Sonntag, 27. März 2011

Etwas zu einfach

Die radioaktiven Partikel sollen im Ozean verdünnt werden. Sicherlich ist das nicht falsch. Ist es aber auch richtig?

Gestern sagte jemand im Fernsehen, dass Fisch hier unbedenklich gegessen werden kann, weil in der Gegend um Fukushima nicht gefischt wird. Wie lange noch ist Fisch unbedenklich?

Das Meer ist dort verstrahlt. Hat man das auch den Fischen, die vor Fukushima im Meer schwimmen, gesagt? Meiden die jetzt den Sektor? Schwimmen sie nur in verdünnten radioaktiven Partikeln? Und wissen sie, wie verdünnt die Radioaktivität sein muss, damit sie nicht geschädigt werden können, damit sich ihr Erbgut nicht verändert?

Und was machen Fische, die Fische fressen? Nehmen die einen Geigerzähler zwischen ihre Flossen? Wählen sie aus, welche Fische Nahrung sein könnten und welche nicht?

Was macht das Plankton? Kann es nicht verseucht werden? Macht es vielleicht einen Bogen um Fukushima? Und wenn es verseucht ist, wissen die Fische, dass sie es nicht als Nahrungsquelle nutzen dürfen?

Wir stehen oft am Ende der seeischen Nahrungskette und wir sollen uns keine Gedanken machen? Fisch soll unbedenklich sein?

Und noch eins. Haben Seevögel jetzt auch Geigerzähler unter ihren Flügeln? Nungut, wir essen in der Regel keine Seevögel. Müssen wir aber nicht auch an sie denken? Müssen wir uns immer im Mittelpunkt von allem sehen? Wird nicht das ganze Ökosystem geschädigt?

Kommentare:

  1. Verdünnt oder nicht verdünnt ...
    Die radioaktiven Substanzen sind vorhanden und verbreiten sich.
    Was ich besonders lustig finde, war ein Kommentar im Radio auf hr1, dass den Japanern so langsam der Kragen platzt. Wenn ich es richtig verstanden habe, demonstrierten in Tokio so um die einhundert Menschen.
    Nein, lustig ist das nicht. Es ist das Ergebniss durch Gehirnwäsche und Angst vor dem Staat.
    Ich hatte mich heute bei dem Gedanken erwischt, bei Regen lieber in der Wohnung zu bleiben. Das ist schlimm.
    Da es kein Regen gab, fand ich auch den Weg ins Wahllokal und stimmte mit einem fetten NEIN gegen eine Schuldenbremse in der hessischen Verfassung.
    Bin gespannt auf die Ergebnisse bei den Wahlen der Schwaben.

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  2. Angst vorm Staat und Gehirnwäsche, nein, das ist auch zu einfach. Japanern merkt man die lange Abgeschlossenheit an. In ihrer Geschichte hatten sie ihr Land nur ganz selten für Fremdes geöffnet. Tief verwurzelt ist die alte Samurai-Tradition mit ihren Rangordnungen. Außerdem sind Japaner völlig unflexibel, scheuen sich davor, Verantwortung zu übernehmen und folgen immer einer Gruppe. Was die Gruppe sagt, wird gemacht und man unterstellt sich dieser völlig bis zur Selbstaufgabe. Wenn man sich diesem Gruppenzwang widersetzt, kommt es auch oft zu wirtschaftlichen Schäden für den Einzelnen. Die Mentalität der Japaner ist im Prinzip nicht nachzuvollziehen so als Europäer. Nicht für umsonst soll es dort die höchste Selbstmordrate geben. Japaner leben auch irgendwie in sich selbst ohne große Beziehungen zu anderen Menschen außer sie gehören zur Familie oder man ist wirtschaftlich irgendwie abhängig von den Menschen. Es ist schwer sich ein Bild von ihnen zu machen, da sie wirklich völlig anders sind als wir und unsere Beschreibungen passen nicht wirklich auf ihre Persönlichkeit.

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