Sonntag, 19. Dezember 2010

Europa - ein Trauerspiel

Ich kann es wirklich verstehen, wenn man von der Klimaerwärmung spricht, dabei bannig verdient, dass man dann so tut, als ob man daran glauben würde. Schließlich verdient man sich eine goldene Nase dabei.

Nun steht Europa vor dem Kollaps. Man hat wahrscheinlich wirklich an die Klimaerwärmung geglaubt. Da wurde in ganz Europa schlichtweg vergessen, dass Europa VIER Jahreszeiten hat und dass es im Winter schneit und auch der Wind etwas kräftiger blasen kann. 

Früher, als man noch wusste, dass es 4 Jahreszeiten gibt, hatte man einen Winterdienst, der auch als Winterdienst ausgestattet war. Es gab genügend Streusalz. Die Lagerhaltung wurde damals noch nicht auf die Straße verlagert. Es gab Personal und es gab Reservefahrzeuge.

Europa hat die Grundregeln des Winters vergessen!

Europa hechelt dem Spielcasino hinterher, was immer mehr Spielgeld für immer höhere Einsätze und Gewinne haben will. Die Spieler werden großzügig bedacht. Um für diese Spielsüchtige Geld bereitzustellen, wurde jegliche Infrastruktur auf ein Mindestmaß herabgefahren. Vor allem das nichtsnutzige Personal wurde rausgeschmissen. Ohne Personal konnte man auch auf eine Großzahl von Räumfahrzeugen verzichten. Stand eh nur nutzlos herum.

Da wir Lagerhaltung altmodisch finden und zu kostenintensiv - schließlich müssen da Menschen beschäftigt werden, die nur unnütz Geld wegtragen - haben wir die Straße zum Lager umfunktioniert. Ein LKW an den anderen. Deutschland ist als Transitland besonders davon betroffen. Aber wir sind ja modern "just-in-time". Also befindet sich das Streusalz irgendwo auf den fast ungeräumten Straßen, irgendwo im Lande oder auch außerhalb des Landes, wo es am billigsten einzukaufen war. 

Wir haben auch keine stille Reserve mehr an Zügen oder Flugzeugen. Fällt ein Zug, ein Flugzeug aus - ist im Winter ja nun nicht so unüblich - bricht das ganze System wie ein Kartenhaus zusammen.  Wir beheizen keine Weichen mehr, oder nur noch ganz wenig und unsere Züge frieren ein. Wir werfen mit dem Schinken nach der Wurst, aber das ist auch nicht so schlimm. Falls wir kurz vor der Pleite stehen, Väterchen Staat - nicht Väterchen Frost - hilft uns sicherlich. Wir müssen nur glaubwürdig zeigen, dass wir systemrelevant sind.

Die westliche Industrienationen am Rande des Abgrundes wegen des Schnees und eines normalen Winters. Ein größeres Armutszeugnis konnte sich die westliche Welt doch wohl gar nicht ausstellen. Die westlichen Industrienationen zeigen, wie armselig sie sind, wie schmalspurig in ihrem Denken und wie geldgeil. Sie lassen alles den Bach runtergehen, nur um ja ein paar Euro-Nullen mehr auf ihren Konten zu haben. Ein Messie verhält sich so.
 
Man bedenke. Sooo kalt ist es in Deutschland gar nicht. Nächtens so um die minus 10, 12 Grad und tagsüber so um die minus 5 Grad im Schnitt. Na, das ist doch Winter und zwar ganz normaler Winter. Und der Schnee? Liebe Leute, im Winter fällt Schnee, mal mehr, mal weniger. 

Übrigens, die Transsib fährt!

Kommentare:

  1. Meiner Meinung nach ist die Privatisierung vieler vormals staatlicher Organisationen eine der Ursachen für die Winterprobleme. Nachdem der Staat seine Fürsorgepflicht an private Unternehmen abgibt, halten die ökonomischen Prinzipien dort Einzug.

    Die Fürsorgepflicht eines Unternehmens gilt dabei ausschließlich seines eigenen und dem Wohl des Firmenkapitals, ansonsten wäre er/sie ein schlechter Geschäftsführer.

    Wer daraus dann noch einen Vorteil für das Wohl der Allgemeinheit formulieren kann, muss über geschultes neoliberales Wissen verfügen.

    Wenn dann noch Mainstream-Medien die Ursache für die winterlichen Folgen im Winter sehen und daraus einen medialen Hype machen, dann glaubt die Masse das brav, schüttelt über den vermeintlichen Super-Winter verständnislos den Kopf und horcht danach ängstlich weiter an Nachbars Tür, ob sich dort fremdländische Terroristen verstecken.

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  2. Das war eine gute Ergänzung. Danke.

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