Samstag, 1. Januar 2011

Opium für das Volk,

dass ist die Religion. Es ist schlimm, dass im Namen von Gott getötet wird. "Willst du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich dir den Schädel ein."

Dabei ist doch völlig egal, ob ich nun Gott Gott nenne oder Allah, oder Jahwe oder wie auch immer. Es ist egal, ob ich die Bibel lese, die Thora oder den Koran oder welche heiligen Bücher auch immer. Als ob es verschiedene Götter gäbe, wenn es wirklich ein Gott gäbe.

Haben Menschen nicht anderes zu tun, als sich gegenseitig umzubringen? Und dann als Vorwand irgendeinen Gott als Alibi zu benutzen?

Wie können Menschen nur so verrammelt sein, andere zu töten, weil sie nicht den Koran lesen. Dann muss es auch noch die richtige Auslegung sein, weil sich ja auch Muslime gegenseitig umbringen, wenn es nicht in ihren Augen die richtige Auslegung des Koran ist, wenn der Nachbar Sunnit ist oder Schiit. Einer davon hat dann das Leben verwirkt.

Wie verrammelt sind doch die Menschen. Das kommt mir vor wie im Krieg, als irgendwelche Prediger die Waffen des eigenen Heeres gesegnet haben.

Wenn es wirklich einen Gott gäbe, dann würde der sich schaudernd von der Menschheit abwenden, vor soviel Irrsinn, soviel Unglaube, soviel Selbstgerechtigkeit.

Wann begreifen die Menschen eigentlich, das wir ALLE NUR Menschen sind. Nicht mehr und nicht weniger. Und dass wir zusammenstehen sollten gegen diejenigen, die uns die Butter vom Brot nehmen.

Egal ob Christ, Muslim, Buddhist, Shintoist, Taoist, Hindu, Animist, Atheist oder was auch immer. Egal woran wir glauben oder auch nicht. 

Arm sind wir nicht, weil Menschen Gott in verschiedenen Sprachen, in verschiedenen Riten anbeten.

Arm sind wir, weil wir uns gegeneinander wenden.

Arm sind wir, weil wir die 10 % Reichen in der Welt schalten und walten lassen.

Diese Millionäre und Milliardäre haben kein Problem mit verschiedenen Glaubensrichtungen, die haben ihren Geldgott, der in allen Sprachen gleich angebetet wird.

Wir sind die armen Idioten.

Wir lassen uns gegeneinander hetzen, damit die da oben leichtes Spiel mit uns haben.

Wann werden die Menschen das endlich kapieren. Ich denke - NIE!



Kommentare:

  1. Liebe Freundin Petra,
    Besten Wünsche vor 2011 mit Gesundheit, alles was Du Dir wünscht und vor allem viel Optimismus. Man sollte nicht vor lauter Bäume den Wald nicht mehr sehen. Du bist eine echte Kassandra. Es ist nicht weil Religion von gewisse Machthaber missbraucht wird als „Opium FÜR das Volk“, daß es keinen Gott gebe und Gottesdienst „Opium DES Volkes“ sei. Ich hoffe und wünsche Dich in 2011 an meine Seite zu wissen, als Mitstreiterin für eine humanere Welt.
    Weil Du das Jahr einschaltest mit dem Thema „Religion“,Gottesdienst, empfehle ich Dir und deine Leser zwei prima deutschsprachige jüdische antizionistische Blogs:
    „Jeschurun Judentum gegen Zionismus“ http://www.bloggen.be/jesjoeroen und „Der Israelit“ http://www.derisraelit.org
    Ganz liebe Grüße aus Flandern,
    Nadja

    PS: Es ist SEHR lange her, daß ich von Dir eine Zuschrift mehr bekam!!!

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  2. Liebe Nadja, Danke für die Wünsche für das neue Jahr. Wie ich schon einmal sagte, ich bin keine Kassandra, nur Realistin. Wenn es anders wäre, würden Doku-Soaps wie "Bauer sucht Frau" nicht so wahnsinnig hohe Einschaltquoten haben und es würde keine "Big- Brother-Staffel" mehr geben. Ich wünschte mir Besseres für die Welt, aber die Realitäten sehen eben anders aus. Wir befinden uns mitten im Abstieg und der muss erst hinter uns gebracht werden. Dessen Ende und das Neue werde ich nicht mehr erleben. Das römische Imperium brauchte auch viele Jahrhunderte um endgültig zu zerfallen. Übrigens, liebe Nadja, ich lasse mich auch nicht zu irgendwelchen Kommentaren nötigen. Meine Themen befassen sich in der Mehrheit mit Deutschland. Ich verstehe auch meinen Post nicht als Thema Gottesdienst oder Religion. Mein Anliegen ist Humanität und da ist es mir wirklich egal, woran der eine oder andere glaubt. Nur zeigt die Geschichte, wie wir Beherrschte uns selbst - und vielfach aus tiefster Überzeugung - durch Religion beherrschen lassen und damit humanistische Wurzeln verlassen, wenn wir die als Menschheit je gehabt haben sollten.

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  3. Liebe Petra,
    Wieder deine abwehrende Gereiztheit, schade. Ich suche Dich gar nicht zu „nötigen“., schreibe Dir nur meine Meinung und Eindrucke. Wenn Dir das schon zu viel ist, laß es wissen, wir können es dabei bewenden lassen.
    In „Politiek en Cultuur“ gibt es Raum für ein ganzes Spektrum von Meinungen und Standpunkte, in „Heute schon gedacht“ dagegen wird jede Meinungsäußerung oder Dokumentationsvorschlag von Petra Wilhelmi als „Aufdrängen“, „Nötigung“ usw. abgetan. Schade.
    Trotzdem liebe Grüße von Nadja
    (bald 26 Jahre glückliche DDR Bürgerin in Flandern)

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  4. Liebe Nadja, nein so ist es nicht, aber ich lege großen Wert darauf, dass man sich auch mit dem Post beschäftigt und nicht einfach irgend etwas schreibt, was mit den Inhalt nichts zu tun hat. Und ich weiß auch nicht, warum du mich immer Kassandran nennst, wenn ich eigentlich nur Realitäten - auch wenn sie nicht so toll sind - wieder gebe. Und ich bin auch nicht der Mensch, der in einem anderen Blog etwas reingschreibt, nur damit er etwas schreibt. Wenn ich mit einer Materie so ganz und gar nicht vertraut bin, was sollte ich denn dann kommentieren. Ich habe eben nicht zu allem eine Meinung und beschäftige mich auch nicht mit allem. Ich reagiere auch nicht gereizt, sondern stelle nur klar, was ich mit meinem Post eigentlich sagen will. Ich bin nicht so ein Mensch, der jetzt meint, dass er noch DDR-Bürger ist. Richtige DDR-Bürgerin war ich nie. Ich bezeichne mich eher als Weltbürgerin. Was mich aber wirklich nervt ist, dass jemand meint DDR-Bürger zu sein, der sich in der DDR aus den Staub gemacht hat. Es ließ sich aus der Ferne gut DDR-Bürger sein, ohne den Mief des wirklichen Lebens dort.

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  5. Entschuldige mal liebe Petra, mach mal halb lang (Lach). Warum so gereizt? Ich nannte Dich eine Kassandra wegen Deine eigenartige Mischung von Feurbachschem Materialimus und Schopenhauerschen tiefen Pessimismus in gesellschaftliche Fragen. Weil es Dir unangenehm ist, werde ich es nicht mehr schreiben. Versprochen.
    Deinem Beitrag „Opium für das Volk“ ist ein Frontalangriff auf die Religion, in Bausch und Bogen, ich habe darauf, wohl betont darauf, differenziert geantwortet, was von Dir gleich als „Nötigung“ abgewehrt wurde. Schade.

    Jetzt aber doch ein deutliches Wort über deine wiederholten Vorwurf ich habe mich „aus den Staub gemacht hat. Es ließe sich aus der Ferne gut DDR-Bürger sein, ohne den Mief des wirklichen Lebens dort.“
    Erst mal bin ich LEGAL ausgereist und das war gar nicht so leicht und einfach (in meinem Blog gibt es viele Einzelheiten dazu). Wenn ich mich so nachdrücklich als DDR Bürgerin bekenne dann ist das vor allem Unterschied zu imperialistischen reaktionären „freiheitlich-demokratischen“ B*R*D, dessen Alltagswirklichkeit Du zu genügen spürst und – mitunter interessant – beschreibst.
    Ich gehöre nicht zu den Idioten die gegen unsere bewaffnete Organen „Schwerter zu Pflugscharen-Aufnähern“ trugen, nicht zur von der Konterrevolution aufgehetzten Menge die in Berlin heiser „Gorbi, Gorbi!“ schrie, oder in Leipzig ebenso idiotisch „Wir sind das Volk!“ brüllten. Jetzt haben die Verblendeten die Quittung dafür. Ich stehe ganz zu meine DDR Vergangenheit, war immer 100% für unseren Staat, dabei immer aber eine kritische und mündige DDR-Bürgerin.
    Zu nehmen oder zu lassen. Das dürfte Dir eigentlich nichts Neues sein, aber ich gehöre eben nicht zu jene Religion die lehrt wenn man dir eine Schlappe gibt auf der rechter Wange, reiche dann auch usw.
    Daß es sich „in der Ferne gut DDR-Bürger sein läßt“, wie Du es aufwirfst ist eine rein rhetorische Bemerkung. Die überwiegende Mehrheit der hiesige Leute hat(te) von der DDR keine Ahnung und kein Problem damit. Für meine flämischen Mitmenschen bin ich nebst eine von ihnen eben doch eine „deutsche Madame“ Gesprächspartnerinnen zum Thema „deutsche Heimat, DDR“ muß ich eben auf dem Blogweg suchen und treffen (verschmitztes sächsisches Lächeln. Ich hoffe Du hast das Lachen noch nicht ganz verlernt.)
    Ganz liebe Grüße aus meine (leider wieder) verschneite flämische Sommerfrische, wo ich mit meine Enissa tollglücklich bin.
    Nadja

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  6. Ich wollte ja nichts drauf sagen, weil es sinnlos ist, aber es geht einfach nicht, die Menschen zu diffamieren, die in Leipzig "Wir sind das Volk" gerufen haben. Du weiß ja gar nicht was dahinter stand. Es gab so viele gute, neue Ideen. Es ging gar nicht um Wiedervereinigung. Es ging um ein anderes Deutschland. Viele Menschen haben sich Gedanken gemacht, wie es weitergehen sollte. Es gab viele tolle Ideen. Ich erlaube es niemanden, das als idiotisch hinzustellen. Vielleicht war vieles zu fantastisch, zu unrealistisch. Was kannst du davon wissen. Du hast nicht gesehen, wie am 7. Oktober 1989 die Menschen zusammengeschlagen wurden, wahllos. Du hast in Leipzig nicht gesehen, wie der Staat ursprünglich auf seine Bürger einschlagen wollte. Ich habe Ärzte gekannt, die Bereitschaft schieben mussten, denen gesagt wurde, dass Schussverletzungen ankommen könnten. Dabei wollte zu dieser Zeit die Mehrheit nur einen demokratischeren Staat. Einen Staat, der einen nicht fast alles vorschreibt, einen, der die Menschen ernst nimmt. Als die Menschen riefen "Wir sind das Volk" ging es nicht um Autos und Bananen. Du kannst davon nichts wissen, also verachte die Menschen nicht. Du weißt nichts von den vielen Veranstaltungen im Gewandhaus, wo über ein neues Deutschland diskutiert wurde, über Wege dahin. Tausende Menschen nahmen daran teil. Und Gorbi war damals ein Hoffnungsschimmer für uns. Da müsstest du fast die ganze DDR als Konterrevolutionäre verunglimpfen. Sein Buch war eine Offenbarung für alle, die sich im Mief und Spießigkeit eingesperrt fühlten. Es ging unter der Hand weiter von Leser zu Leser, da es schwierig war, das Buch käuflich zu erwerben. Ein Aufatmen ging durch die Menschen. Und lustig finde ich immer die Westinterpretation von Gorbatschows Buch. Er hat damals als Kommunist das Buch geschrieben und es war ein kommunistisches Buch, es stellt nie die Macht der Arbeiterklasse in Frage und nie die Vorherrschaft der KPdSU. Im Westen hat das Buch wahrscheinlich niemand gelesen. Was daraus geworden ist, steht wiederum auf einem völlig anderen Blatt. Er wollte im Grunde genommen nur den demokratischen Zentralismus wirklich einführen. Den gab es ja in keinem sozialistischen Land damals. Und es ist keine rhetorische Bemerkung: Ja, aus der Ferne lässt es sich gut DDR-Bürger sein. Hier jedenfalls will es niemand mehr sein. Habe jedenfalls niemanden bisher getroffen. Dass man mit diesem Land hier nicht einverstanden sein muss, steht auf einem ganz anderen Blatt. Und das es vieles Bewahrungswertes aus der DDR gegeben hätte, steht auch auf einem anderen Blatt. Es ist aber so was von niederträchtig - entschuldige, ein anderes Wort fällt mir nicht ein - wenn man aus der Ferne den Demonstrierenden damals bescheinigt, dass sie nun hätten, was sie wollten. Nein, diese Menschen haben in diesem Deutschland nichts. Sie waren damals nicht verblendet, sie waren hoffnungsfroh und erfrischt. Die wollten meist etwas völlig anderes. Die wirklichen Bürgerrechtler sind wieder in der Versenkung verschwunden und herausgekrochen sind nur die Wendehälse und Demagogen. Und es waren KEINE Idioten, die "Schwerter zu Pflugscharen" riefen. Es waren Pazifisten. Man kann dazu stehen wie man will. Es schockiert mich, dass du Menschen so titulierst. Man kann zu dieser Losung stehen wie man will. Man hätte damals mit einen anderen Absatz von Micha mit ihnen diskutieren können, wenn man es gewollte hätte. Aber in der DDR hat man nicht mit denen diskutiert, die anders gedacht haben. Das war ein großer Fehler. Genau diese Einstellungen, die du vermittelst, haben den Untergang der DDR unter anderem mit herbeigeführt. Ich habe nichts mit solchen Menschen am Hut. Und ich erlaube mir das zu sagen, weil ich in meinem Blog bin.

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  7. Entschuldsche mal, liebe Petra, warum gleich so hysterisch!? Irren ist menschlich Lateinisch heißt es „Errarum humanum est, perseverare diabolum est“. Freilich, kannst Du Dich in deinem Blog von keinem gehindert – schon gar nicht von mir! – erlauben was Dein Herzchen möchte. Ich bringe heute keine Gegenargumente vor, möchte nur einladen daß Datum 25.Januar fest zuhalten. Bitte um etwas Geduld: ich werde dann, mit Gottes Hilfe, in „Politiek en Cultuur“ ein Dokument veröffentlichen worin die Selbstentlarvung von Gorbatschow enthalten ist. Bis dahin wünsche ich Gesundheit, Lebensfreude, Optimismus.
    Liebe Grüße aus Flandernland,
    Nadja

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  8. Lass mich doch endlich mit deinem überheblichen Gequatsche in Ruhe! Du weißt doch überhaupt nicht, wie es war, du hast das Buch nicht gelesen, hast dich aus den Staub gemacht, warst bei nichts dabei. Lass mich endlich in Ruhe!!!!!

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