Montag, 20. Juni 2011

Wählen ist wichtig

Ach na sowas. Da hat uns Muttichen mal wieder das Urteil des Verfassungsgerichtes nicht interessiert. Dieses Mal beim Wahlgesetz und gleich wird der Untergang der Demokratie prophezeit. Kein richtig gültiges Wahlgesetz. Oh je, man stelle sich das mal vor.

Na und???

Was würde sich daran ändern, wenn es z.B. keine Überhangmandate in dieser Form mehr gäbe?

NICHTS!

Was änderte es an der politischen/ökonomischen Richtung Deutschlands, wenn wir einen grünen Bundeskanzler hätten? 

Was änderte sich, wenn wir eine Regierung hätten: Grün-Schwarz, Schwarz-Grün, Grün-Rot, Rot-Grün, Schwarz-Rot, Rot-Schwarz, vielleicht noch irgenwie ein bisschen gelb dazwischen oder alles etwas anders durchmischt?

NICHTS!

Was hätten wir von Links in der Regierung? Schauen wir mal nach Berlin:

Ob die Privatisierung der GSW oder der investorenfreundliche Sparkassenverkauf, ob kleinteilige Immobiliengeschäfte über den Liegenschaftsfonds oder die großflächige Betonierung der Spreeufer HIER nachlesen

NICHTS!

Es ist auch egal, wie das Wahlgesetz lautet. Demokratie wird trotzdem nicht drauß. 

Wenn ich Deutschlandbesitzer wäre, wäre ich ja schön blöd, wenn ich es zuließe, dass irgend jemand mir meine Macht und meinen Geldbesitz beschneiden wollte. Und genau das passiert und wird immer wieder in Deutschland passieren, egal wie wir nun das Gebilde nennen oder nennen wollen. Auch das ist uninteressant, da es die Interessen der Deutschlandbesitzer nicht berührt.

Ihnen muss die ökonomische Basis weggenommen werden. Und genau das passiert nicht und wird auch in absehbarer Zeit nicht passieren. 

Die gesellschaftlichen Verhältnisse, auch wenn sie noch so prekär sind, lassen das jetzt und wer weiß wie lange noch, nicht zu. Der Kapitalismus ist noch lange nicht an seinem Endpunkt angelangt, auch wenn das manchen so scheinen mag. 

Und täusche sich niemand. Friedlich wird eine wirklich Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse niemals abgehen, sei es denn mal irgendwann soweit. Wer lässt sich schon aus Überzeugung seinen Besitz wegnehmen und schlägt nicht zurück? Niemand. Da muss man schon realistisch bleiben, auch wenn das vielen nicht gefällt. Es ist eben so.

Die Geschichte lehrt uns das. Wir sollten doch wenigstens ein einziges Mal auf die Geschichte schauen und Schlussfolgerung daraus ziehen. 





Kommentare:

  1. in der geschichte kann man tatsächlich erkennen, dass revolutionen immer nur zu mord und totschlag und unterdrückung geführt haben.
    aber
    nun kommts:
    diese zu erwartende revolution, der zusammenbruch des weltfinanzsystems, hat ihre ursache im system an sich. und eben weltweit.
    mein gefühl sagt mir, und ich beobachte die szene schon seit über 30 jahren, dass sie (die eiserne ferse)es diesmal übertrieben hat. diese herumschwirenden geldsummen, die verzweifelt nach einer anlage suchen, wie die fliegen den sch...haufen, sind ob ihrer höhe, nicht mehr in den griff zu kriegen. zu groß ist die gier, zu übermächtig die angst vor verlust und zu unfähig sind die politiker, dieser geldmenge einhalt zu gebieten.
    ein krieg würde zwar wieder die entsprechenden anlagemöglichkeiten schaffen und man versucht auch schon verzweifelt, einen vom zaum zu brechen.
    hier in deutschland (oder der brd gesmbh) hat die eiserne färse (merkel) samt ihrer regierung, erst mal angst vor dem eigenen volk.
    da versucht man auch schon, per gestzt vorzubeugen, bzw. den kriegswahnsinn im nachhinein zu legitimieren.

    http://www.isw-muenchen.de/download/vpr-cs-20110601.html

    ich persönlich kann von einer revolution nur abraten und empfehle, sich auf eine "interessante" zeit vorzubereiten. da hat man schon genug zu tun. und dann kann man sich an die biegung des flusses zu setzen und darauf warten, bis die leichen der feinde vorbeitreiben. bildlich gesprochen.

    ich bin überzeugt, es passiert nix, was nicht passieren muss.
    und letztendlich wird alles gut.

    und sollte mal wieder eine wahl offen sein dann bitte nicht vergessen: mit dem teufel ist man näher bei gott, wie mit dem papst. wer kriegt dann dabei wohl das überhangmandat?

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  2. Nach Revolutionen mit Mord und Totschlag hat sich IMMER eine andere Gesellschaftsordung durchgesetzt. Der Schlüssel ist immer die ökonomische Basis. Wer die ökonomische Basis besitzt, wird auch den Staat besitzen, weil er mit diesem seine Macht absichern muss. Das zeigt die Geschichte und nichts anderes.

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