Montag, 16. August 2010

Ein deutsches Managerleben

1. Schritt: Man jammert. Man hat fast Tränen in den Augen ... Man ist doch total verarmt.

2. Schritt: Man appelliert an seine Angestellten und droht dabei: Entweder Eingeständnisse oder sie stehen alle auf der Straße.

3. Schritt: Die Angestellten haben ebenso Tränen in den Augen. Sie haben die Drohung nicht als solche verstanden. Sie zeigen sich solidarisch mit ihrer Familie. Sie verzichten. 

4. Schritt: Der Unternehmer frohlockt innerlich. Nicht lange drauf, fährt er wieder Gewinne ein, in der Höhe, in der er einen Gewinn wirklich als Gewinn versteht.

5. Schritt: Er will Steuern einsparen. Soweit käme es noch, dass er Steuern zahlt und sich am Gemeinwesen beteiligen würde. 

6. Schritt: Er wird Sponsor! Haut sein Geld den Millionären des FC Bayern in den Rachen.

Nachtrag: Seine Angestellen? Ach gibt es die? Sollen froh sein, dass er sie durchgefüttert hat und immer noch durchfüttert.

Kommentare:

  1. ach du meine Güte, ich bin selbt Managerin und wenn mein Arbeitsleben so wäre, wäre das ja echt traurig. Ich denke mir Ideen aus, die ich für sinnvoll halte, motiviere meine Mitarbeiter und bitte sie mir bei der Umsetzung zu helfen, indem ich ihnen erkläre, warum ich diese Ideen habe, überzeuge sie von der Sinnhaftigkeit und im Team fangen wir an, ein Flow Gefühl zu entwickeln, dass uns trägt...., bin wie gesagt auch deutsch und Manager :-)

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  2. So sollte auch ein Manager(in) sein. Nur sind diese in Deutschland wahrscheinlich sehr dünn gesät. Mein Beispiel ist Continental. Und das ist eins unter vielen. In der Regel ist der Mensch nur Nummer und Vermehrer des Reichtums einiger weniger. Leider. Ich freue mich, auch etwas von einem positiven Management zu hören. Ihr Unternehmen ist sicher klein. Aber so wie Sie arbeiten, ist es der beste Weg, tolle Leistungen erzielen zu können.

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  3. Was bitte ist ein Flow Gefühl? Aus welcher Sprache stammt diese Phrase? Pidgin? Gibt es nicht einen Unterschied zwischen (angestelltem) Mannacker und Untermehmer?

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