Sonntag, 1. August 2010

Undank ist der Weltenlohn

Dass christliche Politiker auf ihren PC's herumhämmern können, haben sie auch ihren Müttern, Vätern, Großmüttern und Großvätern verdanken. 

Dass christliche Politiker Brot so essen können, wie es das in Deutschland gibt, haben sie auch ihren Müttern, Vätern, Großmüttern und Großvätern zu verdanken.

Dass christliche Politiker lernen konnten, studieren durften, haben sie auch ihren Müttern, Vätern, Großmüttern und Großvätern zu verdanken.

Andere Kulturen ehren ihre Vorfahren, ehren ältere Menschen, ehren die Mütter, Väter, Großmüttern und Großväter.

WIR NICHT!

Unsere christlichen Politiker würden am liebsten ihre Mütter, Väter, Großmütter und Großväter abschaffen, sie in Armut verkommen lassen, sie zu Bittstellern werden lassen. 

Sie achten nicht die Verdienste, die ihre Ahnen und ihre Familienmitglieder Deutschland erwiesen haben. 

Unsere christlichen Politiker meinen, dass diejenigen, die ihr ganzes Leben gearbeitet haben, den Reichtum Deutschlands erarbeitet haben - auch ihren - nun, da sie in den Ruhestand getreten sind, am besten auch gleich ihre Auflösung bekannt geben sollten. 

Unsere christlichen Politiker denunzieren ihre Mütter, Väter, Großmütter und Großväter als Ausbeuter ihrer Kinder, Enkel und Urenkel. 

Westpolitiker wissen das nicht anders. Sie sind in einem System groß geworden, wo derjenige der Sieger ist, der am besten lügen kann. Ihre Eltern und Großeltern leben mehrheitlich in einer anderen Welt. 

Aber ein Herr Tillich muss das wissen. Seine Mutter, sein Vater haben schwer gearbeitet, haben ein Land, eine Region mit aufgebaut. Warum erweist er seinen Eltern keine Achtung? Er, der erst in der DDR alles zu seinen Gunsten ausgenutzt hat und jetzt wieder wie ein Fettauge obenauf schwimmt? Er, der Wendehals? Wie sieht die Rente seiner Eltern aus? Sicherlich nicht weltbewegend. Beuten seine Eltern ihn und seine Kinder  etwa aus?

Was wäre gewesen, wenn seine Eltern damals gesagt hätten: Ach, ein Kind? Ein Kind macht Mühe, ein Kind macht Arbeit, ein Kind bedeutet durchwachte Nächte, wenn es krank ist. Ein Kind bedeutet Rücksichtnahme. Ein Kind bedeutet auch Sorgen, wenn es Sorgen hat, wenn es in die Flegeljahre kommt, wenn es seinen ersten Liebeskummer hat. 

Waren seine Eltern nicht an seiner Seite, als er sie brauchte? Haben seine Eltern ihn nicht eingekleidet, ihn Liebe geschenkt, Spielzeug, unvergessliche Nachmittage? Haben seine Eltern nicht alles für ihn getan, damit er studieren konnte? Haben sie ihn nicht unterstützt und mit ihm gebangt, als er bei den DDR-Grenztruppen war? Haben sie nicht gehofft, dass gerade bei ihm kein Republikflüchtling über die Grenze ging und ihn in Gewissensnöte bringen würde. 

Gewissensnöte? Ich glaube, die hätte er auch damals nicht gehabt, sonst würde er nicht heute vehement dafür eintreten, dass die Rentengarantie aufgehoben werden soll. Dabei tut er so, als ob es sich für den einzelnen Rentner um Reichtümer handeln würde. Es sind nur Kleinbeträge, die aber, wenn sie nicht mehr da sind, den Rentner empfindlich treffen würden.

Haben das seine Eltern verdient?

Haben dass die Eltern und Großeltern in Deutschland alle verdient? Ist das eine christliche Einstellung?


Von einem FDP-Politiker erwarte ich nichts anderes.

Was wird einen christlichen Politiker erwarten, wenn er am Lebensende vor dem Weltenrichter steht. Er wird als zu leicht befunden werden. Er darf nicht erwarten, dass sein Gott ihm die Nichtachtung seiner Ahnen verzeiht. Soweit geht auch seine Liebe nicht. Wenn diese christlichen Politiker nicht einmal fähig sind, ihre 10 Gebote, die von ihren Gott kamen, einzuhalten, was erwarten sie dann?


Oder tun sie nur, als ob sie christlich wären?



1 Kommentar:

  1. Wahrlich, mein Freund, gut gesprochen. Christlich? Nicht einer unter ihnen ..
    Lg,

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