Donnerstag, 19. August 2010

Leipzig = Las Vegas

Leipzig. Die Leipziger Energiebörse EEX hat das erfolgreichste erste Halbjahr ihres zehnjährigen Bestehens hinter sich und will weiter nach oben. In den kommenden fünf Jahren soll die einzige deutsche Börse für Energieprodukte zur führenden Energiebörse in Europa aufsteigen. „Es müsste wirklich mit dem Teufel zugehen, wenn es nicht weiter nach oben gehen würde“, sagte Vorstandsvorsitzender Hans-Bernd Menzel am Donnerstag bei der Vorstellung der Halbjahresbilanz. Die EEX hat derzeit 256 Handelsteilnehmer in 22 Ländern. LINK

Na, da können'se aber stolz sein. Die Börse ist zwar unnötig wie'n Kropf, aber es wir gejubelt. Man hat Gewinne generiert wie verrückt. Gewinne wovon? Und wer? Was wird dort gemacht?

Wenn wir es ganz simpel betrachten, wird ein fertiges Produkt in ein Spielcasino gebracht. Dort hinein kommen täglich irgendwelche Spielertypen, die um das dortige Produkt rangeln und zocken.

Nichts würde passieren, wenn der Warenkreislauf vom Anbieter zum Kunden direkt gehen würde. 

Aber nein, da muss eine Zwischenstufe eingebaut werden - nicht mal eine seriöse. Da muss gezockt, die Preise in die Höhe getrieben werden. Ist es Nervenkitzel? Ist es Geldgier? Oder was ist es, dass ein Gemeingut den Spielern zum Fraße hingeworfen wird? Und dann klopfen sich irgendwelche Heinis auf die Schultern. Der dumme Bürger muss ja zahlen, das Produkt und den Zockergewinn einiger Weniger. Und das soll nun erfolgreiche Wirtschaft sein?

Da wünschte ich mir einen Jesus zurück, der die Wucherer vor dem Tempel weggejagt hat. Nur, würde der nicht sofort als Linksradikaler eingestuft werden?

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