser vorgenannte Gedanke, wenn ich mir so betrachte, was die deutsche Regierung mit ihrer Bevölkerung vor hat. Letztendlich läuft alles auf den Untergang unseres Lebens in diesem Land, wie wir es bis jetzt gekannt haben, heraus. So ein Untergang geht nicht von heute auf morgen. Er verläuft schleichend. Erst ein Schritt, dann der nächste Schritt und weiter geht's, immer auf den Abgrund zu.

Die gesellschaftliche Alternative wurde totgerüstet und diese Alternative hat selbst einen gewaltig großen Anteil daran, dass sie untergegangen ist. Ihr physischer Untergang hat aber nicht gereicht. Psychisch wird hier und heute durch Regierung und Medien alles getan, um niemals wieder einen Gedanken an eine Alternative aufkommen zu lassen. Nach der Beseitigung der Alternative konnten die Unternehmen sich hemmungslos globalisieren, einen Raubzug durch die ganze Welt starten. Sie mussten auf nichts und niemanden mehr Rücksicht nehmen. Einher ging damit die Verarmung der Menschen auf der ganzen Welt. In der 3. Welt wurde der Boden geraubt, vergiftet, die Menschen verjagt in Hunger und Tod. In den Schwellenländer schuften Menschen unter den unwürdigsten Bedingungen, damit die Geldmessies immer mehr von diesem Geldplunder anhäufen können. Und wir, wir müssen gezwungenermaßen dies unterstützen, weil wir uns in der Regel nur noch Dinge für den täglichen Bedarf leisten können, die unter unsäglichen menschlichen sowie tierischen Bedingungen produziert werden. Es sei denn wir wollten nackt herumlaufen und uns auf dem Balkon versuchen, selbst zu versorgen. Diejenigen von uns, die keinen Platz mehr in der Welt der Geldmessies finden, beraubt man ihrer Menschenrechte und setzt sie auf Schmalhans Küchenmeister, diffamiert sie, damit andere Angst haben, in die gleiche Situation zu geraden. 

Du bist ein Nichts, falls du nicht für die Geldmessies schuftest. Und dieses Schuften für die Geldmessies wird noch als deutsche Tugend geprießen und hat sich in die Hirne vieler Menschen genau so eingenistet. 

Die deutsche Tugend ist es, zu arbeiten. Nur durch die Arbeit wird man zum Menschen.

Sicherlich ist da etwas dran, aber es sollte schon selbstbestimmte Arbeit sein. Es sollte schon kein Schuften für Geldmessies sein, denn dann ist die Arbeit keine Tugend, sondern Sklavenarbeit.

Zwischenzeitlich wird daran gearbeitet, den Lebensstandard der Bürger weiter abzusenken, der sicherlich im Laufe der Zeit ins Bodenlose fallen wird, und den lästigen Sozialstaat (gab es denn überhaupt so?) abzuschaffen.

Ich stelle mir dann so vor, wenn nach Hunderten von Jahren, falls es dann noch Menschen gibt,  sich Archäologen wundern werden, warum nach der Blütezeit einer Zivilisation, nichts mehr von ihr zu finden ist. Keine Kulturgüter, keine Häuser aus Stein ... Sie werden sich fragen, wie konnte das passieren ... So wie sich heute Archäologen fragen, wenn sie diese Behausungslöcher aus merowingischer Zeit sehen. 


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