Samstag, 27. August 2011

Mir aus dem Herzen gesprochen

»Links zu sein ist in – die Linkspartei nicht«

Der Nachrichtensender N24 und das Internetportal The European veröffentlichten am Freitag den Kommentar von Stefan Gärtner:

In der Linkspartei möchte man zur Zeit auch nicht sein: Einerseits betreibt selbst Schirrmacher Kapitalismuskritik, andererseits wird von der Linken erwartet, daß sie nichts sagt und tut, was mehr ist als sozialdemokratisch. Links zu sein ist aber nicht das probate Jammern über »die Auswüchse« des Kapitalismus, sind auch nicht die immergleichen Debatten über einen »moralischen« Kapitalismus; nein, links zu sein heißt, die Grundsatzfrage zu stellen, auf die Gefahr hin, als »Schreibtischtäter« belobigt zu werden. Die Grundsatzfrage lautet: Will man das System umfänglich privatwirtschaftlichen Akkumulierens beibehalten oder nicht? Und wenn man es nicht will, was dann? Weiterlesen

Das an die Adresse derjenigen, die immer nur ein bisschen an dieser Gesellschaft herumreformieren und ja nicht die Eigentumsfrage stellen wollen. 

Das an die Adresse derjenigen, die meinen, wenn hier wirklich Demokratie ausbräche, dann könne auch die Deutsche Bank und Ergo gezähmt werden.

Das werfe ich auch der Partei "Die LINKE" vor, immer mehr sozialdemokratische Formeln zu benutzen, um sich ja Liebkind bei den Medien zu machen, was sie sowieso nicht schaffen werden, aber damit ihre Wähler vergraulen. Sie dampfen sich zur Zeit selbst zu einer "besseren" SPD ein. Das braucht aber wirklich niemand. 

Sie muss Vorschläge unterbreiten, wohin sie will. Vorschläge jenseits von irgendwelcher Tagespolitik und dem Schielen nach Regierungsbeteiligungen, in der sie zerlegt wird. Sie muss außerdem aushalten, dass man sie beschimpft. Wenn ich als Vorstand von der Deutschen Bank überflüssig werden sollte, dann würde ich auch denjenigen beschimpfen, der mir das zumuten wollte.


Kommentare:

  1. Das kann man alles sehen wie man will, aber sicher ist eigentlich, dass kein Mensch eine Partei benötigt, denn eine Partei kann, wie der Name schon angibt immer nur einen Teil und nicht das gesamte Volk abbilden!!! Gibt es dann mehrere Parteien, so wie es heutzutage der Fall ist, dann haben wir eine Parteiendiktatur, was auch kein Mensch braucht!
    "Von dem Augenblick an, wo ein Volk sich Vertreter gibt, ist es nicht mehr frei. Es ist nicht mehr."
    Jean Jacques Rousseau
    In diesem Sinne ein schönes Wochenende!

    AntwortenLöschen
  2. Danke, schöne WE-Grüße zurück. Ja, man kann das sehen wie man will, nur werden Menschen sich immer in Gruppen zusammentun, um ihre Rechte oder Forderungen durchzusetzen. Als Einzelmensch ist man da ziemlich hilflos. Und ohne Vertreter? Na, ich weiß ja nicht. Wenn 10 Menschen mit 20 Einzelinteressen irgend etwas bewegen wollten? Das ist auch für die menschliche Spezies untypisch, da wir Herdentiere sind. In unserer Vergangenheit, ganz weit weg, hat der gewählte Stammeshäuptling den Weg bestimmt. Nur - und das ist der Unterschied zu heute - hat er die Interessen des Stammes immer im Auge haben müssen, da es damals immer ums Überleben ging. Ich habe auch keine brauchbare Lösung für das Häuptlingsproblem in der heutigen Zeit, nur wird es nicht ohne Vertretung von Hauptinteressen gehen.

    AntwortenLöschen
  3. Vielleicht ist diese Partei auch unterwandert?
    Vom Verfassungsschutz?

    AntwortenLöschen
  4. Vielleicht? Sicher ist sie unterwandert!

    AntwortenLöschen

Ich freue mich, dass du kommentierst. Nur beachte bitte:

Kommentare, die rassistisch sind, Hetze gegen bestimmte Personengruppen verbreiten und im Gossenjargon angefertigt werden, sind Spam und werden von mir nicht veröffentlicht. Außerdem mache ich bei unsachlichen und nicht zur Sache gehörenden Kommentaren sowie doofem Gelabere von Trollen von meinem Hausrecht gebrauch.