Montag, 31. Oktober 2011

Da kooperieren sie schon wieder ...

... obwohl weder die SPD noch der DGB weiß, wie Frau Merkel überhaupt diesen Mindestlohn gemeint haben könnte. Eigentlich spricht sie mehr von Lohnuntergrenze. Eine Lohnuntergrenze klingt zwar nach Mindestlohn, ist aber keiner. 

Die CDU-Mittelstandsvereinigung wähnt uns gar von sozialistischen Ländern umzingelt. Okay, das hat sie so nicht gesagt. Sie meinte nur, dass ein Mindestlohn mit Marktwirtschaft nichts zu tun habe. Andersherum gesagt, sie wittert den ausbrechenden Sozialismus. Da aber ringsum uns herum Mindestlohn gezahlt wird, heißt dass, dass das arme Deutschland der Fels in der Brandung gegen den Sozialismus ist und bleiben soll. Schließlich will man seine Löhne doch weiter subventioniert haben.

Und es sind sogar schon Beträge durchgesickert, die so lächerlich sind, dass man sie auf alle Fälle als Ulk verbuchen kann. Und weiterhin werden wir in 2 deutschen Staaten leben müssen. Obwohl die Lebenshaltungskosten im Osten genauso hoch und in manchen Gebieten höher sind als in manchen westlichen, soll wieder mal der Ostdeutsche als Mensch 2. Klasse mit einer minderen Lohnuntergrenze "gesegnet" werden als seine westdeutschen "Brüder und Schwestern". Ich frage mich, wielange es noch 2 deutsche Staaten geben soll.  Bis zum St. Nimmerleinstag?

Achso, die Untergrenzen, die durchgesickert sind: knapp 7 EUR im Osten und knapp 8 im Westen. 

Nun nehmen wir mal 7 EUR an, so kommt der stolze Löhner auf wahnsinnige 1120 EUR im Monat. Abzüge ab und was sehen wir? Er darf immer noch eine Aufstockungsbetrag beantragen. Ohja, da hätte Frau Merkel ja etwas gekonnt.  Das ist ein wahrhaft tolles Wahlgeschenk, was sie unterbreiten will, wenn die Doofen sie wieder wählen. Viele Frauen im Osten haben schon die Absicht bekundet, Frau Merkel auf alle Fälle zu wählen.

Nun, ich kann das Merkel schon verstehen. Schließlich müssen unsere arbeitenden Menschen im Lohn immer noch den Rest von Europa unterbieten, damit die Vorherrschaft Deutschlands bestehen bleibt. Es wäre ja furchtbar, wenn nicht mehr die Löhne über den Absatz von Produkten entscheiden würden, sondern wirkliche Innovationen und wirkliche Qualität. Das können wir uns nicht leisten. Schließlich müssten wir uns da mal unser Köpfchen anstrengen. Da wir aber im Laufe der letzten Jahrzehnte unsere erfahrenen Ingenieure rausgeschmissen haben und durch Jungvolk ersetzt haben, fällt uns nicht mehr dazu ein, als irgendwelche Pseudo-Entwicklungen, wie die nächste App, die uns das Wetter vorhersagt oder in den nächstgelegenen Discounter führt. Andere Entwicklungen sehe ich zur Zeit nicht.

Kommentare:

  1. Es ist schon ein Armutszeugnis und auch eine Verhöhnung der Arbeiter.
    Ich bekomme die große Wut, wenn ich höre, dass ein Mindestlohn Arbeitsplätze gefährden soll. Überhaupt dieses Argument mit den Arbeitsplätzen bei jeder Gelegenheit. Es werden so oder so immer mehr Arbeitsplätze abgebaut. Es muß flächendeckend ein ordentlicher Mindestlohn her, damit Geringverdiener nicht mehr aufstocken müssen. Und dann Hartz IV an diesen Mindestlohn anpassen, für diejenigen, die keine Chance auf Arbeit mehr haben. Wobei wir wieder bei einem Grundeinkommen wären.
    Ok, ich träume weiter...

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  2. @frei-blog: Grundeinkommen + Mindestlohn und der armutsfest. Da kann eben ein Vorstandvorsitzender mal im Jahr nicht fast oder mehr als 1 Million bekommen. Da muss er eben auf seine wirkliche Arbeitsleistung herabgestuft werden. Und dann muss unbedingt der auch richtig besteuert werden und nicht nur wir, von wegen vesteuertes Geld noch mal versteuern, wie es z.B. bei der REnte ist.

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  3. Die Untergrenze von 7 € im Osten und 8 € im Westen reicht überhaupt nicht aus. Wie in dem Rechenbeispiel müsste der Arbeitnehmer dann immer noch eine Aufstockung beantragen. Aber genau davon will man doch weg kommen. Die Arbeitnehmer müssen und sollen soviel verdienen um sich auch selber Ernähren und eigenständig Leben zu können. Und das kann man leider bei diesen Löhnen nicht mehr und es wird meiner Meinung auch immer schwieriger nach den nächsten Anstiegen der Teuerungsraten überhaupt in Deutschland leben zu können.

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  4. @Peter: Wer sagt, dass die Regierung von Almosen wegkommen will? Ich denke eher nicht. Auch die dort können rechnen.

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  5. 1120 EURO im Monat brutto, sind 860.- Netto, bedeutet dass man 60 Jahre Vollzeit arbeiten müsste um einen Rentenanspruch zu haben :)

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  6. Danke für den Netto-Betrag. Ich war einfach zu faul, ihn auszurechnen und auch nicht kenntnisreich genug dafür. Übrigens ist das nicht ganz richtig. Wenn man Vollzeit arbeitet, dann führt man auch einen Rentenbeitrag ab, der aber so jämmerlich ist, so dass wiederum eine Rente herauskommt, die aufgestockt werden muss. Jeder der einzahlt bekommt ab 67 eine Rente, egal, wie viel er eingezahlt hat. Die Lohnsteuer beginnt erst bei einem bestimmten Betrag, den ich jetzt nicht mehr so kenne. Sozialabgaben werden immer fällig.

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  7. ..wahre Demokratie ist in den aCampadas mit Gleichberechtigten Bürger Diskussion zu den Themen wie:Umwelt,Technik ,Soziales ,Natur auszutauschen,anzuregen,diskutieren auf einen Nenner zu kommen und abzustimmen. Wenn wir als Volk eins sind,und nicht durch Neid,Bildzeitung,soziale Diskriminierungen,Parteien,Gewerkschaften,Religiösen Indoktrinationen,Banker,falschen,fanatischen Nationalismus etc.,in unseren Denken und Bewustsein nicht teilen lassen,sondern als ein Mann zusammenstehen,versetzen wir als Volk Berge.Auch über Einkommen ist jeder im aCampadas die in vielen Städten sind,willkommen darüber Pläne auszuarbeiten,abzustimmen,und durchzuführen.Leute fangt an frei zu Denken,das Parlament sind die aCampadas,AUFWACHEN!Unsere Regierung ist nicht Glaubenswürdig!Wir sind der Souverän Die Staatsanwaltschaft!

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  8. @anonym: Ja wenn, habe heute gerade wieder mit einer Mutter (zufällig) über ihren Sohn diskutiert, der Soldat in Afghanistan ist. Es hat sich ihr bis heute nicht erschlossen, dass er seinen Kopf für seltene Erden und anderen Rohstoffen hinhält.

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