Dienstag, 25. Oktober 2011

Der Feind meines Feindes ...

... ist nicht unbedingt mein Freund. Ich wollte zwar nichts zu diesem Thema in meinem Blog sagen, aber irgendwie geht mir das alles gegen den Strich. 

Der liebe Herr Gaddafi war sicherlich in seinen Anfangsjahren ein wirklicher Revolutionär. Ich will ihm das nicht absprechen. In meiner Schulzeit wurde über ihn gejubelt, das waren noch sozialistische Zeiten. Nur, was sich damals schon als sozialistischer Staat in Afrika bezeichnet hat, war dies nicht unbedingt. Man streckte sich dorthin, von wo man unterstützt wurde. Die meisten afrikanischen sozialistischen Staaten, nicht mal das karibische Kuba wollten ursprünglich den Sozialismus einführen. Die Ablehnung des Westens trieb sie in sowjetische Arme.

Der liebe Herr Gaddafi hat am Anfang sicherlich alles richtig gemacht. Das verknöcherte Königshaus zu stürzen, war sicherlich richtig. Eine auf Erdöl basierende vielleicht sogar florierende Wirtschaft war auch richtig. Im Laufe der Jahre wurde aber vor allem einer reich: der liebe Herr Gaddafi und seine Familie, sein Stamm und einige Stammesfürsten, die er auf seiner Seite halten konnte und wollte.

Man spricht jetzt so schön von der Schleifung des libyschen Sozialstaates. Das ist aber auch nur möglich, weil der liebe Herr Gaddafi nicht die Zeichen der Zeit erkannte und es zuließ, dass er in seiner Selbstherrlichkeit viele Landesteile, die nicht zu seinen Stamm gehörten vernachlässigte und deren Menschen zornig machte. 

Der libysche Sozialstaat fußt auf Erdöl, wie in Saudi-Arabien oder in den Emiraten. Wenn man die Bürgerrechte dieser Länder hat, dann kann man auch an einem kostenlosen Gesundheitssystem partizipieren und vieles mehr, was es bei uns für Lieschen Müller und Hans Jedermann schon lange nicht mehr gibt. Aber wer würde denn ernsthaft behaupten, dass Saudi-Arabien und die Emirate Sozialstaaten wären. Aber bei Libyen hat man noch diese romantische Idee des Revolutionsführers im Kopf, fast ein Che Guevara. Und - was noch wichtiger ist, er mochte einstens den Westen nicht. Er war mit dem ehemals sozialistischen Lager verbandelt. Also ist der Feind meines Feindes mein Freund? Ich war von staatswegen mit dem lieben Herrn Gaddafi befreundet. Er war ein Linker. War er das wirklich? Ein Westenhasser bis er dessen Geld benötigte, weil das aus der Sowjetunion nicht mehr fließen könnte, wegen mangels an Sowjetunion.

Nein, der liebe Herr Gaddafi war ein Diktator, später dann sogar einer von Allahs-Gnaden.

Und nein, er muss nicht mein Freund sein, nur weil er der Feind meines Feindes ist. Ich suche mir meine Freundschaften bewusst aus. Diktatoren sind nicht darunter.

Dann könnte ich ja auch Hitler als meinen Freund auffassen und ihn Tränen nachweinen, weil er die Arbeiter von der Straße wegholte, ihnen Arbeit gab, das Wirtschaftswachstum Deutschlands beflügelte, Autobahnen baute, die einfachen Menschen auf Erholungsurlaub schickte, ihnen Wohnungen bauen ließ. Wem würde das aber einfallen? Bei den lieben Herrn Gaddafi schon.

Er ist mit Mord und Totschlag an die Macht gekommen. Damals sicherlich mit den besten Gründen für das Volk, vielleicht dachte er damals auch an alle Stämme seines Volkes. Wer weiß. Er mutierte zum Diktator und wurde als Diktator hingerichet. Wie man das inszenierte, mag für europäische Gemüter nicht richtig sein, für viele Libyer schon. Sie standen Schlange, um seine Leiche sehen zu dürfen. Das mag uns nicht gefallen und das muss uns auch nicht gefallen, aber wir haben uns da zurückzuhalten. Es war Bürgerkrieg. Bürgerkrieg ist immer einer der grausamsten Kriege überhaupt. Und viele Libyer wollten etwas anderes. Die Rolle der NATO war günstigenfalls zweifelhaft, obwohl sie ins Land geholt wurde mit dem Segen der Arabischen Liga. Sicherlich spielten die Dollarzeichen in den Augen eine Hauptrolle dabei. Sicherlich wollte die Wirtschaftsoligarchie absahnen, es Frankreich z.B. gleichtun, das schon lange in Libyen present ist und dort Profite herausholt. Warum die? Warum nicht wir?

Ob die Libyer nun Demokratie bekommen? Das glaube ich weniger. 

Le Roi et mort, vive le Roi.

Der kleine Mann auf der Straße wird immer um seinen Sieg gebracht.

Kommentare:

  1. sicher war herr gaddafi ein diktator. nur, einen bürgerkrieg gab es in lybien offensichtlich nicht, sondern einen überfall eines faschistischen staatenbundes auf ein afrikanisches land, daß den interessen der angreifer im wege stand.

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  2. @landbewohner: Dann habe ich etwas Anderes gesehen als du. Da hat wohl die NATO libysche Bewaffnete vorgeschickt. Das hat sie alles in Verbindung minutiös mit dem Segen der Arabischen Liga geplant. Alle Achtung. Ich sehe etwas völlig anderes. Ich sehe die Romantik Che Guevaras. Die Hauptargumente sehen immer nur das Soziale in diesem Land, was es genauso auch anderswo gab. Was es auch in der DDR gab, wenn man sich strikt an die politische Linie hielt. Letztendlich waren auch somit auch alle Montagsdemonstranten Nato-gesteuert. Ich sehe auch keine faschistischen Staatenbund. Sei froh, dass es noch keinen Faschismus gibt, dann gäbe es nämlich uns nicht mehr im Netz, sondern im Gefängnis oder noch woanders. Man sollte doch mal die Katze im Sack lassen. Ich weiß, dass viele das anders sehen, weil irgendwie in vielen Köpfen ein anderes Bild von einem Land der kleinen Leute etwas herumschwirrt.

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  3. Ich muss mich da dem landbewohner anschliessen. denn, PeWi, die NATO ist nichts weiter als eine Terrororganisation die mit Ansegnung der oberkorrupten UNO überall auf der Welt unter Führung der Amerikaner, Angriffskriege gegen jeden führt der nicht in die Richtung läuft, wie sie es vorsehen.
    Und, eine Definition von Faschismus geht dahin, dass Faschismus ensteht, wenn Politik und Wirtschaft verschmelzen. Tja, wie ist das wohl bei uns, mit unserer Parteiendiktatur, die sich von jeder Art von Lobbyisten schmieren lässt und ganz im Besonderen noch ackermannhörig ist. Ja, ja, Rotschilds Fussvolk verrichtet gute Arbeit. Die existentielle Frage für alle Völker wird es sein, ob sie es schaffen werden, sich vereint dagegen zur Wehr zu setzen.

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  4. ja da sehen wir einiges verschieden. aber, warum auch nicht, nur meinungsvielfalt führt zu erkenntnissen. und wer von uns beiden "recht?" hat, das wird die zeit zeigen. nix für ungut.

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  5. @H.B.: Ihr vergesst beide die Geschichte des Landes und der Region. Die NATO hat sich in Libyen nur auf einen fahrenden Zug gesetzt. Ich finde es außerdem unerträglich, dass man über Gaddafi Elefantentränen weint, während dessen in Syrien Menschen zusammengeschossen werden. Das dort ist wohl okay, weil niemand von der NATO dabei ist. Unerträglich finde ich es außerdem, dass kaum jemand zu Kenntnis nahm, wie in Bahrein Menschen hingemetzelt worden sind und in Jemen ebenso. Das ist für viele wahrscheinlich okay, sind ja nur Araber untereinander. Wir weinen lieber über einen Diktator. Über den Feind meines Feindes. Und ich kenne die Diskussionen zur Genüge. Früher hieß es: Bist du nun für den Frieden oder nicht. Damit wurde alles abgewürgt. Heute ist es je nach Interessenlager: Bist du nun gegen die Nato oder nicht. Es ist nur schade um die Menschen, die eigentlich nur ein gutes Leben für sich haben wollten, auf die Straße gingen, damit sie sich versammeln konnten, wie sie es möchten, um zu sagen können, was sie möchten und nun mehrmals verraten werden, von der NATO, von denen, die sich oft als links bezeichnen und sie werden letztendlich auch von ihrem Übergangsrat verraten werden. Fragt mal in euren Familien nach, wie sie Faschismus erlebt haben. Sicherlich nicht so, wie es heute ist. Meine Familie hat im Faschismus gelitten. Es gibt faschistoide Ansätze, aber wir sind meilenweit vom Faschismus entfernt. Alle Opfer des Faschismus werden mit dieser Minimaldefinition beleidigt und da rede ich nicht mal über den Genozid. Auch ohne, ist Faschismus etwas völlig anderes gewesen. Verniedlicht ihn doch nicht, dann hat er ja schon gewonnen. Keiner von uns könnte das je ins Internet setzen, wenn der Faschismus wieder herrschende Ordnung wäre. Ihn gibt es noch nicht mal in Ungarn. Ich finde das einfach unerträglich, wie mit diesem Begriff hier und heute Schindluder getrieben wird, von geschichtsvergessenen Menschen. Fragt mal diejenigen, die im KZ gesessen haben, was sie Faschismus ist oder die in den Zuchthäusern waren, in Brandenburg z.B. Man sollte nicht so leichtfertig dieses Wort in den Mund nehmen.

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  6. Die NATO hat sich in Libyen nicht auf einen fahrenden Zug gesetzt! Sie haben diesen Zug erst zum fahren gebracht, denn es war für den Westen an der Zeit Libyen zu versklaven.

    http://filmrisss.blogspot.com/2011/09/nato-soldaten-in-libyen_01.html

    (Schau vor allem von wann diese Nachrichten stammen und lies auch den zugrundeliegenden Artikel des ehemaligen Nachrichtenmagazins)

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,782320,00.html

    Da geht es nicht um Hrn. Gaddafi, da gehts um das libysche Öl, über das der Westen Kontrolle erlangen will, bevor die Chinesen die Hand draufhaben. Da geht es auch darum den Völkern Afrikas die Souveränität und die Herrschaft über die eigenen Rohstoffvorkommen zu verwehren.
    Versteh mich nicht falsch ich weine Diktatoren auch keine Tränen hinterher, aber es ist von hier aus schwer zu beurteilen, ob der Mann der schlimme Finger war, für den er jetzt ausgegeben wird (von seinen Kriegsgegnern wohlgemerkt) und vor nicht allzulanger Zeit hatte der Westen doch noch ganz gut Freundschaft mit ihm gehalten (Wer solche Freunde hat wie den Westen, der braucht dannn
    scheinbar auch keine Feinde mehr)
    Den Libyern steht eine lange Periode des Leids bevor.
    Liebe Pewi, der dritte Weltkrieg um die Ressourcen dieser Welt fängt gerade erst an. Aber am 1.9.1939 hat ja auch noch niemand vom 2. Weltkrieg gesprochen.
    Fall bloß nicht auf die "Aber er ist ein ganz fieser Diktator"-Propaganda rein. Der gute alte Honni war ja auch nicht gerade ein Menschenschlächter und stand trotzdem einer Diktatur vor. Die westlichen Regierungen interessieren sich nicht einmal für das Wohlergehen ihrer eigenen Völker, da soll ich glauben das sie sich plötzlich für die Menschen Libyens oder für die Frauen Afghanistans interessieren? Nichts wäre lächerlicher als das! Du wirst auch sehen, wenn die neue libysche Regierung nicht nach der Pfeife des Westens tanzt sind das dann plötzlich ganz schlimme Islamisten.
    Der Faschismus, von dem hier gesprochen wurde ist in den westlichen Gesellschaften nur noch nicht offen ausgebrochen, aber er ist schon zu sehen und zu riechen das lächerliche Mäntelchen der Demokratie reicht schon lange nicht mehr um die Diktatur des Kapitals zu verdecken. Die Nato ist nichts weiter als der Zusammnschluss der Tyrannen die sich anschicken die Welt zu beherrschen und waren es nicht, unter anderem, seine "Weltherrschaftspläne" die dem alten Adolf immer vorgeworfen wurden? Der neue Faschismus kommt nicht mit Hakenkreuzen und SA-Trupps auf den Strassen, er wird uns langsam und sanft übergestülpt, kommt mit schönen Worten von Freiheit und Demokratie, aber er wird genauso schlimm wie der Faschismus den wir schon hatten.
    Pewi, schon vergessen? Im Stabüunterricht wurde der Faschismus immer als höchste Ausprägung des Kapitalismus verortet. Ich glaube das stimmt.

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  7. Oh schau mal! Das nächste opfer steht auch schon fest, wer häte das geahnt!

    http://www.hintergrund.de/201110171765/globales/terrorismus/kapriolen-auf-ganz-duennem-eis.html

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  8. Stimmt, ich bin einfach zu doof, zu begreifen, worum es geht. Ich sehe alles falsch, da ich gesehen habe, wie die Bewegung VOR dem Nato-Eingriff begann, obwohl ich schrieb, dass die Nato sich auf den fahrenden Zug geworfen hat, wie die BRD damals auf die Montagsdemos und sie kaputt gemacht haben. ABer ich gebe zu, ich habe etwas völlig Falsches gesehen. Ich bin auch zu doof, zu bemerken, dass wir schon im Faschismus leben. Ich frage mich manches Mal, warum bei mir noch kein Ledermantel vor der Tür steht. Ich frage mich manches Mal, warum ich immer noch im Internet schreiben kann. Aber ich bin eben zu doof das richtig einzuordnen. Dabei weiß hier jeder, dass ich den Demokratieabbau verurteile. Nungut, wenn ich hier zu doof bin, bin ich generell zu doof, um irgend etwas zu raffen. Meine vom Faschismus gemarterte Familie würde sich im Grabe rumdrehen. Ich muss nicht irgendwo nachschauen, was andere sagen. Ich kann mir noch mein eigenes Urteil bilden. Ach ich vergas, dazu bin ich ja zu doof.

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  9. Wie willst du gesehen haben das die Bewegung vor dem NATO-Eingriff begann wenn du gar nicht wissen kannst (und ich auch nicht) was da hinter den Kulissen an Fäden gezogen wird? Was wissen wir denn wie lange die westlichen Geheimdienste dort schon tätig waren und wie sehr dieser Aufruhr von ihnen angezettelt wurde oder eben nicht, aber ich habe gelernt das ich den Mainstreammedien und den westlichen LügenreGIERungen nicht vertrauen kann, und das solltest du eben auch nicht.
    Der Ledermantel steht nicht vor deiner Tür aber er ist auf deinem Rechner und verfolgt dein Handy sobald du dich kritisch positionierst (siehe Dresden)!
    Ab wann würdest du denn von Faschismus reden? Wenn der Westen die ersten KZ´s baut? Ups, hat er ja schon!

    noch ein netter Link zum Erlkönig der sich auch mit dem Thema Libyen beschäftigt hat

    http://www.erlkoenig-blog.de/?p=7469

    PS: Von dumm oder doof war nicht die Rede und ich will das auch nicht so verstanden wissen. Schnapp nicht ein, nur weil jemand ´ne andere Meinung hat und sie an deiner ausprobiert.

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  10. Lieber apache, lassen wir es, wir sprechen von zwei ganz unterschiedlichen Dingen. Ich verstehe zwar, was du meinst und bin da nicht ganz deiner Meinung, aber du verstehst nicht, was mich umtreibt. Lassen wir es also dabei. Es hat kein Sinn, weiterzudiskutieren. Mein Herz ist bei den kleinen Leuten und ich unterstelle niemanden von denen, dass sie eigentlich gar nichts gemacht hätten, sondern dass alles nur Show für uns war. Das ist diesen Menschen gegenüber mieß. Dass die kleinen Leute ausgenutzt werden, das ist meist so im Leben, weil wir am kürzeren Hebel sitzen und das bestreite ich überhaupt nicht. Es ist so, wie ich es jetzt oft erlebe. Uns Montagsdemonstrieren wird vorgeworfen: Was wollt ihr denn, ihr habt das doch so gewollt. Das ist vergleichbar. Nein, die Mehrzahl hatte das damals nicht gewollt, nur da haben sich welche auf den fahrenden Zug gesetzt und das ging ganz flott, nicht mal 1 Monat hat das gedauert. Alle sind dabei vor allem die CDU, von den Republikanern und der NPD damals ganz zu schweigen. Das ist das Traurige daran, dass es diesen Menschen in Libyen nicht zugestanden wird, dass sie die Nase voll hatten und auf die Straße gegangen sind, genau wie die Ägypter, Tunesier, Marrokaner, Jemeniten, Syrer, Bahreiner ... vielleicht noch andere. Sie werden missbraucht, wie wir damals 1989 missbraucht worden sind. Darum geht es mir und nur darum und deshalb steht für mich Hamza stellvertretend für alle vorher aufgeführten Demonstranten und gegen das Gewese um Gaddafi. Aber leider haben diese Menschen bei uns keine Stimme. Leider wird behauptet, dass es sie gar nicht gegeben hätte. Schade für diese Menschen, die auch gefoltert worden sind, verschleppt und ermordet. Sie gehen unter, weil man nur noch auf die NATO schaut und verleugnet, dass es ganz anders begann. Lassen wir es damit bewenden.

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  11. Ok, interessanter Blickwinkel, so ähnlich habe ich mir das auch gedacht, als ich hörte das dort "getarnte" westliche Soldaten unterwegs sind. Ich wollte die Leistung und das Bemühen der Menschen dort auch nicht abwerten, aber es gibt eine ganze Menge Informationen die sich sehr positiv mit Gaddafi beschäftigen, so dass ein ungutes Gefühl zurückbleibt, wie´s scheint sind die Kräfte die heute dort das Feld beherrschen auch nur sowas wie die berühmte Traufe. Schlecht für die Menschen dort.

    http://www.m-media.or.at/welt/afrika/visionar-und-tyrann-die-zwei-gesichter-gaddafis/2011/10/21/

    Alles in allem bleibt man immer mit ungutem Gefühl zurück.

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  12. ich will hier mal zitieren: “Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten.“ adorno.
    und er steht da nicht allein, genauso sieht es auch v. weizäcker der bruder unseres expräsis und zahlreiche andere. und ein staat, der die eigene bevölkerung, bespitzelt,hungern lässt, bei bedarf auch mal ermordet, fremde staaten nach gusto mit krieg überzieht - so wie es die usa schon seit langem tun, ist meiner meinung nach faschistisch. und klar, daß faschismus heute anders aussieht als 1930. auch diese leute haben dazugelernt. und wer mit hinweis auf die nazis den faschismus neuer prägung - hartz4 zb ist vernichtung durch arbeit ohne arbeitslager- leugnet und gröhlende glatzen für schlimmer hält als die menschenverächter aus politik und medien, der wird m.e. eines tages aufwachen und bemerken, daß er genauso blind war, wie einst unsere eltern und grosseltern, die auch vor den fakten die augen verschlossen haben.
    und zu den bunten revolutionen: ich glaube es gibt inzwischen so viele beweise für die tatkräftige mitwirkung der cia, daß man die afrikanischen aufstände getrost als kolonialkrieg neuer prägung gegen afrika und natürlich auch china, inszeniert von usa und nato, ansehen kann.

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  13. @landbewohner: Sag mal, bist du des Lesens nicht mächtig??? Ich habe von faschistoiden Zügen gesprochen. Glaub mir, du könntest das alles nicht schreiben, wenn wir im Faschismus lebten. Und ich habe gesagt, lass es sein, es bringt nichts, wenn du mir immer nur deine Thesen um die Ohren haust. Mal selbst nachdenken!

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  14. @apache: Man muss auch als Europäer es nicht gut finden, dass Gaddafi zur Schau gestellt worden ist. Aber das ist die Sache der Menschen dort. Sicherlich hat Gaddafi damals viel Gutes bewirkt und Maßstäbe gesetzt, aber er hatte Macht geschmeckt. Und: Der Weg zur Hölle ist mit vielen guten Taten gepflastert. Auch die DDR hatte ein sehr positives Fundament und ist an der Meinungsunterdrückung mit zu Grunde gegangen. Andere Meinungen wurden eben nicht akzeptiert, so wie z.B. solch Banales, dass sich Frauen mit der Hexenmagie beschäftigten. Das war nicht erlaubt und diese Vereinigungen dieser Frauen waren verboten. Nur hat die DDR niemanden gefoltert, denke ich wenigsten. Macht pervertiert irgendwann einmal, zumal wenn man dann ein Land so führt, als ob es einen selbst gehören würde. Das hat ja die Menschen dann wütend gemacht.Das geht eben nur eine bestimmte Zeit und nicht bis zum St.Nimmerleinstag. Wir müssen die guten UND die schlechten Seiten eines Gaddafi sehen. Und die schlechten kommen mir in vielen - vor allem linken Medien - einfach zu kurz weg und sie werden übersehen, weil die Nato dort bombt. Das ist mir zu kurz gedacht und wird den Menschen dort nicht gerecht. Wir können sie einfach nicht auf die Nato-Einmischung reduzieren. Dazu sind zu viele auf beiden Seiten gestorben.

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