Dienstag, 6. September 2011

Es wundert mich nicht ...

... dass die NPD in Meck-Pomm viele Stimmen erreicht hat. Mich nicht. 

Sie sind das, was die Islamisten in muslimischen Ländern sind, diejenigen, die sich um die Menschen kümmern, ihnen soziale Hilfestellung geben, kaputt gesparte Infrastruktur, z.B. in der Jugendarbeit, ersetzen. Warum sie das machen, steht auf einem anderen Blatt. Das interessiert die abgehängten Menschen nicht. Es ist dann sehr einfach die Misere auch auf Ausländer zu schieben. Es würde zwar keinen von uns besser gehen, wenn ab morgen alle Migranten nicht mehr in Deutschland lebten, aber das ist für die NPD erst einmal uninteressant. 

Menschen, die nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, die wie Müll weggeworfen wurden, die mit Almosen abgespeist werden, deren Stolz gebrochen wurde, die letztendlich beim Anschluss enteignet wurden, hängen sich gern an die Parolen dieser Partei.

Und nur das wäre der Diskussionspunkt nach der Wahl gewesen, warum so wenige Menschen sich an der Wahl beteiligten, wo doch gerade in Ostdeutschland um freie Wahlen gekämpft wurde. 

Wir haben sie nun, nur sie nützt uns nichts. Sie wurde aufs Kreuzchenmachen beschränkt. Nichts können wir ändern, egal, welche Partei wir wählen. Das ist der Morast, in dem die NPD nach Herzenslust fischen kann. 

Dazu ein lesenswerter Artikel:

Abstiegsverwaltung
Nach den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern von Arnold Schölzel 
Gemeinsam mit den Landtagswahlen fanden am Sonntag in Mecklenburg-Vorpommern auch Kommunalwahlen statt. Sie waren durch die Kreisgebietsreform nötig geworden, die am selben Tag in Kraft trat. Durch sie wurden zwei kreisfreie Städte und sechs Landkreise geschaffen. Letztere sind zwischen 2100 und knapp 5500 Quadratkilometern groß, fünf von ihnen größer als das Saarland. Wer künftig in einer Kreisstadt etwas zu erledigen hat, kommt schon mal auf 130 Kilometer Entfernung – für die Hinfahrt. Hintergrund ist die dünne Besiedlung des sechstgrößten Bundeslandes und die geringe Bevölkerungszahl, die seit 1991 wie überall in Ostdeutschland stark gesunken ist: Von 1,9 auf etwas über 1,6 Millionen Einwohnern, von denen ein großer Teil in höherem Alter ist. Eine Konsequenz ist das faktische Verschwinden einer staatlichen Infrastruktur in weiten Landesteilen – Bildungs und Gesundheitswesen oder auch Justiz »rechnen« sich nicht. Weiterlesen



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