Montag, 21. Februar 2011

Sie hat gewonnen

Die SPD hat die Wahl in Hamburg gewonnen. Gestern hatte eine Moderatorin sinngemäß gesagt, dass die SPD in die Mitte gerückt wäre. 

In die Mitte gerückt. Das ist schon bedenkenswert. Von welcher Position ist sie denn in die Mitte gerückt? Von der neuen Mitte in die alte Mitte? Von links zur Mitte? Nein, das kann man ganz energisch ausschließen. Links ist die SPD schon lange nicht mehr. Das war sie vielleicht in ihren Anfängen. 

Ganz interessant fand ich Steinmeier: Die SPD würde wieder am Puls des Volkes horchen. So sinngemäß heißluftblasig schwatzte er. 

Welchen Puls meint er denn da? Den von HartzIV-Empfängern samt Familien, Rentnern, Leiharbeitern, prekär Beschäftigten - deren Puls meint er wohl nicht. Die hat er ja selbst samt seiner Partei in trauter Zweisamkeit mit den Grünen dahin gebracht wo sie jetzt stehen und hat auch nicht vor, irgend etwas für sie zu tun - außer Tünche. 

Meint er damit die Industriemagnaten und die Reste des Mittelstandes? Da wird schon eher ein Schuh drauß.

Für die SPD ist das Volk doch schon seit Langem nur noch ein Restvolk, und zwar  der Teil  ist interessant, der die Knete hat. Die anderen kann man getrost vergessen. Die, die Knete haben, finanzieren schließen ihn und seine Konsorten und geben ihnen nach ihrer politischen Karriere Lohn und Brot. 

Hat man irgendwann mal gehört, dass er die verordnete Verarmung großer Teile der Bevölkerung, die er und seine Partei verbrochen haben, bedauert? Also ich nicht! An dem verfehlten Kurs wird wie verrückt festgehalten und jetzt mit Hamburger Oberwasser allemal. Olaf Scholz hat sich schon der Industrie verpflichtet. 

Also würde ich sagen, die SPD hat sich zur alten, rückwärtsgewandten, den Untergang Deutschlands beschleunigenden Mitte zugewandt. Nach ihr die Sintflut!

Kommentare:

  1. Die SPD horcht dorthin, wo der Wind herweht.
    Theater Politik.

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  2. obwohl es in der sogenannten spd von üblen typen nur so wimmelt, haben die hamburger es doch noch geschafft einen der übelsten vertreter zu ihrem häuptling zu wählen. beachtlich.

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