Freitag, 22. April 2011

Hitler - ich komme - so ruft man heute!

Zitate Beginn: "Nicht Sarrazin gehört an den Pranger, sondern diejenigen, die jahrelang die von Sarrazin beschriebenen Probleme ignoriert, verschwiegen, vernebelt und verdunkelt haben. Sie haben diese Fehlentwicklungen zugelassen bzw. gefördert und damit großen Schaden für Deutschland verursacht.
Ich bin der Überzeugung, dass es in der Sarrazin-Kampagne im Kern um das Selbstwertgefühl einer linksliberalen Minderheit geht, die lange der Idee der multikulturellen Gesellschaft hinterhergelaufen ist, und jetzt vor den Trümmern ihres eigenen Weltbildes steht. Diese rückwärtsgewandten Weltverbesserer wollen nicht einsehen, dass Multikulti gescheitert ist und beharren sturköpfig, wie kleine Kinder, auf das Weltbild ihrer Jugend, das der Wirklichkeit diametral entgegensteht, nicht nur in Deutschland. Wunschvorstellungen sind das eine, die Realität das andere. Dass einer wie Sarrazin, mal auf den Punkt kommt, kann daher nur von Nutzen für unser Land sein.

Sarrazin ist der Garant dafür, dass die SPD eine Volkspartei bleibt. Eine Partei, die die Probleme des Landes Ernst nimmt. Und sich nicht von Berufspolitikern wie Gabriel und Nahles eine Scheinrealität aufzwingen läßt. Gut so. Ich bleibe in der SPD.

Die Kritikiker aus der SPD sollten sich vergegenwärtigen, dass diese Partei ein D am Ende hat. Und Sarrazin macht sich Sorgen um die Zukunft unseres Landes, um unseren Sozialstaat.

Wie schaut der Sozialstaat in 20 Jahren aus, wie das Verhältnis Steuerzahler / Sozialtransferempfänger?
Wer von den Grünen, der SPD, auch der CDU, hat sich denn damit schon mal ehrlich und realistisch auseinandergesetzt?
Deshalb bin ich froh, dass Sarrazin dazu endlich mal eine Diskussion, und die deutschlandweit in Gang gesetzt hat.

Eigentlich ist mir die SP(D) ja wurscht, aber wenn ich gefragt würde, dann würde ich den Sozis raten auf Leute wie Steinbrück und Sarrazin zu setzen sowie zu versuchen, Wolgang Clement zurück zu gewinnen." Zitate Ende 

UND SO WEITER UND SO FORT!

Wie blöd muss man denn noch sein, wenn man sich Steinbrück und Co. zurück wünscht. Das Schaf flennt nach seinem Schlächter. 

Wenn ich nach Sozialstaat frage, dann schaue ich doch zu den 10 % da oben, die sich aus dem verabschiedet haben, aber nicht nach denen unter mir. Ich frage mich wirklich, ob die Menschen ihr Hirn irgendwo hin verlegt haben. Wurde es vielleicht bei SAT1, RTL oder in der BILD-Chefredaktion abgegeben? War vielleicht eine große Hirneinsammelaktion, die ich verpasst habe und nichts davon weiß?

Das was Hitler sagte, ist heute 1 : 1 wieder gesellschaftsfähig. Was soll man dazu sagen? Der Stammtisch hat gesprochen. Der Stammtisch freut sich. Der Stammtisch begreift nichts. Sarrazin ist nicht nur gegen den Migranten, er ist auch gegen Deutsche, gegen aussortierte Deutsche.

Der Stammtisch sollte nun inbrünstig zu seinem Gott beten, dass er eines Tages - vielleicht morgen schon - nicht selbst aussortiert werden wird. Gönnen tu ich es denen schon. Sollen sie doch auch spüren, wie schnell man zur Unperson wird.

Es ist immer wieder schön zu hören, dass die Ergüsse und die Gesetze unserer Regierung wohl bald ein 4. Reich möglich machen werden und die verblödete Masse macht mit und zwar aus vollem Herzen. 

Und die Urheber? Die bleiben im Dunkeln. So wie sie es wünschen. Nur wir Idioten zerfleischen uns.

Erst war'ns die Juden, dann die Heiden (so kurz nach der Wende), dann die Stasi und jetzt die Muslime. Was würde Lieschen Müller oder Hans Jedermann ohne seinen Buhmann machen? Müssten die jetzt mal ihr Hirn einschalten? Ach ich vergaß, da war doch die von mir verpasste Hirneinsammelaktion und jetzt ist dort oben nur noch ein schwarzes Loch.


Kommentare:

  1. Hallo PeWi,
    Du solltest einen zitierten Text - erkennbar - als Zitat kennzeichnen, damit er als solches sofort zu erkennen ist. Ich war erst einmal sehr verwirrt, bis ich weiter gelesen habe; trotz Texteinzug. Ich werde jetzt selbst etwas besser darauf achten.
    Liebe Grüße - Volker

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  2. @frei-blog: hab ich gemacht. Stimmt, bei diesem Design sieht man das wirklich nicht auf Anhieb, was ein Zitat ist.

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  3. nehme mal an, das zitat war eines der zahllosen "kommentare" genannten volksverhetzertiraden aus bild.
    zur kritik: das braune gedankengut und die entsprechenden sprüche findet man weniger an den stammtischen, die es de facto ja auch fast gar nicht mehr gibt, sondern bei wissenschaftlichen beiräten in demokratischen volksparteien und in golfclubs und ähnlichen sammelpunkten des gehobenen kleinbürgertums.

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  4. @landbewohner: Das Bruderblatt "Welt". Nicht nur das gehobene Kleinbürgertum und die angesprochenen anderen "Vereine" steht hinter dieser Ideologie. Sie setzen sie in die Welt und die "Stammtische" (ich nenne das jetzt mal so) ziehen nach und klatzschen Beifall. Auch viele der sogenannten kleinen Leute in den Gartenvereinen, in den Wohnsilos und, und, und stehen fest hinter Sarrazin und Konsorten. Sie plappern das im Brustton der Überzeugung nach. Ich kenne sie aus dem Verwandten, Bekanntenkreis und aus der Nachbarschaft.

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  5. Ergüsse wie die von Dir zitierte Passage erzeugen bei mir eine starke, körperlich spürbare Reaktion, nämlich Übelkeit bis zum Brechreiz.
    Ich frage mich, wie sich in diesem Land und in dieser Welt etwas ändern kann wenn solch eine gequirlte Sch... beinahe widerspruchslos zur "Volksmeinung" erhoben werden kann. Dass kein Sturm der Empörung als Reaktion auf die allgegenwärtigen "Sarrazinaden" losbricht, sondern allenfalls lauwarme Beschwichtigungen und halbherzige Relativierungen einiger unserer gewählten "Volksvertreter" zu hören sind zeigt mir, wie verkorkst, verkommen und asozial unsere tolle Gesellschaft im Land der Dichter und Denker mittlerweile ist. In diesem Sumpf aus Intoleranz, Ignoranz, Borniertheit Hass und Neid, in der es nur um Macht, Profite, Leistung und dicke Autos geht, kann niemals eine gerechte Welt entstehen.
    (Mir wird schon wieder Übel)

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  6. @drahtwerker: Mir war es auch nicht möglich die Ergüsse weiterzulesen. Nach der ersten Seite habe ich gepasst. Da fühle ich dann immer eine Wut in mir aufsteigen, dass das nach unseren leidvollen europäischen Erfahrungen wieder möglich ist. Vielleicht waren dies Ansichten auch noch nie verschwunden, nur man hatte es sich nicht getraut, sie zu äußern. Heute ist faschistisches und nazistisches Gedankengut wieder laut äußerbar und man klatscht Beifall. Ja, das lässt einen tiefen Einblick in die Gesellschaft zu, genauso wie in Ihren Kommentar angeführt.

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