Sonntag, 1. August 2010

Jetzt kommen die Jahre mit dem fetten Gehalt.

Deutschlands Arbeitnehmer haben lange verzichtet. Doch nun wirkt die Demografie – Firmen werden ihre Leute besser bezahlen müssen. Welt-Online

Ich lache mich fast kaputt. Fast 8 Millionen Menschen sind ohne Arbeit oder unterbeschäftigt. Das ist die Wirklichkeit. Was versteht schon ein Welt-Online-Journalist unter "fettem Gehalt"? Sicherlich nicht das, was jeder darunter versteht. Können jetzt Arbeitnehmer, in der Zeit von massiver Leiharbeit, massivem Niedriglohn, Mini- und Teilzeitjobs, 1-Euro-Jobs und Bürgerarbeit aufatmen, soviel oder fast soviel verdienen wie ein Herr Ackermann? Der bekommt ein fettes Gehalt. Kommt jetzt wieder Vollbeschäftigung mit überlebensfähigen Löhnen und Gehältern? Wird der Staat keinen Lohn mehr subventionieren? Wird das Paradies Einzug halten?

Gewerkschaften wollen Druck machen und hohe Lohnabschlüsse erkämpfen. 3 % Erhöhung verstehen die als hohen Lohnabschluss. Das ist natürlich wahnsinnig hoch, da könnten die Arbeitnehmer richtige Orgien feiern, den Binnemarkt wie verrückt ankurbeln. Wenn ein Arbeitnehmer 1.500 EUR Brutto bekommt, sind das im Monat fette 45 EUR mehr - davon sind noch Steuern und Versicherungen abzuziehen. Das soll dann ein sogenanntes fettes Gehalt sein. Die Arbeitgeber bremsen schon.

Und wieso sollte ein Arbeitgeber jetzt mehr Gehalt bezahlen müssen? Ab nächstem Jahr wird der Arbeitsmarkt europaweit sein, ohne Einschränkungen. Raten wir mal, ob ein Rumäne ein fettes Gehalt in Deutschland erhalten wird.

Alles Drecksschreiberlinge.

Kommentare:

  1. Ich kann den Journalisten von Welt-Online schon verstehen. Aus Sicht der Wirtschaft muss dem kleinen immer mehr nachdenkenden Arbeiter eine Möhrrübe vor gehalten werden. Jetzt wo immer mehr Leute anfangen nachzudenken, muss man doch die Träume und Wünsche der Arbeiter ansprechen, damit weiterhin still, leise und ohne zu murren der Geldbeutel vom Arbeitgeber gefüllt wird.

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  2. Ja, so kann man es auch sehen. Da muss ich dir völlig recht geben.

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