Samstag, 19. März 2011

Die Gunst der Stunde

Es wäre ja gelacht, wenn die Energieunternehmen nicht die Gunst der Stunde am Schopfe packten.

Der Chef der Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, riet den Verbrauchern, sich auf „spürbar höhere Strompreise“ einzustellen. „Die Terminkurse an der Leipziger Strombörse sind bereits deutlich gestiegen“, sagte der Wirtschaftsexperte der „Rheinischen Post“ (Samstag). 

Die nächste Preiserhöhungsrunde wird eingeläutet. Es wird davon gefaselt, dass die Stromnetze zusammenbrechen könnten, wenn AKWs abgeschaltet werden.

Das glaube ich denen aufs Wort. Was man hier im Lande verbraucht, kann man nicht gewinnbringend verschachern. Exportieren - das ist das Zauberwort der deutschen Industrie. Wir exportieren ... exportieren ... exportieren und alles auf Kosten des deutschen Steuerzahlers und auf Kosten der Menschen im Land. Wir verschenken unsere Waren ins Ausland, da wir kriminell hohe Exportüberschüsse generieren. Nur die Konzerne verdienen und ihre Henkersknechte. Wir alle sind die Verlierer. Wir bezahlen für die Profitgier einiger Weniger und bekommen noch einen A...tritt dazu - und der ist sogar kostenlos.

Die Menschen in unserem Land werden immer weiter ausgepresst, wie reife Zitronen. Das Land wird dadurch noch mehr kaputt gemacht, bis alles in Scherben liegt. 

Wen interessierts? Nur ein paar Dumme klammern sich an eine Demokratie, einen Rechtsstaat, paar kleine dumme Popel, die schon lange von den oberen 10 % ausgelacht werden. Ich höre sie lachen. Ich kann ihre Freude fühlen. Japan! Das kommt wie gerufen. Wir können verdienen ... auspressen ... verdienen ... auspressen ... bis das dumme Volk stöhnt. Mehr wird es nicht machen ... nur stöhnen und leise fluchen. Es wird sich gegeneinander wenden. Es wird den Hass auf Ausländer kultivieren und alles im Sinne derer, die daran fette verdienen, sich aalen in unserer Dumpfheit und mit Champus einander zuprosten. 

Die nächste Runde der Energiepreiserhöhung einträchtig Hand in Hand mit der Erhöhung der Lebensmittelpreise und der Minilöhne weiter Teile der Bevölkerung. Wir werden uns in Zukunft die Nasen platt drücken am Reichtum der Geschäfte, einiger Geschäfte. Der Exodus des Einzelhandels wird weitergehen, es werden nur noch ein paar Schnäppchenläden bestehen bleiben, wo der Ramsch verkauft werden kann. Mehr wird nicht drinnen sein - in den Geldbörsen. 

Zum Schluss bleiben ein paar grüne, gut gepflegte Reichenghettos übrig.

Der Rest wird in kaputten Häusern leben, sich mit den Tafeln über Wasser halten müssen und die Straßen, wo er wohnt, sind mit Löchern übersät, die keiner mehr flicken kann. Die Schulen werden immer baufälliger werden und die Lehrer immer unmotivierter. Und die Schüler? Wen interessieren denn noch Kinder in diesem Land, es sei denn sie gehörten zu den oberen 10 % und können in Privatschulen gehen.

Die Regierung hat sich in die Obhut der Konzerne begeben und das Volk wird schutzlos zurück gelassen.
»Wenn es manche Errungenschaften morgen nicht mehr gäbe, würden viele schon übermorgen schmerzhaft spüren, was gemeinsam erarbeitet worden ist. Manfred Gerlach, Vorsitzender der ehemaligen LDPD in der DDR, 1989«

Wollten wir genau das? Es hebe der die Hand, der genau das wollte!





Kommentare:

  1. Und am Schluß bekommen wir noch gesagt, dass wir an allem schuld sind.

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  2. ja -jeder sieht das, was da kommt, aber immer noch kaufen sie bild und spiegel, malochen freiwillig fürn appel undn ei und glauben den lügen der allparteienkoalition.
    wie soll sich da was ändern?

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  3. Ich sehe auch keinen Lichtstreif am Horizont. Die Wahl SA zeigt es mal wieder. In den Umfragen steht die CDU an 4. Stelle mit der Glaubwürdigkeit vor den Wahlen - nach den Wahlen und sie wird trotzdem stärkste Partei. Das verstehe wer will.

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