Dienstag, 3. Mai 2011

Jetzt isser tot

Der Feind Nr. 1 des Westens - Osama Bin Laden - soll getötet worden sind. Okay, ich weine diesem Soziopathen keine Träne nach. Er hätte dann das bekommen, was er verdient hat. Nur, ich kann das so sagen, ich bin Privatfrau - kein Staat.

Befremdlich sind für mich die Reaktionen von Staaten. Da erhält die USA einen Korb Glückwunschschreiben. Viele Regierungen der Welt freuen sich über den Tod eines Menschen. Und das war er ja - egal wie soziopathisch er agiert hat. Und er war ein Freund der USA - irgendwann mal - so lange ist das auch nun wieder nicht her. Die westlichen Staaten haben Bin Laden hofiert als es gegen die Sowjetunion damals ging.

Jetzt melden sie Freude darüber, dass er gekillt wurde. Die UN bereitet eine Erklärung der Freude vor.

Also ich finde das mehr als befremdlich. Man kann alles über den Tod Bin Ladens sagen, aber Freude darüber empfinden ...? Partys feiern? 

Was sagt das über die westlichen ethischen Grundsätze aus? Wir feiern auf der Leiche eines Mannes? Einem Drecksack zwar, aber deshalb auf seiner Leiche herumtanzen?

Sind wir dann nicht ähnlich der Taliban, die töten und auf den Leichen ihrer Opfer feiern? Sind wir dann nicht auf den Spuren islamistischer Terroristen, wenn wir Freude über die Ermordung eines Feindes zeigen? Was ist an uns dann anders? Wo bitteschön sind wir dann die besseren Menschen, die wir immer vorgeben, zu sein?

Bin Laden ist tot. Okay. Er hat das bekommen, was er vielen Menschen angetan hat. Aber feiern? Nein! Nachdenklichkeit sollte vorherrschen. Und die Frage: Was bringt uns das?

Kommentare:

  1. Es kann ja auch sein, ich meine ja nur so, dass mit dem Mord an ihn von den anderen Morden an Gaddafis Familie abgelenkt werden sollte,
    sicher wusste "man" schon lange wo er war.

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  2. Vor Lachen konnte ich die Nachricht über Bin Ladens Tod vernehmen. Ist man (oder wir) wirklich so naiv zu glauben, dass Bin Laden durch die Amis in den letzten Tagen getötet wurde? Stellen wir mal einige Dinge klar:
    1. Obamas Umfragewerte waren so tief, wie es kein anderer Prädident der USA fertig gebracht hat!
    2. Der Dollar ist auf Sturzflug in Richtung Inflation im ungeahnten Maße!
    3. Der Krieg, den Amerika mit Persien und Nordafrika begann ein Farce zu werden.
    4. Der Tod Bin Ladens ermöglicht weitere Schikanen gegen die Weltbevölkerung!

    Kommen wir zu Punkt 1:
    Durch den (gestellten) Tot Bin Ladens gehen die Umfragewerte Obamas schlagartig nach oben. Seine Akzeptanz in der Bevölkerung ist wieder ein paar wichtige Prozentpunkte nach oben gekrochen! Er hat ein überfälliges Ergebnis oder Ziel des Krieges in Afghanistan/Irak präsentiert - damit gewinnt der Krieg auch wieder an Sinn und wahrscheinlich auch wieder an Gefallen der Amis!

    Punkt 2.
    Die Kosten der amerikanischen Kriege laufen aus dem Ruder - die Federal Reserve Bank (FED) druckt ungeachtet der Finanzkrise im gigantischen Maße Dollarnoten - bringt damit Unmengen an Geld auf den Markt und destabilisiert damit die Wirtschaft anderer Staaten! Durch die Verkündung des Todes von Bin Laden ist ein Teil der Kriegsaufgabe erfüllt und man bekommt neues Vertrauen in diesen völkerechtlich verwerflichen Krieg! Der Dollar steigt!

    Punkt 3
    Da ist die Begündung schon im Punkt 2! Die damalige Aufwiegelung der amerikanischen Bevölkerung zum Krieg gegen Afghanistan/Irak hat ein, oder das Ziel erreicht! Damit ist ein Teil der kriegerischen Forderung erfüllt...auf einmal sieht der Krieg dort wierder sinnvoll aus - zumindest aus der Sicht der Amis!

    Zu Punkt 4:
    Das scheint mir der wichtigste Punkt zu sein! Terrorgestze könne bestehen bleiben - weil sich jetzt die arabische Welt rechen wird. Es können hier und da Bomben hoch gehen, Menschen getötet werden. Ob diese Bomben von den Geheimdiensten der westlichen Welt sind oder ob sie wirklich von Islamisten stammen, spielt dabei gar keine Rolle - aber bei all diesen Umständen können sehr schnell Notstände ausgerufen werden, oder gar Kriegsgesetze in Kraft treten. Damit würde die westliche Welt gänzlich in die Überwachung abgleiten - eine wahre Opposition kann damit immer bekämpft werden.
    Aber dieser Punkt kann noch mehr aufzeigen:
    Ein Krieg mit der arabischen Welt ist jetzt auf den Weg gebracht. Erst die Revolten in den arabischen Ländern, dann der Krieg gegen Libyen und die Weichen sind nun vollständig gestellt, dass man sich nicht scheuen wird, Iran und Syrien anzugreifen.
    Alles für Demokratie und Rache! Wenn man es geschickt manipuliert, werden wir in diesem Jahr noch den Beginn des 3. Weltkrieges erleben.

    So ist der vorgespielte Tod Bin Ladens ein wahrer Volltreffer! Oder denken Sie wirklich, es geht um etwas anderes? Selbst große Nachrichtenagenturen zweifeln an dem Wahrgeitsgehalt dieser Nachricht! Das offizielle Foto vom Tod Bin Ladens ist bereits als gute Fälschung entlarvt.

    Im Grunde geht es nicht um Dollar, Euro, Menschen oder Wirtschaften - es geht um Macht, Macht und der Besitz der Erde! Um nicht mehr-und das ist viel!

    LG
    Ubasser

    PS: Noch ein bisschen Big Brother und andere Dummi-Shows im Fernsehen und das Volk wird alles glauben!
    Osama Bin Laden weilt seit fast 10 Jahren nicht mehr auf dieser Welt - was bewiesen ist, aber offiziell geheim gehalten wurde - wie gesagt, alles muss irgendwie einen Sinn ergeben. Denkt einmal darüber nach!

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  3. Tja, wenn wir nicht die Verschwörungstheoretiker hätten ... Nur die allein denken nach. Mag sein, dass er seit 10 Jahren nicht mehr lebt. Mag aber auch nicht sein. Darum geht es mir jetzt aber auch nicht wirklich. Mir geht es vor allem darum, dass unsere sogenannte christliche Welt auf der Leiche eines Mannes, egal wer es jetzt ist, tanzt und Freude über die Ermordung ausdrückt. Und es ist ein alter Hut, dass es nur um Macht geht. Das müssen wir uns gegenseitig nicht mehr sagen. Wer diesen Blog liest, weiß das.

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  4. @PeWi
    Definition Theorie:
    Eine Theorie ist ein vereinfachtes Bild eines Ausschnitts der Realität, der mit diesem Bild beschrieben und erklärt werden soll, um auf dieser Grundlage möglicherweise Prognosen zu machen und Handlungsempfehlungen zu geben. Jeder Theorie liegen mehr oder weniger deutlich ausformulierte Annahmen zugrunde.

    Nur zur Kenntnis, @PeWi, wenn jemand sich jenseits des Mainstream informiert - und dies national und international - wird in der westlichen Welt grundsätzlich als VT - oder anders gesagt, als Spinner hingestellt.

    Was dachten Sie, PeWi, welche Reaktion der Tod von Bin Laden auslösen sollte? Etwa Bedauern, oder Trauer, oder was sonst? Schließlich hat er die Amis "angegriffen"! Das kann nur Freude auslösen!
    Denken Sie einmal zurück, da fällt Ihnen sicherlich auch ein Name ein: A. Hitler - da hat man auch Freudenfeste gefeiert - und man feiert sich heute noch!

    Gut, wenn man weiß, dass es nur um Macht geht. Ich wollte nur damit sagen, dass die Macht heute nicht mit Geld und Politik einher geht, sondern sie ist in ganz anderen Bereichen tätig! Mit Geld kann man alles? Eine Aussage von vor 150 Jahren. Die Zusammenhänge der Macht sind viel skuriler und schwerer zu erkennen, als es uns lieb ist. Allerdings ist das Ziel der Macht prinzipiell die Ausbeutung und Unterwerfung der Menschen, des Volkes. Daran hat sich nichts geändert! Politiker und Macht, ist heute ein Verhältnis, welches nicht mehr berücksichtigt wird. Politiker sind nur Erfüllungshilfen.

    Die sogenannte christliche Welt - so wie Sie es ausdrücken wollen - gab es nie wirklich! Menschen die revolutionär gedachten haben, landeten in der Vergangenheit immer auf dem Scheiterhaufen. Menschen die gütlich und ehrlich landeten auch dort. Die christliche Welt war schon immer grausam - warum darf man sich dann nicht über den Tod eines Feindes freuen?

    Ex-Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Libyen - demnächst Syrien und Iran - der Plan funtioniert. Und wenn dann noch ein Märtyrer stirbt, ist das Ende des Plans erreicht!

    Erinnern Sie sich - in DE laufen die Terrorgesetze aus, sollte nun aufgrund der Tötung von Bin Laden eine Bombe explodieren, wird man diese Gesetze bestehen lassen.

    Bin Laden war ebenso eine Schöpfung der CIA wie seine gesamte Organisation. Er hatte ausgedient - und richtig, die Sowjetunion ist nicht mehr existent - viel schlimmer: Russland stellt sich der Demokratie und lehnt sich an China...alles merkwürdig was ich schreibe, stimmts? Aber man muss die Zusammenhänge suchen. Ein Zusammenhang sind die sogenannten Machtachsen - vor mehr als 100 Jahren beschrieben - die man versucht herzustellen.

    Die Folge sind Destabilisierung, Kriege (dazu gehört der Tod Bin Ladens, weil er Amerika angegriffen und sich darauf der Krieg entwickelt hat), Völker- und Religionsvermischung. Was Besseres gibt es doch gar nicht - siehe Deutschland und Islam! Ist man sich im Volke nicht einig, sind alle Manipulationen, Lügen, soziale Abschlachtung erfolgreich, und! Man kann gut regieren!

    In Ihrem Artikel oben stellen Sie ein sehr, sehr wichtige Frage! Der letzte Satz: "Was bringt uns das?" Man kann aber auch etwas umformulieren und fragen: Wem nutzt es?

    LG
    Ubasser

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  5. Lieber Anonym, nein Spinner sind Sie nicht oder nur ein kleines bisschen, wie das jeder in sich trägt. Ich verfolge Verschwörungstheoretiker immer mit einem kleinen Augenzwinkern. Und ich weiß jetzt nicht, was das mit der Religionsvermischung sein soll. Dazu scheine ich ja nicht klug genug nachdenken zu können. ;) Ich hänge Bin Laden nicht so hoch. Es gibt wichtigere Dinge. Wer hat denn überhaupt noch an OBL gedacht? Ob er tot ist oder am Leben, ist völlig uninteressant. Alles läuft so weiter, wie es gerade läuft. Das ist nichts weiter wie die Königshochzeiten und "Big Brother". Nur hier haben sich Regierungen ganz öffentlich geoutet, dass sie auf den Rechtsstaat pfeifen. Das wissen zwar auch schon, aber man hat bei den Glückwünschen mal kein scheinheiliges Mäntelchen um seine Schultern gehüllt. Alles andere gehört jetzt nicht hier her, weil es ein weites Feld ist und zum Denkkreis: Wem gehören die Produktionsmittel gehört. Und wer ein bisschen Philosophie gehabt hat, weiß genau, dass der Staat immer Machtinstrument der herrschenden Klasse ist, auch wenn sie es bemäntelt und verschleiert. Das weiß aber auch jeder, der hier liest, das ich so denke. Und - islamistischer Terror hat nie dem Islam genützt, sondern immer nur unseren Hardlinern, um Bürgerrechte beschneiden zu können. Nur, das war nicht mein Thema. Mein Thema war, dass jeder mal darüber nachdenken sollte, was es uns persönlich bringt. Da wird sicherlich jeder zu einem anderen Ergebnis kommen. Und deshalb auch vielen Dank für Ihren Kommentar.

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  6. @ PeWi,
    ich bin doch nicht anonym...mein Name steht doch unten:-). Ich möchte Ihnen nur noch sagen: mag sein, das es Verschwörungstheoretiker gibt, davon ganz abgesehen steht viel Blödsinn im Netz. Die werden einfach als Spinner abgetan - daran gibt’s nichts auszusetzen. Was ich jedoch meinte, hinter all den hier genannten Dingen, stehen Fakten. Und wir müssen uns angewöhnen auch mal über den Tellerrand zu schauen. Wir müssen uns international kundig machen.
    Damit erscheint ein großer Teil der Politik im Zusammenhang, damit erklären sich viele Informationen. Was in Deutschland so gesagt wird, wird in anderen Ländern ganz anders dargestellt. Egal ob ich englische, kanadische, Schweizer oder russische Zeitungen betrachte. Die Vielfalt lässt einem dann die Sicht der Dinge klarer erscheinen.

    Im Moment haben wir einen Zustand der Orientierungslosigkeit. Der Mainstream manipuliert und lügt. Wir wissen, der Sozialismus hat nicht wirklich funktioniert und der Kapitalismus nur bis zum Ende des Sozialismus. Das sagt uns doch, beide Systeme sind abhängig von einander. In welche Richtung müssen wir gehen? Jetzt kommt noch hinzu, dass wir Zahlmeister der EU sind, der Euro anfängt zu schwächeln, der Dollar sich in der Auflösung befindet (zumindest im letzten Kapitel), Technisierung schafft Arbeitsplatzabbau, Öffnung der Grenzen für noch billigere Arbeitskräfte und, und, und...

    Welchen Weg müssen wir beschreiten? Gehe ich nach K. Marx wäre nun die Abschaffung des Staates fällig...was folgt als Nächstes? Wir stehen an einer Stelle in der Entwicklung der Menschheit, die schiere Ausweglosigkeit aufzeigt! Da können noch so viele Philosophen ihre Geist der Öffentlichkeit offenbaren...raus kommt dabei nichts! Zumindest nichts, mit was man die Welt verändern könnte - oder unser System.

    Erkennen Sie nun die oben genannten Zusammenhänge? Man fährt uns an die Wand - man verlässt sich darauf, dass der Mensch sich nicht einig werden wird! Man treibt das Spiel solange, bis ein Krieg, nein, der Krieg passieren wird...ein anderer Ausweg bleibt denen nicht, um ihre Macht zu erhalten!

    Der deutsche Staat ist keine souveräne Einrichtung. Er hat in bestimmten Grenzen die Macht...und ist somit auch das Machtinstrument. Aber ein Rechtsstaat wird der deutsche Staat in der jetzigen Konstruktion niemals sein und gleich recht nicht werden.
    Das was Sie mit Produktionsmitteln ansprechen, geht auf eine Autarkie zurück - zumindest so wie Sie sich das denken. Um Gottes Willen - natürlich ist das eine Lösung - aber eben nur territorial begrenzt. So, oder so ähnlich kann eine Zukunft aussehen.

    Autarkie - das hat auch Gaddafi, und Sie sehen, was gemacht wird! Wer sich aus den Fängen der Macht entzieht, wird bekämpft! Wer innovative Erfindungen hat, dem wird mit dem Tode gedroht! Das sind leider die Realitäten.

    Merken Sie sich ein Satz von F.D. Roosevelt: "In der Politik geschieht nichts zufällig"

    Da gehört auch der Tod von Bin Laden dazu! Und vor der jetzigen und kommenden Zeit habe ich Angst! Wenn die arabische Welt vollends in Aufruhr gesetzt wurde und größere Kämpfe stattfinden werden, sollte es ein leichtes sein, auch in unserem Land einer kompletten Destabilisierung des jetzigen Zustandes herbei zu führen.

    Stellen Sie sich vor: in den moslemischen Hochburgen, wie Hamburg, Köln, Berlin usw. fliegen die Moscheen oder Gebetshäuser in die Luft...was würde denn passieren? Wenn dann die ersten Deutschen umgebracht wurden, schreit jeder nach einem Krieg und Vergeltung...kennen Sie das nicht?

    Daher ist ihr Artikel zwar lieb und gut gemeint, und er spricht vor allem die Moral an - das sehen Sie alles komplett richtig! Aber wie heißt es so schön: Erst kommt das Fressen und dann die Moral!

    LG
    Ubasser!

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  7. @Urbasser: Nein ich kenne das nicht, dass, wenn religiöse Einrichtungen in Deutschland in die Luft fliegen, in Deutschland nach Krieg gerufen wird. Den Fall gab es bisher noch nicht. Wir haben noch keinen Bürgerkrieg. Ja, es stimmt, dass erst das Fressen und dann die Moral kommt. Und noch einmal nein, K.Marx würde jetzt nicht den Staat abschaffen. Das ist schlicht und ergreifend falsch. Bei ihm wäre das der Endpunkt einer sehr langen Entwicklung, an deren Anfang die Klärung der Eigentumsverhältnisse an Produktionsmittel stehen würde. Übrigens hatten wir weder Sozialismus noch Kommunismus bisher. Es waren ganz bescheidene Anfänge unter einer falschen Voraussetzung entstanden. Unsere Gesellschaft ist noch nicht am Ende, obwohl es so scheint. Die Produktivkräfte des Kapitalismus sind noch viel zu stark, auch deren Innovationsvermögen. Auch geht es den Menschen in der westlichen Hemisphäre immer noch viel zu gut, obwohl das auch anders erscheint. Hier kann man nicht mit "Fressen" zuerst kommen, da richtiger Hunger in Deutschland nicht herrscht. Es gibt sicherlich viele Menschen und das immer mehr, die Mühe haben über den Monat zu kommen, aber richtiger Hunger, das weiß hier in diesem Land Gottseidank noch niemand was das ist. Das hat man in Indien gesehen, in Afrika oder anderswo. Armut ist hier nicht so gravierend und vor allem nicht so offensichtlich. Solange das so bleibt, sehe ich keine Änderung in dieser Gesellschaft. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man die Menschen vor allem erst auf moralischer Ebene ansprechen muss. Langsam das Denken anregen muss, nicht mit dem Holzhammer, wie ich leider Einiges in Ihrem Kommentar auffasse. Man stelle den Menschen Fragen, erst ganz einfache Fragen, so dass er seine, von den öffentlichen Medien beeinflusste Meinung, überdenkt, dass er zumindest angeregt wird auf ganz persönlicher Ebene nachzudenken. Das erreicht man m.E. nicht, indem man den Menschen, vereinfacht gesagt, das ganze Leid der Menschheit an den Kopf wirft. Dann schaltet er auf Durchgang und man erreicht überhaupt nichts. Nachdenken anzuregen ist eine schwere Sache. Glauben Sie mir, ich teste es des Öfteren. Man erreicht niemanden, wenn man ihn unterstellt, nicht nachzudenken oder ihn schulmeisterlich irgendwelche Lehrsätze/Aussprüche an den Kopf wirft und damit zum Ausdruck bringt, dass man doch viel Gescheiter ist, als der andere. So etwas geht schief. Und da kann man wie verrückt Recht haben, es geht ins Ohr hinein und aus dem anderen wieder heraus. Ich glaube, dass Sie das auch nicht wollen. Danke für Ihr Interesse.

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  8. Aber, aber, PeWi, wer sagt den was von Bürgerkrieg! Wie meinte ich das? So wie der 9.september 2001 von den Geheimdiensten der USA der eigene Angriff inzeniert wurde, so etwas kann man auch in unserem Land machen. Da wir über 6 Mio moslemische Mitmenschen haben, wäre das ein durchaus denkbarer Vorgang.
    Die Wut der deutschen Bevölkerung würde sofort umschlagen und sollten sich die Moslime zu wehr setzen und es kommen dabei Deutsche um, wäre der Schrei nach Vergeltung vorhanden.

    Ich weiß nicht, Sie schreiben, Sie kennen die Menschen...aber dann sollten auch Sie solch ein Szenario sich vorstellen können.

    Die Frase, dass wir keinen Sozialismus hatten, musste ich mir auch immer wieder einhämmern. Und glauben Sie mir, mein Großvater, Vater und auch ich bin ein guter Linker, aber die Realitäten darf man trotz allem Guten was in der DDR war nicht vergessen.

    In der DDR hatten wir einen Staatskapitalismus, überdenken Sie, welche Löhne hatten wir? Was konnten wir uns leisten? Ich meine nicht den heutigen Konsumrausch! Ich meine einfach, Urlaub - einen guten und günstigen nur mit einer Beziehung, ein Auto? Nach 13 Jahren Wartezeit vielleicht -gebraucht, nein! Überall blühte der Schwarzmarkt! Studieren was man wollte - Fehlanzeige! Einen Beruf den man wollte - vielleicht mit Beziehung! Kindererziehung - wenn Frau nicht 3 Schichten arbeiten mussten! Nee, Sozialismus war nur für den Westen zuständig - wir hatten nichts! Schauen Sie sich das DDR - Gesundheitswesen an, entweder man bekam keine Medizin oder nur eine oberflächliche Behandlung.
    Viele ist heute nicht anders - das einzige was wir wirklich hatten, das war die sogenannte Gemeinschaft - irgendwie funktionierte sie.

    Nein, es ist falsch zu sagen, das niemand nachdenkt - man denkt nur die vorgegebene Meinung nach.

    wer sagt uns, das wir einen Staat benötigen? Er wurde den Menschen vor ein paar tausend Jahren aufgezwungen...sind wir damit weiter gekommen?

    Das heißt nicht, man sollte die Solidargemeinschaft aufgeben. Ganz im Gegenteil, damit wird sie erst gestärkt.

    Leider kommen wir nicht zu diesem Punkt, zu dieser Entwicklung - zumindest nicht auf dem einfachen friedlichem Weg. Der Mensch muss erst Qualen erleiden, damit er anfängt sich zu ändern.

    Da aber die Maniplation in den letzten zwei Jahren rasant zugenommen hat, und sich die Machthaber immer mehr in Bedrängnis fühlen, siehe Krise, siehe der arabische Krieg...damit steuern sie die Welt immer mehr in Richtung Weltkrieg.
    Es sind keine Übertreibungen oder vielleicht Verschwörungstheorien, es sind die Fakten die zählen.
    Na logisch, ich will niemanden unterstellen dumm zu sein, oder sich nicht genügend selbst zu bilden - manche Zusammenhänge in der Politik sind nunmal schwer zu erkennen. Und das bekommt man eben nicht bei den Tagesthemen oder der Heute-sendung gesagt.
    Es ist nunmal einfacher, eine manipulative Nachricht zu glauben, als es gilt, die Wahrheit zu erkennen.
    Eine Wahrheit über das Machtgefüge auf der Welt ist eh sehr schwer zu entlarven, aber die, die es tun, und darüber berichten wollten, sind nicht sehr alt geworden!

    Unsere Denkweise kann nur in Richtung Gemeinsamkeit gehen, denn die Machthaber sind nur so mächtig, wie wir es zulassen. Wir brauchen Toleranz des andersdenkenden Menschen gegenüber und trotz alledem eine Nenner finden. Es kann nicht sein, dass sich Proteste in Luft auflösen, nur weil es ein paar Querdenker gibt. Mit anderen Worten, das Ziel soll der Weg sein.

    Wir maßen uns an, andere auszuschließen, obwohl sie die gleiche Sache wollen - ist das nicht idiotisch, lächerlich und kleinkarriert?

    Meistens ist es sehr schwer den Istzustand zu beschreiben, manche Menschen werden dann überfordert, da gebe ich Ihnen Recht. Wir haben nur als Gemeinschaft der Unterdrückten die Möglichkeit das Schlechte und Böse zu beenden, egal wie manipuliert wird. Wir müssen untereinander Aufklärung schaffen und was wichtig ist, auch tolerant sein...anders kann man ein Gesellschaft, das Land und das System nicht ändern.

    Aber im Grunde verstehe ich Sie!

    LG
    Ubasser

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  9. 2. Anlauf, da Bogger gesponnen hat: @Ubasser: Ich muss mich jetzt kürzer fassen, da meine Erwiderung von der Länge her nicht akzeptiert wurde. Mit vielen bin ich vollauf einverstanden. Ich muss nur bei der DDR widersprechen, da ich ein völlig anderes Leben lebte. Mir wurde der Beruf ins Haus getragen und später habe ich per Fernstudium noch studiert, weil ich damals in der 9. Klasse noch nicht wusste, was ich eigentlich wollte. Mir ging das nicht allein so. Ich habe auch, weil ich meinen Weg suchte, mehre Studienanfänge hinter mich gebracht, bis ich das Richtige fand. Westliche gleichaltrige Kolleginnen haben mich um meine damaligen Möglichkeiten beneidet. Nicht zu vergessen. In meiner Generation musste Frau im Westen noch Mann fragen, ob sie arbeiten darf oder eigenes Konto eröffnen durfte. Man musste sich aber selbst bemühen und Initiative zeigen. Alle meine Freundinnen haben etwas aus sich machen gekonnt, ohne Geld. Ich hatte auch immer über das Gesundheitswesen in der DDR geschimpft, bis ich schmerzhafter Weise dem jetzigen ausgeliefert worden bin. Es stimmt nicht, dass man keine Medizin bekam. Ich habe im Krankenhaus ohne Probleme auch westliche Medizin erhalten. Ich habe immer die Physiotherapie erhalten, die ich benötigte bis hin zu Yoga. Die Krankenhauszimmer waren primitiver, dafür gab es Krankenschwestern, die sich um einen kümmerten. Kuren gab es kaum, aber heute auch nur, wenn man die Kraft hat, genügend Einsprüche zu erheben. Urlaub. Wir sind jedes Jahr 3 x in den Urlaub gefahren - privat. Wir hatten kein Auto, brauchten wir nicht, weil uns Zug, Bus oder Taxi überall hingebracht hatten. Das Auto heute ist bei uns nur Notwendigkeit gewesen und wird, wenn es nicht mehr durch den TÜV kommt, endgültig abgeschafft. Und ja, ich hatte damals den gleichen Lebensstandard, wie ich ihn heute habe. Ich habe damals nicht viel gebraucht und brauche heute nicht viel. Es gab genügend Geld für Kunst und Kultur, was ich auch selbstverständlich in Anspruch nahm. Heutzutage ist das etwas zu teuer. Ich hatte ein gutes und erfülltes Leben, anerkannt im Beruf und nicht ab 45 scheel angeschaut und ab 55 in die Ecke geknallt. Hier ist man ja schon ab 55 Senior, wo man damals im besten Alter war. Ich hätte mir vieles anders, besser vorgestellt. Es war nicht einfach konstruktiv etwas zu bewirken, aber es ging. Wir haben wenig verdient, obwohl ich immer für DDR-Verhältnisse gut verdient habe, aber wir hatten die 2. Lohntüte, die wohl sehr viele damals nicht richtig wahrnahmen, die ich aber geschätzt habe. Übrigens sind heute die Verdienste so im Keller, dass manche auch nicht mehr auf der Hand als sie damals hatten - ohne 2. Lohntüte. Sie sehen, mein Leben war wahrscheinlich etwas anders, war aber hart erarbeitet.
    mfg

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