Freitag, 16. September 2011

Europa ist faktisch tot

Für mich ist Europa ein gestorbenes Kind, was man nicht hat aufwachsen lassen. Man ließ es nicht gedeihen, weil seine Eltern es nicht mit Nahrung versorgten, es gängelten, seinen Charakter verformten und als es in Schwierigkeiten kam, verteufelte man das Kind. Man begann es zu teilen, in Süd, Ost, West und Nord und stellt es in einen Kreidekreis. Nur leider gibt es keine Mutter, die ihr Kind so liebt, dass sie es nicht zerstückelt sehen möchte. 

Europa ist in meinen Augen tot. Es war eine schöne Vorstellung, zumal wir Europäer schon immer zusammengehörten, z.B. in Mittelalter. Wir arbeiteten miteinander, handelten miteinander und waren ein Reich. Wir nahmen fremde Gedanken und Ansichten auf, machten sie zu den unseren, was uns unheimlich stark machte, und vorwärts brachte. Heute wettern wir gegen fremde Lebensweisen und fremde Gedanken und möchten sie so umformen, dass sie genauso denken wie wir, weil unsere Gedanken in unserer Vorstellung genau die richtigen sind. 
 
Es sei denn, es wären Gedanken, die sich mit noch mehr Leistung und noch mehr Geld befassten.

Europa ist ein Sonnenscheingebildet für die Unternehmen, aber nur, wenn sie Gewinn machen können.

Europa zeigt sich jetzt, wie es wirklich ist. Bei Unwetter kriecht jeder in sein eigenes Haus zurück und verteufelt den anderen, obwohl man selbst das Unwetter mit verursacht hat. Die Devise ist: Haltet den Dieb.  Und diese Devise verankert man in seinem Haus als Wahrheit, so dass die Hausbewohner alle daran glauben und am liebsten das Kind Europa morden wollen. Nur, wenn Europa tot ist, wird auch das Haus, in dem man sich verkrochen hat, zum Siechtum verurteilt sein. Ein Haus allein auf weiter Flur? Ohne stützende Wände?

Okay eine Mehrheit von Hausbewohnern wollen es so und der lachtende Dritte steht schon bereit, am Rande unserer Welt.




Kommentare:

  1. Am Rande unserer Welt?
    Also doch eine Scheibe, von der wir herunterpurzeln können?
    Gott erhalte uns wenigstens die Zahnbürste, ehe wir auf dem Zahnfleisch laufen müssen.
    :-)

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  2. :D - Dann schau dir mal einen Atlas an - Europa in der Mitte - China am Rand - falls du noch so etwas altmodisches hast ;)

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  3. europa ist nicht tot.
    was hoffentlich bald das zeitliche segnet ist diese faschistoide EU
    und die teuropest.
    den gedanken an ein europa des friedlichen miteinanders jeglicher art mit dieser eu-seuche zu verwechseln ist ein eklatanter fehler.
    die eu ist ein projekt der macht nicht der verstaendigung, genauso wie der euro.

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  4. »Wenn es manche Errungenschaften morgen nicht mehr gäbe, würden viele schon übermorgen schmerzhaft spüren, was gemeinsam erarbeitet worden ist. Manfred Gerlach, Vorsitzender der ehemaligen LDPD in der DDR, 1989«

    Welche Errungenschaft nütz wem?

    Den HartzIV und Aufstockter und sonst wem,gehen immer mehr Errungenschaften verloren.

    Selbstversorgung sollte es sein.Eine Kultur der Selbstversorgung.

    http://www.ginsterburg.de/t72f4-Die-wahre-Revolution-ist-die-Selbstversorgung.html

    http://www.freitag.de/kultur/1131-mach-doch-einfach-mach-doch-einfach


    M.f.G

    Habnix

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  5. Dieses antidemokratische Gebilde mit seiner fürchterlichen Währung, welche uns bereits über 1 Bio Euro gekostet hat, ist es nicht wert, zu überleben. Hier haben nur die Hochfinanz, die Großfirmen und die Politiker profitiert. Für uns "Normalmenschen" in den Geber- wie in den Nehmerländern ist der Euro ein Desaster!!!

    Lesen Sie mal das neue Buch der 5 Professoren:
    "Das Euro-Abenteuer geht zu Ende"

    ebenfalls sehr lesenswert:
    Paul Otte: "Geldsklaven"

    Ich wehre mich dagegen, von einer zentralistischen Planverwaltung bis in's private hinein bestimmt zu werden. Ob Glühbirnen, Gurkenkrümmung, Rauchverbote oder das Stempeln von Fischen - für solche Dinge ist die EU gut. Jeder Wahnsinn wird mit überbordender Bürokratie pingelig ausgeführt.

    Über das Wichtigste, unsere Währung, haben sich die EUliten die wenigsten Gedanken gemacht.

    Deutschland hat schon viel zu viel in andere EU-Staaten bezahlt. Es reicht! Schluss damit!
    Oder übernimmt jemand freiwillig die Schulden seiner Mitmenschen? Dann bitte bei mir melden. Ich gebe gerne etwas ab!

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  6. Das 4. Reich ist schon wieder am Ende.
    Die Supra National Sozialisten der EUdssr sind gescheitert !
    Friede ihrer Asche .

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  7. @gruen: Ich kann mich nicht dran erinnern, das irgendjemand hier in unseren Landen solidarisch mit Griechen, Portugiesen oder Spanier war. Niemand ist für diese Menschen auf die Straße gegangen und wenn man nicht für andere Europäer auf die Straße geht, sollte man wenigstens für die eigenen Landsleute auf die Straße gehen. Nichts geschieht. Ein Großteil der Leute interessiert es einfach nicht, wie der Rest in Armut vegetiert. Europa besteht auch aus Menschen, wie du und ich, da das auch niemanden interessiert, wüsste ich nicht, wo Europa noch lebensfähig wäre.

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  8. @Habnix: So kurzfristig denke ich nicht. Es gab hüben und drüben viele Errungenschaften, die geschleift worden sind. Aber vielleicht bist du erst 20, dann kannst du nichts darüber wissen. Falls du älter bist, würde ich mal geschichtliche Fakten nachholen.

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  9. @anonym: Das Europa ist nicht so fürchterlich, da es überall in diesen Europa auch ganz normale Menschen gibt, die sich immer besser kennenlernen könnten, wenn da nicht die BILD hetzen wollte. Du scheinst auch BILD infiziert zu sein. So einfach ist es eben nicht, dass uns braven Deutschen Europa nur etwas kostet. Gerade Deutschland profitiert unheimlich vom Euro. In der Schweiz sind gerade die Auswirkungen zu spüren, wenn Währungen aufgewertet werden und die DM würde wie verrückt aufgewertet mit allen negativen Folgen auch für den NOrmalverbraucher. Bei allem mießen, was uns Normalos durch Europa geschieht, würde es hier in Deutschland noch schlechter aussehen und das Heer der H4-Empfänger noch höher sein und die Aufstocker unzählig werden, wenn unsere Exportindustrie nicht mehr soviel verkaufen könnte, wie sie in der jetzt in der EURO-Währung verkaufen konnte. Keine Währungsschwankungen. Wir Normalos haben zwar recht wenig davon, aber ohne dem möchte ich nicht wissen, wie es dann aussähe. Über kurz oder lang werden wir es "bewundern" können. Unsere Überschüsse, sind der anderen Schulden. Und nicht zu vergessen. Jeder Staat ist dadurch in Bedrängnis geraten, weil man meinte, nur die Banken retten zu müssen, ohne an die Realwirtschaft zu denken. Das Gesülze von wegen wir hätten nur an die anderen gezahlt, verrät recht wenige Sachverstand und nur reinen Populismus, ohne sich darüber klar zu weden, was wäre wenn ...

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  10. @anderer anonym: Sei froh, dass es das 4. Reich bisher nicht gegeben hat. Ich würde es nicht einmal dir wünschen. Es zeugt von wenig Nachdenken, so einen Quatsch hier hineinzuschreiben. Also bitte erst Kopf einschalten, dann kommentieren.

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  11. @habenix
    Subsistenzwirtschaft steht doch gar nicht mehr zur Debatte. Die menschliche Entwicklung ist ja gerade an die Erzeugung von Überschüssen gekoppelt. Auserdem, was nützt es Dir, selber Obst und Gemüse zu pflanzen, wenn sowohl Saatgut als auch Düngemittel privat patentiert sind. Alte patentfreie Sorten verschwinden zunehmend. Mit der Terminatortechnologie und Hybridpflanzen ist nicht einmal mehr Nachbau möglich.

    @anonym
    "Ich wehre mich dagegen, von einer zentralistischen Planverwaltung bis in's private hinein bestimmt zu werden. Ob Glühbirnen, Gurkenkrümmung..." Du solltest Dich fragen, wem denn diese Bestimmungen nützen. Hier geht es weniger um eine zentralisierte politische Verwaltung, als vielmehr die Sicherung der Profite und Monopole mächtiger Konzerne. Gerade der Glühbirnenskandal sollte doch auch dem Dümmsten gezeigt haben, wer die wahre Macht hat, nämlich Osram, Philipps, GE usw. Ähnlich verhält es sich doch mit E10. Und wem werden wohl standartisierte Größen, Formen und Farben bei Obst und Gemüse nützen? Dieser "Regelungswahn" hat Methode und die Verursacher sitzen eben nicht in Brüssel. Dort werden nur Anweisungen befolgt.

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