Dienstag, 28. Juni 2011

Die schwarzen Listen

Schwarze Listen. Die kenne ich aus DDR-Zeiten. Da wurden Listen angefertigt von Nichtwählern, Leuten, die Westpost erhielten, in die Kirche aktiv gingen, für den Umweltschutz sich aktiv einsetzten usw. usf. Auch ich hatte eine Stasi-Akte.

Heute ist die Stasi-Zeit nicht vorbei. Heute gibt es private sogenannte Vereine, die die Öffentlichkeit, welche auch immer, vor unsicheren Elementen schützen wollen. Selbsternannte Blockgwarte. Blogwarte, die nichts weiter zu tun haben, als in der Blogosphäre herumzuschnüffeln. Und wehe, sie stoßen auf einen Blog, der nicht jeden Kommentar veröffentlicht und nicht sofort und gleich, ob es nun Wochenende, Urlaub oder sonst irgendwie eine Unlust ist, die den Bloginhaber dazu treibt, seinen PC nicht anzuwerfen. Das ist in den Augen dieser Schnüffler verboten. Krude Ansichten, sind immer oder überall in die Welt hinauszuposaunen, dass ist schließlich das Recht der Schnüffler. Blogger müssen bereit stehen für alle und jede Ansicht, sonst kommen sie auf Schwarze Listen.

Liebe Blogstasi-Schnüffler. Ein Blog ist ein privates Tagebuch. Das ist so wie eine Wohnung. Im Blog hat man Hausrecht. Und jedem Blogschreiber bleibt es vorbehalten, seinen Blog so zu betreiben, wie er es für richtig hält. Das ist auch Demokratie, mit der Sie fertig werden müssen. 

Schlecht kommt es an, wenn Blogger genötigt, bedroht oder Ähnliches werden. Im günstigsten Fall lacht der Blogger, im ungünstigsten Fall macht er von seinem Hausrecht gebrauch und im allerungünstigsten Fall wendet er sich an die Polizei. So ist eben das Leben. Jenseits von Schwarzen Listen und Ähnlichem.

Lieber Blogstasi-Schnüffler, freuen Sie sich, wenn sie auf jemanden treffen, der herzhaft über Ihr Ansinnen lacht.

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Kommentare, die rassistisch sind, Hetze gegen bestimmte Personengruppen verbreiten und im Gossenjargon angefertigt werden, sind Spam und werden von mir nicht veröffentlicht. Außerdem mache ich bei unsachlichen und nicht zur Sache gehörenden Kommentaren sowie doofem Gelabere von Trollen von meinem Hausrecht gebrauch.