Dienstag, 13. Juli 2010

Es nervt

Unsere Leyenspielerin nervt. Sie soll doch nur das Urteil des Verfassungsgerichtes umsetzen. Sie soll doch "nur" den wirklichen Bedarf der Kinder von H4-Familien durchrechnen lassen. Sie soll doch nur den Alkohol rausrechnen, die Windeln einbeziehen. Das Verfassungsgericht hat nicht von Gutscheinen gesprochen. Das Verfassungsgericht hat von kindgerechten Regelsätzen gesprochen. 

Und was macht diese Trulla. Sie denkt andauernd an Gutscheine für Musikschulen. Weil ja jedes Kind so scharf darauf ist Geige oder Klavier zu spielen. Vielleicht wie sie damals in ihrem spießigen Elternhaus. Es muss spießig gewesen sein, sonst würde sie nicht andauernd auf Musikschulen kommen, die Kinder besuchen sollen. Es nervt. 

Reicht es nicht, dass sie dafür sorgen soll, dass Kinder ausreichend und gesund ernährt werden können. 

Reicht es nicht, dass sie dafür sorgen soll, dass Kinder auch mal ein Spielzeug bekommen können, keins aus zweiter Hand, mal ein neu gekauftes. Auch das ist wichtig für das Selbstwertgefühl eines Kindes. Mal das haben zu können, was andere auch haben und nicht irgendetwas Abgelegtes von Wohlstandsbürgern. 

Müssen es immer Gutscheine für Musikschulen sein? 

Und wenn sie nun keine höhere Tochter ist, das Mädchen aus der H4-Familie. Wenn sie lieber Rap mag als Klavier und von Lady Gaga oder was auch immer schwärmt. Könnte sie sich nicht auch mal eine Scheibe kaufen? Mal in ein Konzert gehen, nur einmal ... in so ein klitzekleines Konzertchen. Nur einmal so sein, wie die anderen Mädchen der Klasse?

Was soll sie dann mit einem Gutschein? Und noch für eine Musikschule, obwohl gerade Glitzerketten angesagt sind. Was soll sie damit??? Sie würde doch lieber mal einen angesagten Titel downloaden, wenn das denn ginge, wenn mal ein paar Centchen übrig wären. Was sollte sie wohl mit dem Fetzen Papier anfangen?

Warum darf sie kein Geld in die Hände bekommen wie die Mädchen aus ihrer Klasse. Sowie Sandra,  deren Vater eine eigene Werkstatt besitzt und der säuft. Die hat alles. Ihr Vater dagegen ist sparsam und säuft nicht, schreibt eine Bewerbung nach der anderen und keiner will ihn. Ihre Mutter ist sauber und ordentlich und versucht immer etwas Gutes auf den Tisch zu bringen und versucht verzweifelt wieder in ihren Beruf  zurückzufinden. Und sie hat nichts, rein gar nichts. Ist das gerecht?  Sie kann doch nichts dafür, dass ihre Eltern keine Arbeit mehr finden. Sie doch ganz gewiss nicht.

Was soll sie mit einem Gutschein für eine Musikschule anfangen?

Kommentare:

  1. Es ist eine reine Bevormundung, denn die Menschen dürfen nicht einmal mehr selbst entscheiden, für was sie das Geld sinnvoll für ihre Kinder ausgeben möchten.
    Das die Kinder ebenfalls darunter leiden, wenn der Traum von einem eigenen Scateboard nur ein Traum bleibt, ist nicht als wichtig anzusehen.
    Außerdem lassen sich mit einem Gutscheinsystem Ausgaben einsparen, da sie nicht individuell zu gebrauchen sind.
    Einfach nur entwürdigend.

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  2. Ja, das ist Ziel der Übung, ja nichts ausgeben zu müssen. So ein Fetzen Papier ist geduldig, vor allem, wenn ihn niemand braucht.

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