Samstag, 7. August 2010

Das bisschen Haushalt

Der Haushalt ist immer noch Frauensache. Lt. Statistischem Bundesamt wenden Frauen in der BRD etwa 20 Stunden pro Woche für Hausarbeit auf, Männer nur 7.

Das kann man beklagen, besser: ändern. Dazu muss sich aber Frau bewegen. Frau muss ein anderes Verhältnis zur Hausarbeit sich selbst erarbeiten. 

Dass Männer so wenig an der Hausarbeit teilnehmen, liegt auch sehr viel an der Einstellung von Frau. Wenn Mann z.B. Staub wischt, so hat er Staub gewischt und Frau hat nicht das Recht, daran rumzumäkeln. 

Die Frage muss anders gestellt werden: Wieso meint Frau, dass nur sie fähig sei, Sauberkeit herzustellen? Dazu sollte sie sich mal die Frage stellen, ob es notwendig ist, alles so zu putzen, dass man vom Fußboden essen kann. Ich meine, dass es reicht, wenn die Teller sauber sind, dass man von denen essen kann. Man muss nicht jeden Tag die Wohnung wienern. Es muss nicht nach jedem Regen das Fenster geputzt werden. Keine Wohnung verkommt, wenn nicht jeden Tag Staub gewischt wird. 

Wieso lässt sich Frau einhämmern, dass sie jahreszeitliche Deko in ihre Wohnung bringen muss oder monatlich umdekorieren sollte. Wieso? Ich kenne keinen Mann, den das interessieren würde.

Hat sich Frau schon mal die Frage gestellt, warum bei der Wasch- und Putzmittelwerbung immer nur Frauen und ihre Töchter auftauchen? Wieso durchbricht sie nicht diesen hirnlosen Kreislauf? Männer können Waschmaschinen ebenso gut befüllen. Dazu benötigt man keine Qualifikation. 

Fühlt sich Frau etwa überlegen, wenn sie niemals ein Wäschestück falsch wäscht, aber ihr Mann? Gibt es nichts Sinnvolleres, womit sie ihr Ego streicheln könnte?

Warum lässt sie sich in die Putz-, Wasch- und Schuheecke drücken? Warum macht sie das mit? Sie geht doch nur den Konzernen auf den Leim, die ihr das einreden, damit sie Knete mit ihrem Unverstand machen können. 

Solange Frau ihre Einstellung nicht selbst zu den täglichen Dingen des Lebens ändert, muss sie nicht stöhnen, nicht jammern, weil sie fix und fertig ist. Sie ist selbst dran schuld. Änderungen in der Lebensweise können nur durch eine andere Einstellung ihrerseits erfolgen. Sie kann in unserer Welt niemals Anerkennung dafür erlangen, nur weil sie Staub wischt und so, dass die Augen sich verblitzen könnten.

In unserer Welt ist der Haushalt wirklich nur "ein bisschen Haushalt", falls man ihn nicht zu seinem Lebensinhalt erhebt.


Kommentare:

  1. Schöner Artikel. Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Frau, dass sie den Haushalt so im Griff hat. Ist wirklich nicht immer einfach. Ich als berufstätiger Mann versuche sie ein bisschen zu entlasten und nehme auch hin und wieder den Staubsauger in die Hand, geputzt wird nur einmal die Woche.

    LG Manfred

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    1. *g* Hallo Manfred, na toll, den Staubsauger hin und wieder :D LG PeWi

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