Donnerstag, 9. Juni 2011

Auch nicht mehr wählbar

Ich werde langsam völlig heimatlos. Auch "LINKS" ist so nicht mehr wählbar. Wenn Politik von den Schlagzeilen von Zeitungen abhängig gemacht wird, die einen sowieso zerreißen wollen, dann sieht es schlimm aus.

Die Fraktion DIE LINKE hat jetzt beschlossen sich völlig aus Nahost herauszuhalten, wie ich las. Sie verbietet es ihren Mitgliedern, an einer Gaza-Flotte teilnzunehmen, sich für einen Staat Palästina neben Israel einzusetzen und sie will den Boykott israelischer Produkte nicht mitmachen.

Sogar in Israel selbst gibt es Gruppen, die israelische Produkte, die in palästinensischen Gebieten generiert werden, boykottieren. 

Wer, wenn nicht die LINKE soll denn für die Palästinenser eintreten? Ist die Franktion jetzt etwas Anderes als die Partei? Oder wie? Oder was?

Israel zu kritisieren, ist doch kein Antisemitismus. Israel ist ein Staat, keine Einzelperson! Israel ist genauso zu kritisieren, wie andere rassistische Staate und ich weiß, wovon ich rede. Dieser unterschwellige Rassismus in Israel und die überlegenen Herrenrassen-Allüren von Israelis - ich habe sie erlebt. 

Und das will die LINKE alles tolerieren? Nur um ein gutes Image bei BILD und der FAZ zu haben?

Ein wirklich trauriger Laden.

Kommentare:

  1. Unterschwelliger Rassismus und überlegene Herrenrassen-Allüren schließen sich gegenseitig aus. Der Rassismus in Israel ist offensichtlich und er war auch nie unterschwellig. Wer das nicht sieht ist blind.

    Ich war 1997 mehrere Monate in Israel und bin mit meinem Mann (der für seine Firma dort tätig war) kreuz und quer durchs Land gefahren egal ob israelisches oder palästinensisches Gebiet. Westbank, Gaza, nichts war uns verwehr. Der Unterschied zwischen den Gebieten war klar zu erkennen. Die bittere Armut der Palästinenser war offensichtlich und das lag ganz bestimmt nicht daran, dass die Palästinenser zu faul gewesen wären, aber das bißchen Wasser was ihnen Israel damal zugesteht reicht nun mal nicht aus auch noch die Wüste zum blühen zu bringen. Aus sicheren Quellen weiß ich, dass es seit die Mauer gebaut wurde nicht mehr möglich ist in die Gebiete zu fahren die wir 1997 noch unbehelligt bereisen konnten

    Es ist ein abscheuliches Verbrechen was da mit den Palästinensern passiert und wir alle sind mit verantwortlich das es geschieht.

    Wer genau wissen will, was zwischen Israel und Palästina abgeht dem seien z.B. die Bücher von Amira Hass - einer israelischen Journalistin die in Gaza lebt - empfohlen.

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  2. Nungut, da bin ich gerne blind. Ich kann leider nur aus Erlebtem berichten. Und da gibt es eben diesen unterschwelligen Rassismus, der sich NICHT öffentlich äußert. Ich kenne Israel NICHT aus Büchern ich bin nur eine arme, kleine Touristin gewesen, die mit Palästinensern und Israelis gesprochen hat, aber eben nur mit dem einfachen Mann/Frau auf der Straße. Sorry. Ich bin halt nicht so schlau. Und über Bethlehem habe ich z.B. genau das beschrieben. Man sollte eben mal zurückblättern.

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  3. Ach Übrigens, ich bin nicht verantwortlich dafür, was in Israel passiert, ich bin auch nicht verantwortlich dafür, wenn es heißt, dass wir über die Verhältnisse gelebt hätten, ich bin nicht verantwortlich dafür, wenn in Libyen oder Afghanistan gebombt wird. In meinen Namen geschieht nichts dergleichen. Ich habe auch nicht die Leute gewählt, die diese Politik verfolgen. Wer ist denn WIR? Wenn WIR geschrieben wird, sollte doch näher definiert werden, wer das WIR ist.

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  4. Hallo PeWi,

    mir scheint Du fühlst Dich von mir angegriffen, jedoch nichts liegt mir ferner. Meine Absicht war nur darauf aufmerksam zu machen, dass Unterschwelliger Rassismus und überlegene Herrenrassen-Allüren sich gegenseitig ausschließen.

    Herrenrassen-Alüren gehen mit Chauvinismus und Rassissmus einher und somit ist unterschwelliger Rassismus in diesem Zusammenhang nicht möglich.

    Tja, was ist WIR? Schwer zu erklären. Es gibt Fragen, die muss man sich einfach selbst beantworten um sie wirklilch zu verstehen, da sie nicht mit dem Verstand zu beantworten sind. Immer kommt die Antwort auf Fragen dieser Art unverhofft wie aus dem Nichts und enden dann nicht selten in einer Erkenntnis.

    Liebe Grüße
    Margitta

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  5. Hallo Margitta, sicherlich, du greifst mich an. Ich zitiere: "Wer das nicht sieht ist blind." Wieso bin ich denn blind? Nur weil ich nicht die selben Erfahrungen gemacht habe? Ich kann doch nur das schreiben, was ich gesehen oder gefühlt habe. Oder, dass ich mit dran Schuld wäre, dass die Situation dort so ist, wie sie ist. Ich würde das nie anderen im Kommentar unterstellen, weil jeder der einen Post schreibt sicherlich viele gute Gründe hat und nicht einfach irgendwelchen Mist von sich gibt. Sicherlich gibt es unteschwelligen Rassismus gemeinsam mit Herrenrassen-Allüren. Die Israelis sind ja nicht doof. Sie haben alles schön - nach ihrem Verständnis - in rechtsstaatliche Gesetze gepackt. Es sind ihre Gesetze. Durch sie werden z.B. leicht Grundstücke enteignet, die nach Verständnis der Israelis niemanden gehören, aber auf denen seit Urvätern (ich will nicht von Jahrhunderten sprechen) arabische Menschen leben. Das geht alles rechtsstaatlich zu. Die Grundstücke sind eben nicht im Katasteramt eingetragen, das gab es damals noch nicht. Wem interessiert das. Offiziell darf kein religiöser Bau abgerissen werden, nur sind die Gesetze derart gestaltet, dass z.B. Moscheen abgerissen werden können, wenn sie im Wege stehen (z.B. in Nazareth). Da findet man eben, dass sie nirgendwo registriert wären. Sicherlich wird das - auch in Nazareth - durch Palästinenser auch ausgereizt und ausgetestet. Es ist ein Sticheln hin und her. In der Regel wird alles schön bürokratisch tot gemacht. Die Gesetze sind israelisch abgestimmt. Es ist eben nicht alles schwarz-weiß. Im heiligen Land gibt es sehr viele Grautöne, wo unterschwellig eine Bevölkerungsgruppe gegen die andere ausgespielt wird. Und nur diese Unterschwelligkeit habe ich bemerkt. Das wird dann alles mit dem ewig währenden Krieg übertüncht und mit dem sich in die Brust werfen, dass alles rechtsstaatlich geregelt wäre. Das Wort Herrenmensch kommt in vielen Variationen vor, auch grau-in-grau. Das alles ist auch nicht allzufern von der deutschen, jetzigen Situation entfernt, nur mit anderen Vorzeichen.

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  6. Hallo PeWi,

    für den Satz "Wer das nicht sieht ist blind." möchte ich mich aufrichtig entschuldigen. Zu allem anderen stehe ich.

    Rechtsstaatlichkeit sehe ich übrigens in keinem mir bekannten Land. Das mag daran liegen, dass ich eine andere Vorstellung von einem Rechtsstaat habe.

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  7. Okay vergessen! Ich sehe auch keine Rechtsstaatlichkeit mehr. Man tut nur noch so.

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