Donnerstag, 18. August 2011

Daran sind wir alle schuld

"Europa fischt unser Meer leer"
OZEANE Der senegalesische Kleinfischerfunktionär Gueye beklagt Piraterie durch europäische Fischkonzerne. Die Bevölkerung vor Ort habe nun nicht genug Nahrung. Weiterlesen

Allen voran tragen unsere sogenannten Ernährungsexperen eine Mitschuld, die Fisch als das Nonplusultra der menschlichen Ernährung uns unterjubeln. Wenn irgendwelche Spezialitäten gereicht werden, ist es Fisch. Fisch wird in den Himmel gehoben, als DAS Nahrungsmittel schlechthin.

Nur, wenn 7 Milliarden Menschen vornehmlich Fisch essen sollten, wäre Fisch auf der Erde schon lange ausgerottet. Und nehmen wir mal nicht die ganze Welt an, schon wenn in Europa Fisch das Hauptnahrungsmittel sein sollte, reichte das, um alle Fischbestände in den Weltmeeren auszurotten.

Fisch war nie das Grundnahrungsmittel aller Menschen. Fleisch aßen diejenigen, die nicht an den Flüssen und an den Ozeanen lebten und die, die eben eher an Flüssen, Seen und Ozeanen lebten, aßen mehr Fisch als Fleisch. Auch der Zweig der Menschheit, der vorwiegend Fleisch aß, hat sich entwickelt und ist nicht an Krankheiten kaputt gegangen.

2 Säulen der Ernährung gab es: Fisch und Fleisch, je nachdem wo gerade die Stämme lebten und entweder gesammelte Beeren, Wurzeln oder Gräser oder später dann das angebaute Getreide kam dazu. Ein Teil der Zivilisationskrankheiten kam in die Gesellschaft beim vermehrten Essen pflanzlicher Nahrung, weil wir eben keinen Wiederkäuermagen haben. Zur Zeit, als wir in Stämmen lebten hat sich niemand über Omega 3, 6 oder was weiß ich Gedanken gemacht. Man hat es eben zu sich genommen oder auch nicht, je nach Nahrungsangebot. Dieses menschliche Erbe ist in uns und hat sich bis jetzt nicht geändert. 

Als dann bestimmte Speisen modern wurden und sie auch durch Handel zur Verfügung standen, hatten die Europäer schon einmal die Fischbestände ihrer damaligen kleineren Welt fast ausgerottet. Sie hatten damals nur Glück, dass gerade die Zeit der Weltentdeckungen war und sie somit anderen ihre Fischbestände wegnehmen konnten. Nur gab es damals nicht soviele Menschen wie heute. 

Nun wurde Fisch uns als das Nahrungsmittel schlechthin, als ewigen Jungbrunnen, als Krebsverhinderer und was weiß ich noch angeprießen, auf dass es den Fischkonzernen gut gehen mag. Wer keinen Fisch mag, isst ungesund, wird uns oft eingeredet.

Die Kehrseite ist eben die, dass wir den Menschen in Afrika, Südamerika und anderswo alles wegfressen. Und dann spenden wir, weil wir die großen Augen hungernder Kinder nicht sehen können, ein bisschen Geld, obwohl gerade wir es sind, die ihnen die Lebensgrundlage weggeputzt haben im Namen einer etwas dubiosen Gesundheitsindustrie. 


Kommentare:

  1. Dass Fisch sehr gesund ist, lässt sich nicht leugnen.
    Das Übel dabei ist, dass durch die Gier der Konzerne so ziemlich alles gnadenlos ausgebeutet wird, was uns die Natur zu Verfügung stellt.
    Der Verbraucher letztendlich unterstützt dies noch damit, indem er nach immer mehr und mehr schreit und zu einem willigen Konsumenten verkommt.
    Die Fische der Weltmeere befinden sich in den Kühlregalen der Supermärkte, zu unsinnigen Produkten verarbeitet, die wir nach 45 Minuten aus dem Backofen holen, und uns wundern, dass der Inhalt weder der Verpackung entspricht, noch nach irgendwas schmeckt.
    Nein, ich rege mich nicht auf, ich wundere mich nur immer wieder, mit was der Verbraucher seinen Einkaufswagen füllt, und gleichzeitig beklagt, warum die Erdbeeren im Winter nach purem Wasser schmecken.
    Doch, ich rege mich auf...

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  2. @frei-blog: Wenn wir nicht immer nur darauf getrimmt würden, Fisch zu essen, gäbe es das Problem so dringend überhaupt nicht. Früher hat man man höchstens am Sonnabend welchen gegessen und auch nicht immer. Und alle waren auch gesund. Und, wieso ist Fisch so gesund? Plappern wir das nicht nur den Ernährungsberater nach? Letztendlich kann das niemand so genau wissen. Woher sollte man das auch? Wir verstehen doch bis heute noch nicht das System Mensch. Menschen der Urzeit (und von dort kommen unsere Gene) in Savannen z.B. kamen überhaupt an gar keinen Fisch und es gibt Gegenden auf der Erde, die überhaupt noch nie Fisch gegessen haben und die leben auch gesund. Erdbeeren und Fisch sind nicht vergleichbar. Gefischt kann zu jeder Tages oder Nachtzeit werden, immer und überall. Gezüchtete Seefische werden mit Fisch gefüttert. Na toll. Nein, jeder ist dran schuld, dass wir die Fische den Afrikanern von ihren Tellern fressen. Ich kann da nur "fressen" dazu sagen, weil es keinen Grund gibt, es zu tun, zumindest nicht in dem Umfang. Es ist so ziemlich sekundär, in welcher Form er auf dem Tisch landet. Ernährungsberater sind meist 100% abhängig von der Nahrungsmittelindustrie, ob nun bewusst oder unbewusst. Die sagen heute das und morgen etwas anderes, was gerade mal chic ist und Profit verspricht und sie werden auch immer wieder widerlegt. Die Nahrungspyramiden stammen ursprünglich von Versicherungsgesellschaften(!), einschl. BMI! Wieso vertrauen wir diesen Angaben? Wieso meinen wir, dass verseuchter Fisch gesund sei? Es gibt kaum noch unverseuchten. Beim Fleisch werden Aufstände veranstaltet. Dann wird um die lieben Tierchen getrauert. Fische sind nicht kuschelig, die können wir im großen Stil massakrieren und wir können sie denen wegnehmen, die keine anderen Nahrungsalternativen haben mit dem Recht des Stärkeren. Nein, wir sind wirklich alle dran schuld, dass die Fischer in Afrika hungern!

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  3. Ja, ja, Wachstum, Wachstun, Wachstum und das uaf allen Gebieten, was für ein sinnloser Quatsch, denn alle Vorräte unserer Welt sind letztendlich endlich. Die einen früher und die anderen später und bei, Fischfang gibt es halt eine schnellere katastrophale Entwicklung, über die aber bereits einmal zei äusserst interessante Berichte in den qualitätsfreien Medien kamen, die ich leider gerade nicht finde. Der esrte war von Ende der 90iger und der zweite die Fortsetzung 10 Jahre später. In diesen zehn Jahren hatte die interntionnale Fischfangmafia ihr Gebiet, welches mal vor Alaska und Kanada lag dann bereits verlegt an die Westküste von Afrika, weil sie da oben schon alles leer gefischt hatten. Die geförderte Menge an Fisch stieg in den 10 Jahren von 76 Mio t auf 150 Mio t! Einhundert undfünfzig Milionen Tonnen Fisch pro Jahr!!! Das ist der absolute Wahnsinn, aber sicherlich findet sich beim WWF bestimmt jamd der dafür noch ein Zertifikat für nachhaltiges Wirtschaften austellt, gegen die entsprechende Gebühr, versteht sich.
    Dann bliebe da aber auch noch zu erwähnen, dass der Mensch, jedenfalls laut der Struktur seines Gebisses eben KEIN Fleischfresser ist!
    Lg Holger

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  4. @H.B. Wenn du den Link vielleicht doch noch findest, schicke ihn mal. Und es stimmt. Der Mensch ist ein Allesfresser. Unsere Urahnen haben ja auch alles gegessen, von Fleisch/Fisch über Beeren, Nüsse u.ä., was weiß ich, was in dieser Zeit alles so gab. Nur das tierische Eiweiß, egal ob Fleisch oder Fisch, hat uns so "schlau" werden lassen. Wobei schlau ein dehnbarer Begriff ist ;). Sie haben so gegessen, was in ihrer Gegend war und das unterscheidet uns von unseren Ururahnen und das bereitet den Fischern z.B. in Afrika solche Probleme

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  5. "Nur das tierische Eiweiß, egal ob Fleisch oder Fisch, hat uns so "schlau" werden lassen."
    Sollen wir jetzt meserscharf schließen: Vegetarier sind dümmer ;-)

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  6. Nicht dümmer, aber sie ernähren sich nicht so, wie es in uns angelegt worden ist. Wir sind die Linie der Schimpansen und nicht der Bonnebos (ich hab das sicher total falsch geschrieben). Deshalb wird ja auch davon abgeraten, das Babys und Kleinkinder so ernährt werden. Wir haben keinen Wiederkäuermagen, der rein pflanzliche Nahrung so aufschließen könnte, dass sie für uns 100% nahrhaft ist. Wir können auch nicht mehr auf einen Blinddarm zurückgreifen. Das sollte doch wohl alles sagen. Und Wissenschaftler, die nichts verkaufen wollen, auch keine Ideologien, haben unsere Entwicklungsgeschichte schon lange dahin gehende entschlüsselt, dass wir uns entwickeln konnten, weil wir eben tierisches Eiweiß in uns aufnahmen. Die Linie unserer Vorfahren, die rein vegetarisch lebte, ist ausgestorben. Ein Blick in das Nahrungssprektrum von Naturvölkern zeigt doch heute noch, wie wir uns mal vor Unzeiten ernährt haben und da ist meines Wissens niemand reiner Vegetarier. Ich kann nicht mit den Augen zwinkern, in unserer heutigen Zeit, wo man sich schon fast dafür verantworten muss, ein Schnitzel zu essen.

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  7. Da fehlt nur noch die Erkenntnis, dass Hartz IV-Bezieher gesünder leben.
    Fleisch, Fisch, Wurst, Käse ...
    Alles gestrichen.
    Wir Affen der Republik können uns nicht einmal mehr eine Banane reinziehen.
    +grinst+

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  8. Ohje, ich spreche vom Verhungern, aber das ist ja weit weg. Oder? Ich verstehe bei diesem Thema absolut keinen Spaß.

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  9. und schon wieder sind wir es - die OTTO-Normalbürger - die da AN ALLEM SCHULD SIND!!
    Nee-Nee, so einfach ist das eben nicht!
    Menschen müssen sich nun mal ernähren um leben zu können. Doch die Frage ist doch: woher nehmen sie die Nahrung?
    In unserer ach so modernen Gesellschaft ist ja alles wohl organisiert. Nur eben wie?
    Ich kann mich an Zeiten erinnern, in denen ich selbst Hühner hielt. Die legten Eier und hin und wieder landete auch ein Huhn oder Hahn in der Pfanne. Im Garten wuchsen Kartoffeln und so einiges mehr.
    Doch das ist nun lange her und gehört der Vergangenheit an.
    Nun aber zur Frage warum das heutzutage nicht mehr so ist.
    Die Antwort lässt sich ganz kurz fassen:
    Weil die Gier der weltweit agierenden Konzerne
    all dies nicht zulässt!
    Hühnerhalter werden mit Repressalien dazu gezwungen ihre Tiere abzuschaffen (siehe Geflügelgrippe).
    Der Landbewohner, der es wagt ein Schwein zu mästen wird mit der Schweinegrippe oder Pest und den erforderliche "Schutzmaßnahmen" traktiert.
    Wer Kartoffeln anbaut sieht sich mit "Sortenrecht" konfrontiert. Und so ließe sich die Liste undendlich fortsetzen.
    Es sind diese weltweit agierenden Mafiabanden aus Chemie.- Saatzucht.- Pharma.- Verarbeitungs.- und Handelskonzernen und die korrupten Politikerquliqen die wirklichen Schuldigen.
    Wir sollten uns darauf besinnen, dass wir z.B.
    Tomaten halt dann essen, wenn sie in unserem Land reifen, dass wir Fisch beim heimischen Fischer kaufen, sofern es heimischer Fisch ist usw.usf.
    Wir leben nicht besser, wenn wir all das in uns hineinfressen was uns in Medien empfohlen wird.
    Wer das tut, frisst für die Befriedigung der Profitgier der o.g. Mafia.
    Wenn wir uns auf ein gesundes Regionalprinzip besinnen, helfen wir den Menschen in Afrika mehr als alle Spenden und Entwicklungshilfe.
    Denn all diese Spenden und sogenannte "Entwicklunghilfe" treibt diese Menschen in neue Abhängigkeiten und dient uns nur zur Beruhigung des eigenen Gewissens.
    In den "armen" Ländern haben auch schon vor vielen tausend Jahren Menschen gelebt und bis heute überlebt. Und unsere Vorfahren haben auch ohne Bananen aus Afrika und Tomaten aus Australien überlebt.

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  10. Eben darum ging es! Unser Verhalten bestimmt mit.

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  11. Wobei sich das mit den einheimischen Pflanzen wohl auch bald erledigt haben dürfte. Ich verweise hier auf den Vortrag von Herrn Jörg Bergstedt. So werden nämlich gentechn. Versuchsfelder verdächtig häufig in der Nähe von Samenbanken angelegt. Das Ziel scheint eindeutig die Vermischung zu sein. Wen´s interessert, hier ein Zusammenschnitt:
    http://www.youtube.com/watch?v=dIl_ul97Q9g&list=PLF0C3A6460294D369&index=65&feature=plpp

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  12. Danke für den interessanten Link.

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