Donnerstag, 30. Juni 2011

So sind wir eben - wir Sachsen

Wir lieben unsere schwarz-gelbe Regierung. Wir würden sie auch gern immer wieder und wieder haben wollen. Sie hat die Wirtschaft in Sachsen auf Westniveau gebracht. Sie schafft Arbeitsplätze en masse und so weiter und so fort ... Die Menschen in Sachsen sehen frohen Mutes in ihre rosige Zukunft.

In bestimmten Abständen lässt sich das schwarze Sachsen bestätigen, dass seine Regierung toll ist. Dazu wählt man eine bestimmte Zahl von Einwohnern ab 18 per Zufall (!) aus. 

Nachtigall ick hör dir trapsen.

Nichts über den Sachsensumpf, nichts über die Abhöraffairen, nichts über die unsägliche Antiextremismuserklärungen für demokratische Projekte, nichts über die Kürzungen bei der Kultur in den großen Städten des Landes und der damit einhergehenden Erhöhung der Kulturförderung in Dresden, nein, nichts darüber, nichts über das Einschrumpfen des Öffentlichen Nahverkehrs.  Das würde nur stören und die Gemüter der Sachsen belasten.

Die Sachsen sind einfach nur glücklich darüber, was ihnen angetan wird. Und ich glaube das auch. Sie lesen ihre Zeitungen von früher, ihre Leipziger Volkszeitung, ihre was-weiß-ich-wie-sie-alle-hießen. Dort wird ihnen das rosige Bild aus Sachsen vermitteln. Sie stellen es nicht in Frage. Früher haben sie gewusst, dass die Zeitungen lügen oder Halbwahrheiten verbreiten. Und heute? Wir sind doch ein demokratischer Staat und die Zeitungen sagen, dass sie unabhängig wären. Ja, das glauben viele und sie werden mit diesem Glauben untergehen. Es soll sogar weniger H4-Empfänger geben. Eh, wie werden sie das wieder geschafft haben.

Es ist schon nicht einfach, Sachsen zu lieben.

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