Mittwoch, 11. August 2010

Na was denn nun

Wir werden pflegebedürftiger, weil wir älter werden. Die Alterseinteilung für Pflegebedürftigkeit beginnt bei 60! Sicherlich wird es auch 60-jährige Pflegebedürftige geben, wie es 50-jährige oder auch 10-jährige Menschen gibt, die durch schwere Krankheiten und Leiden gepflegt werden müssen. Wenn man aber bei 60 anfängt, die Menschen als pflegebedürftig in eine Schublade zu stecken, wird die Zahl riesig. 

Nun stellt sich folgende Frage. Wenn man Menschen ab 60 unterstellt, dass sie schon zu Pflegebedürftigen gerechnet werden können, rein statistisch versteht sich, wer soll dann bis 67 arbeiten?

Die Arbeitgeber sind noch rigoroser. Sie wollen die Rente ab 70. Also nichtarbeitsfähige Menschen, die in den Pflegeheimen vegetieren, sollen arbeiten - bis 70. Nichts anderes bedeutet das, wenn man den Statistiken folgen will.

Nun kollodiert diese statistische Aussage mit einer anderen, dass Menschen ab 60 noch nie so vital und lebendig waren wie heute. Ups, wie denn nun?

Die Lebenserwartung wäre so hoch, sagen die Arbeitgeber und auch diejenigen, die das umsetzen müssen, was die selbsternannten Eliten fordern. 

Untersuchungen stützen diese These der immer älter werdenden Gesellschaft nicht. Man hat die Deutschen gruppenweise untersucht. Einesteils die Malocher und diejenigen mit Tätigkeiten die nicht im höheren Management oder hochpreisig freiberuflich tätig sind. Die hat man mit denen verglichen, die hochpreisig freiberuflich tätig sind und im Management arbeiten. Bei der ersten Gruppe wurde festgestellt, dass sich die Lebenserwartung nicht erhöht hat. Also diejenigen, die die Arbeit für die Gesellschaft machen, sterben genauso schnell oder langsam wie vor Jahren. Eine Erhöhung der Lebenserwartung ist bei der anderen Gruppe gegeben und zwar eine massive Erhöhung deren Lebenserwartung. Man machte das am Beispiel eines Ärzteehepaares fest, welches eine fast 90-jährige Lebenserwartung vorweisen konnte.

Wenn ich diese Untersuchung kenne, dann kennen die auch die Creme und die Entscheider der Gesellschaft. Sie treiben in perfides Spiel mit uns. Die Arbeitgeber bzw. die dahinter stehenden gesellschaftlichen Schichten wollen sich aus der Verantwortung stehlen, die sie für diejenigen haben, die ihren Reichtum erwirtschaften. 

Arbeiten dürfen wir für sie, ihren Reichtum mehren auch. Dann, wenn wir alt und abgearbeitet sind, sollen wir von Almosen leben, möglichst so schnell wie möglich sterben. Am liebsten möchten sie die Rente ganz abschaffen. Bei einem Renteneintrittsalter von 70 wäre das so gut wie geschafft.

Kommentare:

  1. Ich finde dazu auch keine Worte mehr.
    Was sich hier abzeichnet, ist einfach nur schrecklich.

    AntwortenLöschen
  2. Krisen müßen anders bedacht werden.
    Wenn es so wenige Jungen gibt die arbeiten können und Sozialabgaben abzudrücken für die Rentner,dann müßen diese auch bessere Löhne bekommen.
    Mit Billiglöhnen kommen wir da nicht weiter.
    Den Unternehmen fällt dies schwer zu bergreifen.
    Sie haben in den letzen Jahren nur an sich gedacht und nicht an den Staat.
    Im gegenteil sie forderten immer einseitig vom Staat Hilfen an und die Gewinne strichen sie sich zu.Verluste dem Staat.
    In Zukunft müßen die Gehälter der Unternehmer wieder in normale Verhältnisse gerückt werden.
    Sie haben die Gehälter aus Amerika geholt und den blanken Kapitalismus nach Europa geholt.
    Darum stehen wir heute da wo wir stehen.
    Deutschland zu einem Billiglohn zu machen war der Untergang.
    Dadurch wurden die Sozialkassen geleert.
    Jetzt fordern die selben die Rente mit 70,obwohl sie alle ab 55 aus ihren Betrieben werfen.
    Wann mahnt mal jemand das Verhalten der Unternehmen an?

    AntwortenLöschen
  3. Unternehmen können leider nicht angemahnt werden, sie müssen gezwungen werden, durch andere Gesetze, durch Arbeitskampf, der das Wort auch verdient. Womit ich nicht ganz konform gehe, ist, dass es zu wenig Junge gäbe. Die Arbeitsproduktivität in Deutschland ist so hoch, dass es nicht erforderlich ist, dass Massen von jungen Leuten da wären. Wo wären denn für die die Arbeitsplätze? Ja, so sehe ich das mit dem Billiglohnland auch. Im Gegenzug haben sich die paar Oberprozente von der Finanzierung Deutschlands verabschiedet. Arme müssen für Arme aufkommen. Sehr seltsam, aber auch tötlich für Deutschland.

    AntwortenLöschen

Ich freue mich, dass du kommentierst. Nur beachte bitte:

Kommentare, die rassistisch sind, Hetze gegen bestimmte Personengruppen verbreiten und im Gossenjargon angefertigt werden, sind Spam und werden von mir nicht veröffentlicht. Außerdem mache ich bei unsachlichen und nicht zur Sache gehörenden Kommentaren sowie doofem Gelabere von Trollen von meinem Hausrecht gebrauch.