Sonntag, 2. Januar 2011

Der Lügenpeter hat gesprochen

Er heißt nicht Peter sondern Stanislaw, Stanislaw Tillich. In seiner Neujahrsansprache an das Volk seines sächsischen Königsreichs verstieg er sich darin, dass die Sachsen seine Sparpolitik billigen würden. 

Ich würde König Tillich I. mal raten, aus seinem Elfenbeinturm herabzusteigen, Zeitung zu lesen, sich unters Volk zu mischen und zuzuhören. 

Zuhören, das sollte er vor allem. 

Bis nach Dresden hat sich z.B. Leipzig beschwert, dass massiv bis zur Verstümmelung an seinen Kultureinrichtungen gespart werden wird. Kein Leipziger billigt die Schließung des Naturkundemuseums oder die Abhängung Grünaus vom S-Bahn-Verkehr.

Ich kann mir auch keinen Sachsen vorstellen, der - falls er keinen Matsch im Hirn hat - freudig dafür ist, dass die Mittel für den Öffentlichen Personennahverkehr zusammengestrichen worden sind.

Welcher Sachse wäre damit einverstanden, dass die Straßen in seiner Stadt Schweizer Käse bleiben sollen. 

Welcher Sachse begrüßt es, dass der Winterdienst auf einen sommerlichen Winter zusammengestrichen wird, wo doch schon im letzten Dezember alles zusammenbrach. 

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass niemand in Sachsen freudig hinnimmt, dass Gelder für Jugendeinrichtungen gestrichen werden. 

Irgendwie scheint mir Tillich I. zu halluzinieren. Bis in seinen Elfenbeinturm in seiner Provinz ist wohl nicht vorgedrungen, dass es außer Dresden noch andere sächsische Städte gibt. 

Obwohl ...

Also ich habe kürzlich im Fernsehen Folgendes gesehen. Der "Tatort" lag zwar schon etwas zurück, so zwischen 30 und 40 Jahren (ohweh, die Zeit vergeht). Damals war die Sachsen"hymne" "Sing mei Sachse sing" gerade aufgekommen, da wurden Sachsen auf dem Leipziger Marktplatz gefragt, was sie von dem Lied hielten. Eine treffende Antwort kam, die etwas so ging: Ich bin zwar aus Dresden, aber mir gefällt das Lied auch. Noa, Dresden gehört ja auch noch zu Sachsen, kam dann als Nachsatz. - Schenkelklopf - Mehr ist dazu nicht zu sagen.



1 Kommentar:

  1. Wer kommt auf die Idee, ein Naturkundemuseum dicht zu machen?
    Das ist doch Hirnriss.
    Und bei den Jugendeinrichtungen wird als erstes gespart. So wertvoll sind dem Staat seine Kinder.
    Auch hier sind die Straßen ziemlich demoliert. Als Fahrradfahrer muß ich achtgeben, dass ich mir nicht die Knochen breche. Aber das interessiert ja niemand.
    Manchmal könnte ich mit einer Bratpfanne auf gewisse Hirne klopfen.

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