Freitag, 22. April 2011

Irren ist menschlich

Quelle: Südkurier:

Irren ist menschlich – in der Politik ein teurer Spaß [2]

 
Die Belastung unserer Volkswirtschaft durch politische Fehlentscheidungen ist inzwischen gefährlich hoch.

In unserer Alltagssprache kennen wir einige überaus freundliche Sprichwörter. „Irren ist menschlich“ zum Beispiel oder „Durch Schaden wird man klug“. Solche Redensarten erleichtern das menschliche Zusammenleben. Jetzt wird wieder einmal versucht, diese Alltagserfahrung auch auf politische Entscheidungen anzuwenden. Die Bundesregierung nimmt die Katastrophe in Japan zum Anlass für die Korrektur ihrer Atomenergiepolitik und baut darauf, dass wir ihr den Ausstieg vom Ausstieg aus der Kernenergie, den sie vor wenigen Monaten gegen alle Warnungen entschieden hat, nachsehen.

Die Risiken liegen seit Langem auf dem Tisch. Die Entsorgung des Atommülls ist ungeklärt. Sie wird unglaublich teuer und Atomstrom überhaupt nicht billig – das wusste man auch schon vor der Katastrophe in Japan. Und auch vom Restrisiko eines GAU wusste man. Spätestens seit 1986 mit der Katastrophe von Tschernobyl war auch bekannt, dass dieses Restrisiko möglicherweise aktuell eintritt und nicht erst in 100 000 oder einer Million Jahren.

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