Mittwoch, 22. September 2010

Hunger

Da beweihräuchern sich Politiker, auch eine Merkel. Sie schwadronieren über den Hunger in der Welt, den sie selbst mit verursachen. Sie lassen es zu, dass mit Nahrungsmitteln gezockt wird. Durch Spekulation stiegen die Preise von Lebensmittel in Himmelhöhe. Arme Menschen in Afrika oder Südamerika auch in Asien können sie sich nicht mehr leisten. Sie hungern. Kinder sind verloren. Was soll aus einem Kind werden, was am Rande des Verhungerns ist? Seine geistige Entwicklung ist für immer unterbrochen. Man stiehlt dem Kind die Zukunft.

Spekulanten, Millionäre, Milliardäre rauben diesen Kindern die Zukunft. Sie haben willfährige Helfer in den jeweiligen westlichen Regierungen, die demokratisch sein wollen. Keiner von denen will den Börsen für Nahrungsmittel einen Riegel vorschieben.

Ich bin Gegner der Todesstrafe, aber für diese Spekulanten beantrage ich sie. Damit sie eine Null mehr auf ihrem Konto haben, müssen Millionen von Menschen sterben. 

Das nenne ich Massenmord mittels Börse!


Kommentare:

  1. Liebe PeWi,

    "Ich bin Gegner der Todesstrafe, aber für diese Spekulanten beantrage ich sie."

    Diese Aussage meinst Du doch nicht ernsthaft oder doch?
    Wenn doch, was erhoffst Du Dir davon? Glaubst Du wirklich, dass sich dadurch etwas ändert?
    Für mich ist dieser Satz hilfloses, BLIND-wütiges umsichschlagen.
    Die einzige Möglichkeit diese Zusände zu ändern, ist neue Wege des Zusammenlebens zu suchen und zu verwirklichen. Echauffieren allein spielt dem System nur in die Hände. Davor fürchtet sich die selbsternannte Elite nun wirklich nicht. Ganz im Gegenteil. Sie sehen sich nur darin bestätigt, dass das Volk zu blöde ist die Dinge selbst in die Hand zu nehemen. Und da muss ich ihnen, zu meinem Bedauern, zustimmen.

    Übrigens, gegen Todesstrafe sein, aber in diesem Fall dann doch, ist genauso unmöglich, wie ein bißchen Schwanger zu sein. Im Falle der Todesstrafe gibt es nur entweder dafür oder dagegen.

    Liebe Grüße
    Margitta

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  2. Ohja, ich meine es so. Und ich hasse diese Bagage. Wer Millionen tötet, hat es selbst verdient. Und ebenso weiß ich, dass wir nichts dagegen tun können. Wer das denkt, mit welchen Mitteln auch immer ist naiv. Innerhalb unserer sogenannten Demokratie ist das unmöglich. Eigentlich gibt es nur einen Weg und der ist nicht durch Wahlen erreichbar. Es geht auch nicht darum, ob wir zu blöd sind, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Das geht schlicht und ergreifend einfach nicht. Falls es wirklich mal zu der Situation käme, dass die kleinen Leute mal wirklich zusammenhielten und dass sie wirklich durch irgendjemanden vertreten werden würden, dann würde das Militär zum Einsatz kommen. Neue Wege des Zusammenlebens? Das sind nur Träume. Ohne die Klärung der Frage, wem gehören die Produktionsmittel wird nur am System herumgedoktort, ohne dass es je ins Wanken gerät. Das fürchten die sogenannten Eliten ebenso wenig. Die haben nur Angst, dass es zu Revolten kommt. In 30 Ländern der Erde kam es in diesem Jahr schon zu Hungerrevolten. Was denken Sie, warum hier im Land so eifrig Daten gesammelt werden und da meine ich NICHT das lächerliche Streetview. Und warum soll immer und immer wieder der Einsatz der Bundeswehr im Innern im Gesetz festgeschrieben werden? Man sichert sich ab. Nicht vor einem anderen Zusammenleben. Das ist denen schnuppe.

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  3. Ach, noch einmal auf meinen Post zurückzukommen. Mir würde es auch genügen, wenn die Lebensmittelspekulanten ausgehungert werden. Gestatte sei ihnen mal 1 bis 2 Schüsseln Reis in der Woche, manches Mal werden sie auch die nicht bekommen und sauberes Wasser werden sie auch nicht bekommen. Dann sollen sie mal am eigenen Leib erleben, was ihr Zocken bewirkt.

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  4. Werte PeWi und Margitta,

    ohne mich einmischen zu wollen, möchte ich doch kurz ein paar Dinge ansprechen und zu bedenken geben, die meines Erachtens in der Lage sein sollten, deutlich zu machen, dass hier ein Missverständnis zum "Aneinander-vorbei-Reden" führte.

    Zunächst einmal - den Beitrag würde ich, abgesehen von dem ins Auge gefasste Strafmaß, dass natürlich "auch nur ein Wunschtraum" sein kann, da dies niemals geschehen würde - eben aus den Gründen, die im Verlauf des Kommentaraustauschs ganz richtig angeführt wurden, absolut unterschreiben. Es gibt aber nun mal niemanden, der die Macht dazu besäße und diesen Urteilsspruch über die Zocker sprechen würde (die aber letzten Endes fürs System - also die oberste Machtinstanz desselben arbeitet!). Der zum Ausdruck kommende Zorn über diese menschenverachtende und arrogante Zockerei (gerade mit Grundnahrungsmitteln u. ä.) der aus Profitstreben skrupellos gegen die Menschheit "wettenden" Börsenganoven kann ich jedenfalls bestens nachvollziehen.

    Aus dem gleichen Grund ist der Einwand von Margitta aber auch gerechtfertigt und korrekt - wobei man sich zuallererst von dem Aberglauben verabschieden muss, dass in unserer Welt und bei dem herrschenden System politisch wirklich etwas entschieden würde. Leute wie Merkel, Obama, Sarkozy und Konsorten arbeiten nur dieselbe Agenda ab, die auch ihre Vorgänger schon umgesetzt und von denselben Auftraggebern vorgeschrieben bekommen hatten. - Oder glauben Sie wirklich irgendetwas von dem, was uns über unsere sogenannte "westliche Demokratie" erzählt wurde und wird?

    Was Margitta meinte war - meiner Ansicht und Interpretation nach - dass wir mit den erforderlichen Veränderungen zuallererst BEI UNS SELBST beginnen und im Zuge dieses Prozesses DANN ein neues System des Miteinanders schaffen müssen - ein System, das jenes der Banken (Schuld- und Zinseszins-System) und der transnationalen Privatgesellschaften (Kapitalkolonisation inkl. der vollkommen zu Recht beklagten und systemisch gewollten Folgen für die "Dritte Welt") nicht ablöst, sondern durch die schiere Macht der Masse schlicht und ergreifend verdrängt. -
    Und zu guter Letzt ist es fraglos auch richtig, dass Gewalt, gleich in welcher Form, dabei keine Option auf unserer Seite sein kann!

    Und noch ein Wort zu den Eliten ... Aufstände sind gewiss DAS LETZTE, was diese Psychopathen "fürchten" - ganz im Gegenteil, sie wollen diese in Gewalt umschlagende Verzweiflung und die Machenschaften ihrer politischen Marionetten (inkl. BW im Inneren) sind ebenfalls nur ein Teil der seit mindestens sechs Jahrzehnten in Exekution befindlichen Agenda! - Was sie fürchten ist jene Art von gewaltfreiem Widerstand, der im Endeffekt auf eine SYSTEMVERWEIGERUNG hinaus laufen und eine Solidarität und Kooperation der Massen erzeugen würde, welche diese Leute seit Hunderten von Jahren durch ihre perfide Dialektik der Macht zu unterbinden vermochten. -
    Natürlich mag das wie illusorische Tagträumerei anmuten, aber liegt das letztendlich denn nicht vor allem daran, dass zwar alle Menschen meckeren und "Veränderungen" fordern, aber dafür keine der heiligen Kühe zu schlachten bereit sind, an die sie sich durch das Leben im System gewöhnt haben? - Ist es nicht so, dass "der Mensch" nichts so sehr fürchtet wie Veränderung ... und dass es diese ANGST (die in so vielen Variationen auftritt) ist, welche den Fortbestand des Systems sicherstellt?

    Das ist jetzt natürlich nur meine Meinung, aber dennoch würde ich vorschlagen, dass Sie wenigstens mal darüber nachdenken und sich auf dieser Grundlage noch einmal "treffen" und das Thema erneut diskutieren sollten. Denn auch Missverständnisse, die dann berechtigter oder (in den meisten Fällen) unberechtigter Weise zu Verstimmungen führen, stellen eine Form der "negativen Energie" dar, die ausschließlich den gemeinsamen Widersachern in die Karten spielt!

    Nichts für ungut und freundliche Grüße
    Adalbert Naumann

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  5. Hallo Adalbert Naumann, vielen Dank für den Kommentar. Ich glaube nicht, dass es eine Verstimmung gibt. Jeder hat eine andere Ansicht, die - zu meiner Freude - in Ihrem und auch in dem Kommentar von Margitta Lamers ausgedrückt wurde. Das ist auch gut so. Ich glaube, wir wären schlechte Streiter, wenn wir nun verstimmt wären. Ich weiß, dass wir bei uns selbst anfangen müssen, wenn sich die Welt ändern sollte, aber das nützt eben leider gar nichts, wenn die Eigentumsfrage nicht angegangen wird. Da können wir uns alle lieben wie wir wollen. Zu einem Leben, wie ich es mir vorstelle, gehört auch eine Teilhabe ohne Geldsorgen. Und da meine ich nicht irgendwelchen Konsummüll. Und ich glaube eben nicht, dass ein Herr Albrecht freiwillig auf seine Märkte verzichtet, um sie einer Selbstverwaltung zu übergeben. Ich würde das an seiner Stelle auch nicht machen. Das ist natürlich eine Zukunft die noch weit weg von uns ist und die ich nicht mehr erleben werde. Nur, ich glaube, dass man in diesem ganzen Realo-Trend, auch mal etwas dagegen sagen sollte, auch wenn es hart und - wie sagte eine Email-Freundin von mir? - es einseitig und krass ist. Ich weiß auch, dass mein kleiner popeliger Blog nicht der Nabel der Welt ist und kein Widersacher den je lesen wird. Dazu ist er zu unbedeutend und ich ebenso. Ich schreibe meinen Blog, um mich abzureagieren, schreiben zu üben, und vielleicht auch diese und jene Anregung zu geben. Ob die Anregungen angenommen werden oder zum nachdenken anregen, kann ich nicht beeinflussen. Ich freue mich aber immer über Kommentare, die Manches anders sehen. Das gehört zum Leben. Und es gehört auch zum Leben, dass man der anderen Meinung widerspricht. Das muss man aushalten. Nochmals vielen Dank.
    Freundliche Grüße

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  6. Hallo PeWi,

    prima, dann ist ja alles in bester Ordnung ;-)

    Im Großen und Ganzen gibt es meiner Ansicht nach ja auch gar keine "unüberbrückbaren Gegensätze" in unseren Meinungen - bei den unterschiedlichen Ansichten handelt es sich meines Erachtens eigentlich nur um unterschiedliche Perspektiven, von denen aus wir mehr oder weniger dieselben Missstände kritisieren und im Rahmen unserer Möglichkeiten zum Nachdenken oder Umdenken anregen. Dass Sie ebenso wenig wie meine Wenigkeit den großen Erfolg erwarten können, ist natürlich klar. Umso wichtiger ist es aber, dass wir unsere Meinung trotzdem öffentlich zur Diskussion beisteuern. - So weit - so gut.

    Abschließend möchte ich aber doch noch einmal auf den Umstand eingehen, dass die "Besitzenden" ihren Status und ihre (Pseudo-) Macht natürlich niemals freiwillig aufgeben, sondern mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen trachten würden. - Doch was wollten sie und die gesamte Phalanx ihrer Marionetten letztendlich schon großartig machen, wenn sich die Menschen - sozusagen - ihrer Wurzeln besinnen und den von mir in den Raum gestellten "Widerstand qua Systemverweigerung" organisieren und dann auch ohne Wenn und Aber durchziehen würden? - Letzten Endes liefe das (oberflächlich und vereinfachend) ja auf die Rückbesinnung auf einen gesunden - unter anderem auch Ihrem ebenso vernünftigen wie legitimen Wunsch nach einem Dasein ohne Not entsprechenden - Kreislauf des regionalen Handels und Wandels hinaus, bei dem es im Endeffekt tatsächlich nur auf das Miteinander der Menschen ankäme.

    Nun gut, es ist natürlich richtig, dass dies eine Wunschvorstellung ist, bis zu deren Realisierung man noch einen langen und beschwerlichen Weg in Kauf wird nehmen müssen. Doch wenn die "selbsternannten Herren der Welt" so weitermachen wie bisher, könnten wir das Ende dieses Weges sehr viel eher erreichen als viele Menschen (die "Eliten" eingeschlossen) erwarten. Und dieses Ende ist meiner Ansicht mit der Entscheidung, ob man sich für den beschriebenen Widerstand engagieren oder aber mit einem sich selbst ad absurdum führenden System untergehen will, gleichzusetzen!

    Aber gut, das soll es dann wirklich (erst einmal) gewesen sein. Zum Abschluss möchte auch ich mich für den konstruktiven und trotz der gegenteiligen Ansichten überaus angenehmen Gedankenaustausch bedanken und verbleibe

    mit freundlich-kollegialen Grüßen

    Adalbert Naumann

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  7. Hallo Adalbert, genauso wünsche ich es mir. Und ich glaube, dass aus diesen gegensätzlichen Stimmen, die ein gleiches Ziel haben Neues erwachsen könnte. Nicht heute sofort, aber vielleicht mal die Enkelgeneration oder Urenkelgeneration, ach sicherlich noch viel länger. Veränderungen in der Geschichte sind nicht von heute auf morgen geschehen. Der Anstoß war und ist aber immer wichtig. Schön, dass mal eine gute Diskussion in Gang gekommen ist.
    Freundliche Grüße und ein schönes Wochenende

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