Sonntag, 16. Oktober 2011

Beißreflex

99 % blieben zu Hause, an diesem 15. Oktober, so meinte SPON. Na und ... Woher will SPON und deren Hintermänner wissen, dass es so bleibt? 

Die Montagsdemos in der DDR begannen auch klein. Zuerst waren es nur ein paar, die in die Nikolaikirche gingen und dann vor der Nikolaikirche ihren Unmut über die SED-Führung zum Ausdruck brachten. Es hat ein Weilchen gedauert, bis diese Bewegung mächtig wurde, bis viele zu wirklichen Montagsdemos aufbrachen.

Haben die Hintermänner von SPON Angst davor. Schauen sie deshalb hämisch auf die Demonstrationen gegen die Übernahme des Staates durch die Banken? Die haben etwas zu verlieren, wir anderen nicht mehr.

Wenn man überhaupt von einer Bewegung sprechen kann, so ist es eine Bewegung ohne klare Forderungen: Die anstehende Banken-Rekapitalisierung einfach ausfallen zu lassen und zu sehen, was passiert, wäre ein riskantes Spiel - und vor allem keine Idee, die irgendeinen Politiker außerhalb der Linkspartei überzeugen wird, sagt SPON. 

Wieso ist es falsch, gegen die Banken-Rekapitalisierung zu sein? Wieso müssen wir Privatunternehmen mit unserem Geld retten? Wir werden auch nicht durch Privatunternehmen gerettet. Kaum ein Privatunternehmen verschwendet irgendeinen Gedanken daran, seine Reichtstumserarbeiter so zu bezahlen, dass diese anständig leben können. Wieso sollte ich, die denen den Reichtum verschafft hat, noch mein letztes Hemd geben? Wo soll das Geld herkommen? Wieso lassen sich Privatunternehmen durch mich bezahlen und das sogar zwangsweise.  Wie kann eine Regierung auf so eine absurde Idee überhaupt kommen? Island machte uns vor, dass es auch anders geht.

Ich werde hier und jetzt eiskalt enteignet! Obwohl die Regierung Schaden von mir abwenden soll. Dazu ist sie grundgesetzlich verpflichtet! Das interessiert die Bande aber nicht und das ist kriminell.

Und dann zu meinen, dass die Bewegung keine Ziele hätte. Das ist schlichtweg Verleumdung und Lüge. 

Meint SPON etwa, dass es kein Ziel wäre, die Entdemokratisierung dieses Landes aufzuhalten. 

Meint SPON etwa, sich für Demokratie einzusetzen, wäre KEIN Ziel?

Es wäre kein Ziel, die Verhältnisse wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen und den Banken eine dienende Rolle zu verordnen?

Der Demokratie wieder zu ihrem Recht zu verhelfen, ist ein großes - und ich würde sogar sagen schwer zu erreichendes - Ziel. In Deutschland gibt es kaum noch Demokratie, will sagen, nur noch auf dem Papier. Die Praxis sieht mittlerweile ganz anders aus. 

Ich hoffe, dass die Menschen das immer mehr begreifen und den hämischen Artikel von SPON über den 15. Oktober 2011 Lügen strafen!

Vielleicht sollten wir uns den 15. Oktober 2011 merken. Der erste Tag, wo rund um den Erdball die Menschen wegen der gleichen Sache zornig waren! Das ist neu - das ist bemerkenswert!


1 Kommentar:

  1. Genau an die Montage hier in Leipzig musste ich denken, als die blöde Maischberger (oder wars die Will? sehen alle gleich aus!) letzte Woche einen von Occupy Frankfurt fragte, ob er glaube mit den paar Hanseln was erreichen zu können. Leider war er nicht aus LE und kam nicht drauf.

    Wer hätte gedacht das ich schon wieder (innerhalb von nichtmal 30 Jahren) auf die Strasse gehen muss um wieder einen Unrechtsstaat vor meiner Haustür zu beseitigen.

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