Dienstag, 7. Dezember 2010

Vertrauen?

Konsumieren wäre also vom Vertrauen in den Staat und den Markt oder was auch immer abhängig.

Ich vertraue – ich kaufe!

Wenn ich ein Kind wäre, mit großen Augen noch an den Weihnachtsmann glaubte, an den Osterhasen, den Pfingstochsen, den Nikolaus nicht zu vergessen, dann könnte ich vielleicht – aber wirklich nur vielleicht – auch Vertrauen in unseren deutschen Staat, in unsere deutsche Wirtschaft haben. Nur mal angenommen.

Also, ich habe Vertrauen …

Und nun? Was passiert nun?

Ich soll endlich kaufen. Womit?

Wird mein Vertrauen mit fetten Boni veredelt? Bekomme ich ich jetzt einen dicken Brocken mehr Rente?

Es sieht eher nach dem Gegenteil aus. Die kommunalen Gebühren sind gestiegen, die Stadtreinigung gar knapp 25 %. Nächstes Jahr muss ich mehr für die Krankenkasse bezahlen. Also, ich erhalte weniger Rente. Und das ist erst die Spitze des Eisberges.

Ich soll aber vertrauen und kaufen …

Der nächste Brocken Preiserhöhung ist schon mit der Elektrizität angekündigt, die Pflegeversicherung wird die nächste sein. Die Lebensmittelpreise haben sich schon nach oben bewegt …

Nur meine Rente nicht!

Herr Brüderle, Herr Schäuble … ich vertraue doch … Gebt mir doch endlich das Geld, damit ich shoppen kann … endlos shoppen … nehmt es doch endlich denen weg, die schon genügend von dem Zeugs haben und die nicht mehr wissen, wohin mit dem Dreck. Ich wüsste eine Verwendung dafür, die alle glücklich machte.

Gebt es den Armen, den Arbeitslosen, den Kindern, denen, die tagtäglich 8 Stunden und mehr oder auch weniger schuften müssen. Dann bekämen es diejenigen wieder, die 8 Stunden und mehr oder auch weniger schuften müssen. Es wäre im Topf eines Kreislaufes, wo die Frisöse endlich davon profitieren könnte, genau wie der Klempner, die Kassiererin und … und … und …

Als ob Vertrauen einen Binnenmarkt ankurbeln könnte. So doof kann doch nur ein Politiker argumentieren, wenn er keine Argumente mehr hat.




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