Mittwoch, 15. Dezember 2010

Na, wenn das weltoffen ist ...

... dann heiße ich Gretchen!

Ich bin gern Sachse und stehe auch zu unserem Dialekt. Ich schüttele aber immer wieder mit dem Kopf, wozu unser Sachsen verkommt. Dank der Dresdner Regierung - Dresden war schon immer provinziell - gleiten wir immer mehr in ein stockkonservatives Land ab mit Vorreiterrolle in punkto Demokratieabbau.

Und jetzt - es ist einfach zu lustig - redet Sachsen davon, dass es ein Weltoffenes wäre. „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz" nennt sich dann das und die Regeln für das Programm wurden neu festgelegt.

Denke ... denke ... denke ... Ach, jetzt haben's die in Dresden wohl eingesehen, dass Projekte, die sich für Intergration, Jugendförderung und ... und .. und ... einsetzen, an ihrem Inhalt festgemacht werden sollten und nicht an einer Unterschrift unter einem "Ich-verbeuge-mich-vor-dir-und-mache-was-ihr-wollt-Schriftstück".

Ach, wie bin ich doch dumm. Provinziell bleibt eben provinziell.

Der Zuwendungsempfänger und die geförderten Einzelprojekte haben eine Einverständniserklärung zu unterzeichnen, in der sie sich zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung bekennen und eine den Zielen des Grundgesetzes förderliche Arbeit gewährleisten. Näheres soll im Zuwendungsbescheid geregelt werden. 

Also hat sich nichts geändert. Letztens hat ein eher links gerichteter Verein die Unterzeichnung abgelehnt. Im Grunde genommen richtet sich dieser Passus vor allem gegen linke Vereine.

Im Dresdner Sachsen ist man nämlich auf dem rechten Auge - mit kleinen Ausnahmen - so gut wie blind.

Im Dresdner Sachsen wird linksextrem mit rechtsextrem gleichgesetzt. Schließlich ist es egal, ob ein linker Schneeball einen Porsche trifft oder ein rechter Schläger einen Ausländer tötet. Oder?

Weltoffen nur, wenn es Gnade vor den Augen der CDU findet. Man könnte sich auf die Schenkel klopfen, wenn's nicht so traurig wäre.

Kommentare:

  1. Also, das Sächseln habe ich aus deinen Beiträgen noch nicht herausgehört.
    :-)
    Was Zuwendungen betrifft: Hat das nicht etwas mit Verständnis sowie der Liebe im Allgemeinen zu tun?
    Da habe ich mich wohl gerade verirrt ...

    Ach so, du meinst die finanziellen Zuwendungen, unter Berücksichtigung demokratischer und freiheitlicher Zuwendung für einen nicht demokratischen, noch freiheitlichen Überstaat.

    Mit diesem Satz bin ich nicht nur heillos überfordert, ich werde einer Zuwendung nicht mehr wert sein.

    Der links gedrehte Schneeball sollte sich allerdings nicht auf einen Porsche konzentrieren, sondern - mitten auf die Stirn - dem rechtslastigen Volksvertreter eine Eiszeit verpassen.

    Sag das blos nicht weiter, sonst steh ich demnächst noch auf der Schwarzen Liste der Euro-Superbullen, und muß meine Adresse ändern:
    Volker Wulle, Zelle 321, Neustammheim.

    Meinen Kommentar kann ich auf Wunsch gerne ins Hessische übersetzen.
    Für ein allgemeines Verständnis des BKA in Wiesbaden, wie der Hesse tickt.

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  2. :) Im Winter gibt es immer in unserem - na wie soll ich sagen - es wird linkes Viertel genannt, eine Schneeballschlacht, wo Mercedes, Supermärkte u.ä. die Zielobjekte sind. Dabei kommt immer ein großes Polizeiaufgebot zum Einsatz.

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